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Hallo, ich bin dein Digitales Ich

Weitere Auszeichnung für die Hüberts’sche Schule: Schülerinnen und Schüler der GO16b und GO16c gewinnen Buchpreis mit ihrer Einsendung zum Thema „Hallo, ich bin dein Digitales Ich“.

 

2017 WB BPB Gruppe 1

GO16b: Julia Pelle, Sarah Kessens. Nina Vennemann (hinten, v. l. n. r.),
Nele Schlangen, Johanna Evers, Melina Borg (vorne, v. l. n. r.)


2017 WB BPB Gruppe 2

GO16c: Laura Stall, Carmen Holtkamp, Juliane Kock, Michelle Thater (hinten, v. l. n. r.),
Melanie Snaadt, Jehona Behrami, Jule Hermann (vorne, v. l. n. r.)


2017 WB BPB Gruppe 3

GO16c: Jakob von der Haar, Tim Conrad, Jan Speller (hinten, v. l. n. r.),
Marvin Ferrari, Kevin Latzel (vorne, v. l. n. r.)

 

Bereits zum 46. Mal veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung den sog. „Schülerwettbewerb zur politischen Bildung“. Dieser „Wettbewerb ist der größte deutschsprachige Wettbewerb zur politischen Bildung und seit 1971 ein ‚Klassiker‘ in der Schullandschaft, der die Vermittlung politischer Bildung in der Schule bereichert“. (Siehe http://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb/230342/die-aufgaben-2017)
Einige Themen waren beispielsweise „Lokalpolitiker bei der Arbeit“, „Flüchtlingskinder bei uns“ oder „Islam und Demokratie – wie passt das zusammen?“. Neben diesen Themen stand auch das Thema „Hallo, ich bin dein Digitales Ich“ zur Auswahl.

Dieses Projekt betraf die Bedeutung digitaler Medien für Jugendliche. Dabei ging einerseits um das Ausmaß, wie stark heutzutage digitale Medien genutzt werden, aber auch, welche „digitalen Fußabdrücke“ man als Nutzer dabei hinterlässt. So wurde auch das Konzept des „Digitalen Ichs“, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung aufgegriffen und wie man sich am besten um den Schutz seiner persönlichen Daten kümmert.
Über einen Zeitraum von rund acht Wochen haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen GO16a, GO16b und GO16c im Fach Wirtschaftsinformatik mit Herrn Postmeyer an ihrem Projekt gearbeitet. Dabei haben sie alle Schritte von der ersten Konzeption über die Recherche bis hin zur Ausformulierung ihrer Ergebnisse eigenständig das Thema bearbeitet. Zum Schluss hat jede der elf Teilgruppen ein selbstverfasstes Booklet beim Wettbewerb eingereicht.

Eine Teilaufgabe bestand unter anderem darin, zwei Experimente durchzuführen. So haben die Schüler für 24 Stunden protokolliert, wie oft und wie lange sie ihr Handy bzw. generell digitale Medien nutzen. So haben sie festgestellt, wie viel Zeit für Netflix, Youtube, Snapchat, WhatsApp und Co. verwenden. Dem gegenüber stand das zweite Experiment, bei dem sie 24 Stunden komplett auf digitale Medien verzichtet haben. Hier wurde vielen Schülerinnen und Schülern bewusst, wie viel Zeit sie eigentlich mit dem Handy verbringen, aber auch, was man doch alles in der so gewonnenen Freizeit machen kann.

Natürlich gab es dabei auch unerfreuliche Erfahrungen, wie das Verpassen des Trainings, welches kurzerhand verlegt wurde, die Benachrichtigungen aber nur über WhatsApp erfolgten. Viele verspürten auch das Gefühl einer gewissen Isolation, da man vieles nicht mitbekam.

Zusammenfassend war es für alle Schülerinnen und Schüler eine interessante Erfahrung, die neben der Erfahrung, in einer Gruppe zu arbeiten, letztlich dazu führte, dass bewusster mit den digitalen Medien umgegangen wird.

 

 

Schüler für Wettbewerbsbeitrag ausgezeichnet

Auszeichnung für die Hüberts’sche Schule: Kinder der Klasse 6b haben mit ihrem Beitrag zum Thema „Lokalpolitiker bei der Arbeit“ gepunktet und sind damit unter den Preisträgern eines Wettbewerbs der Bundeszentrale für Politische Bildung.

2017 RS Schuelerwettbewerb
Was machen eigentlich Lokalpolitiker? Mit diesem Thema haben sich die Schüler der Klasse 6b der Hüberts’schen Realschule beschäftigt und einen Preis bei der Bundeszentrale für Politische Bildung gewonnen.

Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung sei wirklich beeindruckt gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Schüler der Klasse 6b der Realschule der Hüberts’schen Schule in Hopsten haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Lokalpolitiker bei der Arbeit“ hatte sie offenbar auch sehr beschäftigt und zu großer Kreativität angespornt. Jetzt wurden ihre Anstrengungen mit einem Preis belohnt: 150 Euro fließen in die Klassenkasse.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Realschüler durchsetzten, war riesig. Schüler der Jahrgangsstufen vier bis elf aus ganz Deutschland und umliegenden Ländern haben bei dem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten mitgemacht. Die Jury setzte sich aus Fachlehrern und Mitarbeitern der Kultusministerien zusammen. Neben dem Thema „Lokalpolitiker bei der Arbeit“ hatten die Kinder und Jugendlichen in der Kategorie bis Jahrgangsstufe sieben weitere Aufgabenstellungen zur Auswahl: „Es geht um die Wurst – Warum unser Essen das Wetter beeinflusst“, „Sollten Hunde in der Stadt verboten werden?“, „Flüchtlingskinder bei uns“, „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – Luther und die Reformation“ und „logo! – Nachrichten für Kids“.

„Wegen des Bezuges zum Wohnort und der Anknüpfung an das Unterrichtsthema „Demokratie“ haben sich die 19 Schüler mit Begeisterung in das politische Thema gestürzt,“ freut sich Lehrerin Anne Jacobs. Nachdem vorab die eigenen Vorstellungen der Klasse zur Arbeit und Motivation von Lokalpolitikern besprochen wurden, erstellten die Schüler selbstständig Fragebögen. „Auch die Gemeindeverwaltung war an unserem Projekt sehr interessiert und hat sofort den Kontakt zu Ratsmitgliedern hergestellt,“ so Jacobs. In einem ausführlichen Interview mit Vertretern des Gemeinderates erfuhr die Klasse, wie der Tagesablauf der Lokalpolitiker aussieht, wie sie ihr politisches Engagement mit ihrem Beruf unter einen Hut bringen, welche Aufgaben sie in der Gemeinde übernehmen und welche Ziele und Ideale sie dabei verfolgen.

Alle wichtigen Informationen hat die Klasse zu einem ansprechend gestalteten „Lapbook“ zusammengestellt. Es handelt sich dabei um ein Klappbuch, welches durch das Öffnen unterschiedlicher Faltelemente immer wieder neue Überraschungen bietet. Die Prämierung des eingeschickten Beitrags zeige, dass die Schüler dabei die kreativen Möglichkeiten des „Lapbooks“ sehr gut ausgeschöpft haben, heißt es in der Beurteilung der Jury der Bundeszentrale für Politische Bildung. Es führe logisch und strukturiert durch den Beitrag und die Gestaltung motiviere zur eigenen Beschäftigung mit dem Thema.

 

Weitere Informationen hier: http://www.schuelerwettbewerb.de

 

Quelle: IVZ Online (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Artikel/152656/Lokales/Schueler-fuer-Wettbewerbsbeitrag-ausgezeichnet, Zugriff am 15.05.2017)

 

 

Hüberts'sche Schule holt Landessieg im Geschichtswettbewerb

Die Hüberts‘sche Schule in Hopsten hat den Landessieg im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geholt. Preisverleihung ist am 22. Juni in Bonn. „Anders sein, Außenseiter in der Geschichte“, so lautete das diesjährige Thema.

2015 Geschichtswettbewerb GO14c

Anders sein, Außenseiter in der Geschichte: So lautete das diesjährige Thema des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Die Schüler der Klasse GO 14 C der Hüberts’schen Schule konnten sich damit gut identifizieren und sind mit ihrem Beitrag Landessieger in NRW geworden.

In Russland gehörten sie nicht richtig dazu, denn sie waren die Deutschen. In Deutschland sind sie die Russen. So erging und ergeht es zum Teil heute noch den Eltern und Großeltern der vier Schüler aus der Klasse GO 14 C der Hüberts‘schen Schule, die deutsch-russische Wurzeln haben. Ihre Biografien hat die Klasse jetzt gemeinsam erforscht und ist mit ihrer Arbeit „Das Gefühl immer anders zu sein – die Geschichte unserer Russlanddeutschen Mitschüler“ Landessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geworden.

Das Thema des Wettbewerbs, an dem sich bundesweit mehr als 5000 Schüler mit insgesamt 1563 Beträgen beteiligt haben, lautete „Anders sein, Außenseiter in der Geschichte“. „Das passte gut zu uns“, sagt Emily Ufelmann aus Spelle. Nachdem die Klasse hin und her überlegt hatte, womit sie sich in ihrer Arbeit beschäftigen könnte, hatte sie die Idee geliefert, mit der sich alle anfreunden konnten. „Ich war immer anders: in Russland die Deutsche, in Deutschland die Russin“, hatte Emilys Mutter in einem Gespräch erwähnt. Sicher nicht ahnend, dass dieser Satz ihre Tochter und deren Mitschüler ein gutes halbes Jahr beschäftigen würde. „Das Thema sollte einen historischen und zudem regionalen oder biografischen Bezug haben“, erklärt Kirsten Hemesath, die in der Klasse Geschichte unterrichtet und das Projekt betreute. Das Thema passte also perfekt.

Der 45-minütige Beitrag, den die Schüler mithilfe des Präsentationsprogramms „Prezi“ erstellt haben, steht auf drei wesentlichen Säulen. Zum einen haben die vier Schüler mit russlanddeutschem Hintergrund ihre Familiengeschichten aufgearbeitet. Sie haben ihre Eltern und Großeltern befragt, Familiendokumente und Fotos zusammengetragen. Emilys Großvater hat sogar ein Interview als Zeitzeuge gegeben. Ergänzt hat die Klasse die persönlichen Geschichten durch einen Abriss des historischen Hintergrunds seit Katharina der Großen, die als Zarin im 18. Jahrhundert tausende deutsche Bauern mit der Aussicht auf Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über ihr Land nach Russland lockte. Die dritte Säule des Beitrags der Elftklässler bilden Kurzinterviews mit einigen Schülern. Die Vier mit deutsch-russischen Wurzeln beantworten die Frage: Fühlt ihr euch anders? Vier andere Mitschüler erklären, ob sie die vier anders sehen. Ergebnis: Im Grunde gibt es keine Unterschiede. Jedoch gab es auch innerhalb der Klasse das eine oder andere gängige Vorurteil, bevor sich die Schüler eingehend mit dem Thema beschäftigten. Am Ende standen Fragen wie: Ist anders sein schlimm, oder sogar wünschenswert? Oder: Wie wirkt sich unsere Arbeit auf unseren eigenen Umgang mit anderen aus?

Und „Arbeit“ ist ein gutes Stichwort, denn davon hatten die Schüler bis zum fertigen Wettbewerbsbeitrag jede Menge. Aber sie hat sich gelohnt, nicht nur wegen des Sieges. „Auch das Verständnis untereinander hat sich positiv verändert“, sagt Philipp Vorwerk (17). „Als wir abgegeben hatten, waren wir erleichtert – jetzt sind wir stolz“, fasst Kirsten Hemesath zusammen.
Die feierliche Preisverleihung ist am 22. Juni im Haus der Geschichte in Bonn.

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Huebertssche-Schule-holt-Landessieg-im-Geschichtswettbewerb-_arid,473277.html,-Huebertssche-Schule-holt-Landessieg-im-Geschichtswettbewerb-_arid,473277.html, Zugriff am 11.06.2015)

 

Update: Die im Beitrag erwähnte Prezi-Präsentation:

Angesteckt vom Politik-Virus

Die 17-jährige Christine Freye und der 20-jährige Stephan Jaroschek haben in Essen an der Jugendkonferenz "#Jukon12" teilgenommen. Dort konnten sie gegenüber der NRW-Landesregierung Verbesserungsvorschläge präsentieren.

2012_JuKon
Mit Spaß bei der Sache: Christine Freye und Stephan Jaroschek haben bei der ersten Jugendkonferenz des Landes NRW mitgemacht. Daniel Lüns

Tecklenburger Land/Essen. Streitbar sind sie, wenn es sein muss. Aber sachlich, bitte! Auch sagen Christine Freye und Stephan Jaroschek gerne ihre Meinung. Vor allem wenn bei politischen Themen der Schuh drückt, lassen sie es andere wissen. Ideale Voraussetzungen, um gegenüber der NRW-Landesregierung Verbesserungsvorschläge der Jugend von heute zu präsentieren. Auf der Jugendkonferenz „#Jukon12“ haben die zwei genau das getan.

Etwa 300 junge Menschen hatte das Kabinett nach Essen geladen, um gemeinsam über Themen wie etwa Arbeit, Energie, Schule oder Gleichberechtigung zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung: Impulsgeber für die Landespolitik sein. „Wir wollen wissen, wie stellen sich die Jugendlichen ihre Zukunft vor, was sollen wir tun, an welchen Stellen sollen wir wie handeln“, erklärte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf der Jukon.

Einen Tag dauerdiskutieren, damit war es aber nicht getan. „Schon zwei Monate vorher haben wir im Netz damit angefangen“, sagt Stephan Jaroschek. In sieben Denkräumen, sogenannten Communities, wurden Argumente ausgetauscht, Ideen gesammelt, Statements verfasst. Und Stephan und Christine texteten eifrig mit – und lernten sich über die Plattform kennen. „Schließlich wurden wir auch beide Sprecher unserer Gruppen“, erklärt die 17-Jährige.

Damit ging es mit der Arbeit aber erst richtig los, sagt der 20-Jährige: „Wir mussten die Meinungen der Gruppe zu einem Eingangsbericht zusammenfassen. Ich hatte mehr als 700 Statements, Christine über 500.“

Stress, den die politikinteressierten Jugendlichen gerne auf sich nahmen. Die 17-Jährige aus Schale hat bereits Praktika im NRW-Landtag hinter sich. Zudem organisiert sie den nächsten Jugendlandtag. Der 20 Jahre alte Westerkappelner war zudem schon im Jugendbundestag aktiv. „Man fällt bei so was schon auf“, meint Stephan. Und als dann der Brief der Ministerpräsidentin ins Haus flatterte, sagten beide begeistert zu. Stephan: „Wenn die Landesregierung schon einlädt ...“

Stephans Gruppe engagierte sich zum Thema Schule für mehr soziales Lernen. „Wir wollen Themen wie Inklusion und Toleranz stärker in die Schule einbringen.“ Christine setzte im Bereich „Gleiche Chancen“ auf die Werte Respekt und Toleranz. „Dass man in Zukunft versucht, Vorurteile abzubauen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der wir besser leben können“, sagt die 17-Jährige.

Damit sie diesem Ziel näher kommen, mussten die Jugendlichen ihre Argumente und Thesen auf der Konferenz auch gegenüber der Ministerpräsidentin vertreten. Auch andere Minister lauschten gespannt. „Und sie haben einen ernst genommen, das war das Coolste“, betont Christine.

Damit ihre Ideen nicht in der Versenkung verschwinden, müssen die Jugendlichen nun einen Abschlussbericht schreiben. Mit diesem beschäftigt sich das Kabinett im September auf einem Fachkongress des Landesjugendrings in Essen. „Klar, man muss sehen, was sie nun daraus machen“, sagt Stephan. „Wir wollten einen Impuls geben. Und der war gut.“ Nun heißt es eben: abwarten.

Politisch am Ball bleiben wollen Christine und Stephan unbedingt. „Ich glaube, da kommt man nicht mehr raus“, sagt der 20-Jährige. Dazu die Schalerin: „Politik ist wie ein Virus. Den kriegt man nicht mehr weg.“

 

Quelle: IVZ Online, Daniel Lüns (URL: http://www.ivz-online.de/lokales/ibbenbueren_artikel,-Christine-Freye-und-Stephan-Jaroschek-waren-auf-der-%23Jukon12-_arid,112940.html am 22.10.2012)

Hopstener Schüler holen sich mit Giftmüll den Landessieg in Bonn

Es ist ruhig geworden im Bus. Die meisten schauen wortlos aus dem Fenster, einige hören Musik, andere schlafen. Der Tag hat früh angefangen. Und er war anstrengend. Auf der Rückfahrt von Bonn nach Hopsten ist die Luft raus - bei Schülern, Lehrern, bei allen.


Ein wenig wirkt auch das Erlebte noch nach. Der Geschichtskursus von Kirsten Hemesath aus der Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe der Hüberts´schen Schule in Hopsten hat die Lorbeeren seiner Arbeit geerntet: Die Schüler und ihre Tutorin haben mitgemacht beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Und sie haben einen Landessieg errungen. Plus 250 Euro für die Klassenkasse.
Zur Preisverleihung geht es nach Bonn. 6.20 Uhr ist Treffen an der Schule. Viel früher, als es sonst in den Unterricht geht. Im Haus der Geschichte auf der Bonner Museumsmeile ist die Siegerehrung. Bei der sind die Hopstener zu früh, aber alles andere als alleine. 78 Arbeiten werden ausgezeichnet, Stehvermögen und Geduld sind gefragt. Denn einfach nur Urkunden übergeben und Händeschütteln gibt es nicht. Schließlich ist es ein bedeutender Wettbewerb.
Christian Wulff ist zwar nicht da, dafür aber andere wichtige Menschen wie etwa NRW-Schulministerin Ute Schäfer, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Mitglieder der Körber-Stiftung, die den Wettbewerb von Beginn an mit initiiert und Ralph Caspers. Der Moderator von Sendungen wie „Wissen macht Ah!“ sorgt für den ersten Lacher beim durchweg jungen Publikum. Er berichtet von ganz privaten Problemen des Martin Luther und seines Hinterteils. Die Gäste haben Spaß, einzig die Ministerin runzelt erstaunt die Stirn. Doch Caspers Kommentar passt zum Thema des Wettbewerbs: „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“. Ein kleiner Aufreger seien, sagt der Fernsehmann, auch die einst so freizügigen Äußerungen von Herrn Luther gewesen.
Die Hopstener hingegen haben sich in ihrem Beitrag mit anderen Dingen beschäftigt. Sie recherchierten zu einem Giftmüllskandal auf dem Dickenberg, der vor rund 27 Jahren Schlagzeilen machte. Eine Zeitleiste mit entsprechenden Artikeln und Dokumenten, ein Modell des Schrottplatzes, auf dem der Giftmüll illegal entsorgt wurde, und ein 47-minütiger Film sind das Ergebnis von monatelanger Arbeit. Tutorin Kirsten Hemesath ist überzeugt, dass gerade der Film ein Pluspunkt der Hopstener war. Das Thema Giftmüll wurde nämlich mehrfach aufgegriffen.
Die Hopstener sind die einzigen Schüler aus dem Tecklenburger Land, die am Dienstag einen Preis bekommen. Das gesamte Münsterland hingegen ist sehr stark vertreten. Insgesamt wurden mehr als 3000 Arbeiten der Jahrgangsstufen drei bis 13 aus ganz Nordrhein-Westfalen eingereicht.
Ein Video zur Preisverleihung in Bonn wird Dienstag, den 19.07.2011, im Laufe des Vormittages auf www.mazztv.de zu sehen sein.

 

Quelle: IVZ Online, Antje Raecke (URL: http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hopsten/1588526_Hopstener_Schueler_holen_sich_mit_Giftmuell_den_Landessieg_in_Bonn.html am 19.07.2011)

Ein Landessieger, zwei Förderpreise

Erfolge für Hüberts'sche Schule

 

Kurse aus den Jahrgangsstufen 11 und 13 der Hüberts'schen Schule haben sich in den vergangenen Monaten mit Skandalen aus der Vergangenheit beschäftigt. Nicht aus Sensationslust, sondern weil sie am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilnahmen. Die Mühe hat sich gelohnt: Zwei Kurse haben einen jeweils mit 100 Euro dotierten Förderpreis gewonnen.

Erfolgreich war Tutor Mike Hukriede mit seinen Schülern zum Thema "Mit gebührlichem Ernst/und AmptsEyfer - Die Empörung über die Hexenprozesse in Osnabrück 1636 bis 1639". Außerdem erhält Kirsten Hemesath mit ihrer Gruppe zum Thema "Wa(h)nheimat? Wahn und Landenteignung in Schwartenpohl" einen Förderpreis.

Der ebenfalls von Kirsten Hemesath betreute Kursus aus der Jahrgangsstufe 11, der zu "Gras drüber gewachsen?" den Giftmüllskandal einer Firma auf dem Dickenberg noch einmal genau unter die Lupe nahm, bekommt sogar einen Landespreis und 250 Euro.

Die Preisverleihung ist am 18. Juli im Haus der Geschichte in Bonn durch Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport im NRW-Landtag.

 

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom 21.06.2011 (Antje Raecke)

Hopstener Schüler nehmen Giftmüll-Skandal unter die Lupe

An der Tür prangt ein großes Schild: „Vorsicht! Bissiger Hund!“ Auf dem Gelände dahinter rosten alte Autos vor sich hin, stehen Metallfässer, stapeln sich Reifen und Schrottteile.

Die Szene ist eingebettet in einen Wald, viel Grün, Natur pur. Doch die Idylle trügt: Der Schrottplatz, der als Modell inmitten eines Klassenzimmers steht, ist 1984 Schauplatz eines der größten Giftmüll-Skandale im Kreis Steinfurt.

Damals war von den Schülern der Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe an der Hüberts´schen Schule noch keiner auf der Welt. Und doch setzen sich die heute 16- und 17-Jährigen intensiv mit den Geschehnissen auseinander, die vor 27 Jahren die Menschen in der Region beschäftigten.

Die Klasse beteiligt sich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“. Der Vorfall auf dem Dickenberg ist „ihr“ Skandal, den sie seit September unter die Lupe nehmen, aufarbeiten, analysieren.

Um an einen echten Aufreger aus einer Zeit zu kommen, an die sie sich selbst gar nicht erinnern können, fragen die Schüler so ziemlich jeden: Eltern, Großeltern, Frisöre, Bewohner der Altenheime, Heimatvereinsmitglieder, Apotheker. Irgendwann stoßen sie auf: „Giftfund auf dem Dickenberg: 165000 Liter Sondermüll gelagert“.

Zur Recherche begeben sie sich in das Archiv unserer Zeitung, fördern unzählige Artikel zutage - bis 1993 wurde über den Skandal und das anhängige Gerichtsverfahren berichtet. Fein säuberlich geordnet hängen die Ausdrucke mit einer Zeitleiste an der Wand, Wichtiges ist bunt unterstrichen.

Die Artikel brauchen die Schüler längst nicht mehr, sie wissen aus dem Kopf, was passiert ist. „Die Besitzer des Schrottplatzes haben auf ihrem Gelände und auch an anderen Stellen im Kreis Steinfurt Giftmüll gelagert“, erklärt Jan Friedrich (17).

Die Palette reicht von Farb- und Lackresten bis hin zu hochgefährlichen Chlorkohlenwasserstoffen, die widerrechtlich gelagert, unter Betonplatten verbuddelt oder einfach abgekippt worden sein sollen. Und hinter dem Skandal verbirgt sich ein weiterer: „Die Behörden des Kreises Steinfurt sollen seit Jahren davon gewusst, aber nichts unternommen haben.“

Die Schüler wälzen die umfangreichen Materialien, sprechen mit den zuständigen Ämtern, versuchen sogar, den ehemaligen Schrottplatzbetreiber zu befragen. „Aber der wollte nichts dazu sagen“, berichtet Jule Prekel (16) und formuliert damit ein Problem, mit dem die Klasse während ihrer Arbeit immer wieder konfrontiert wird: „Man rührt in alten Wunden. Das gefällt nicht jedem.“

Vielleicht auch, weil die Schüler unbequeme Fragen stellen, wissen wollen, ob ein solcher Skandal auch heute noch möglich sei, wie sich die Wertvorstellungen und Einstellungen der Verantwortlichen verändert haben, welche Rolle die Medien damals und heute bei solchen Ereignissen spielen.

Aus den Antworten und den Ergebnissen ihrer Arbeitsgruppen ziehen die Jugendlichen ihre eigenen Schlüsse. Die sollen als Multi-Media-Präsentation, einer Mischung aus Film, Fotos und Schriftstücken, ihren Wettbewerbsbeitrag ausmachen.

„Das Thema ist hochaktuell“, weiß Lehrerin Kirsten Hemesath, die der Klasse den Wettbewerb vorschlug, und verweist auf die Ölpest im Golf von Mexiko, den Dioxin-Skandal und die Castor-Transporte. Ein solcher Geschichtsunterricht sei außergewöhnlich, aber „solche Ergebnisse bleiben haften“.

 

2011_geschichtswettbewerb

Im Geschichtsunterricht in der elften Klasse der gymnasialen Oberstufe an der Hüberts´schen Schule in Hopsten dreht sich derzeit alles um einen Giftmüll-Skandal auf dem Ibbenbürener Dickenberg, der von 1984 bis 1993 für Schlagzeilen sorgte. Mit ihren Rechercheergebnissen sowie ihrer Aufarbeitung und Analyse der Erkenntnisse beteiligen sie sich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. (Foto: Antje Raecke)

 

Quelle: IVZ Online, URL: http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hopsten/1490948_hopstener_schueler_nehmen_giftmuell_skandal_unter_die_lupe.html (2011-02-07)

 

Zur Information:


Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte. So lautet das Motto des aktuellen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Start war am 1. September, Einsendeschluss ist am 28. Februar. Am Wettbewerb können alle Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren teilnehmen - allein, in Gruppen oder mit der ganzen Klasse. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Körber-Stiftung in Hamburg, die Preise im Gesamtwert von 250 000 Euro auslobt. Die Teilnehmer sollen sechs Monate die Geschichte ihres Wohnortes oder ihrer Region zu einem bestimmten Thema erforschen. Die besten Projekte werden auf Bundes- und Landesebene ausgezeichnet. Gegründet wurde der Geschichtswettbewerb 1973 als gemeinsame Initiative von Gustav Heinemann und dem Hamburger Stifter und Unternehmer Kurt A. Körber. Seither haben mehr als 120 000 junge Menschen mit rund 25 000 Projekten teilgenommen. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist Mitglied von „Eustory“, dem Netzwerk europäischer Geschichtswettbewerbe.

Mehr Informationen unter http://www.geschichts-wettbewerb.de

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