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Presse

Abiturienten der Hüberts‘schen Schule erhalten ihre Zeugnisse

Genau 1070 Tage nach ihrem ersten Schultag freuten sich am Freitagnachmittag 189 Schüler der Hüberts’schen Schule in Hopsten über ihre Abiturzeugnisse. Die gymnasiale Oberstufe feierte diesmal ausgiebig in den Lingener Emslandhallen.

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Bevor die Schüler ihre Zeugnisse in den Händen hielten, feierten sie mit Pastor Roland Wendland und Pastor Daniel Brinker einen Gottesdienst in der Lingener St.-Bonifatius-Kirche. Im Anschluss führten Marius Kohle und Esther Tegeder aus dem Abiturjahrgang durch den Abend und bedankten sich zunächst bei allen Helfern, insbesondere bei Michelle Buston Vega als Organisatorin des Abends. Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Eiter stimmte seinen Schülern zu. Er dankte insbesondere seinem ehemaligen und aktuellen Kollegium und den Eltern, denn „der Erfolg der Schüler ist auch euer Erfolg“. Allerdings erinnerte er auch daran, dass jetzt für die Schüler der wahre Ernst des Lebens beginne. Er sehe sie aber bestens gerüstet.

Von den 189 Abiturienten schafften 45 einen Einser-Notendurchschnitt. Die Schulbesten sind Sina Krone mit einem Durchschnitt von 1,0 (Merzen), gefolgt von Julia Vorberg (Recke), Lukas Schossig (Dreierwalde) und Anton Stoll (Spelle) mit jeweils 1,1.

Als ehemaligen Hopstener hatte die Schule Matthias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Schule des Landes Nordrhein-Westfalen, eingeladen. Richter sprach von einem prächtigen Anblick, den er von der Bühne in den Emslandhallen auf die Schar der Abiturienten hatte. Und auch Richter stellte dar, dass neben den eigenen tollen Leistungen der Schüler die Eltern und Lehrer einen großen Anteil am Gelingen haben. „Der Einsatz der Lehrer geht über die reine Wissensvermittlung hinaus“, erklärte er. Zudem gäben die Pädagogen auch soziale und digitale Kompetenzen weiter, die die Schüler auf ein lebenslanges Lernen vorbereiteten. Besonders freute es ihn, dass die Hüberts’sche Schule ein vielfältiges Bildungsangebot aufweisen kann, das auf die Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch auf die persönliche Entwicklung abgestimmt sei.

Vonseiten der Gemeinde überbrachte Ludger Kleine-Harmeyer als stellvertretender Bürgermeister Glückwünsche. Die Aufmerksamkeit der Abiturienten erlangte er passend zur WM mit einem Fußball-Beispiel. Er wünschte den Schülern, dass sie ebenso wie Leroy Sané, der überraschend nicht für den endgültigen Kader nominiert worden war, „die Enttäuschungen, die Sie auch mal erleben werden, als Motivation für die Zukunft auffassen“. Und: „Ich wünsche Ihnen Mut und Entscheidungsfreude, denn es wird immer Menschen geben, die Ihnen erklären wollen, wie Sie entscheiden sollen“.

Stellvertretend für ihren Abiturjahrgang ergriffen Michelle Buston Vega und Felix Pohlenz das Wort und stellten das Motto „Abidas – Die Markenware verlässt das Geschäft“ vor. Sie erinnerten sich gemeinsam an lustige Stunden in den vergangenen drei Jahren und entschuldigten sich mit einem Augenzwinkern bei ihren Lehrern für „die nicht gemachten Hausaufgaben und alle schlechten Schriftbilder“. Ihren Eltern gebührte ebenfalls Dank: „Uns ist aufgefallen, dass eure Ratschläge nicht immer schlecht waren“. Schulpflegschaftsvorsitzende Mechtild Chronz ging in ihrer Ansprache auf den berühmten Namensgeber Adi Dassler ein und wünschte den Abiturienten „den Mut, Verantwortung zu übernehmen, Kreativität und Stärke durchzuhalten, auch wenn eure Ideen auf den ersten Blick angezweifelt werden“. Schulleiter Alfons Ahlers dankte Chronz, die nach sechs Jahren aus dem Amt ausschied, für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

 

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Dies sind die diesjährigen Abiturienten der Hüberts’schen Schule:

GO15a, Jens Holtgrave

Leonie Achelwilm, Thorben Altendeitering, Sebastian Arnken, Leah-Sophie Bergmann, Julian Brand, Clemens Fastabend, Paula Heskamp, Anna Janßen, Sina Klingenberg, Christoph Köhler, Nick Koopmann, Timo Kortemeyer, Jannik Luhm, Doreen Lühn, Leonie Osseforth, Sabrina Röcker, Louisa Roling, Hanna Ruping, Justus Schnelling, Louisa Schnieders, Philipp Staubermann, Indra Strodt, Maren Timmers, Maresa Wagemaker.

GO 15 b, Robert Schwenen

Jona Albermann, Julian Basenau, Marianne Bordich, Juliana Bovenschulte, Cedric Chronz, Lars Egelkamp, Jan Gerdemann, Dana Gilhaus, Melanie Grüter, Mika Hoge, Henry Konermann, Anna Lena Kreisel, Patrick Lienesch, Theresa Löcken, Rike Lüttmann, Johannes Niestegge, Felix Pohlenz, Lorena Rietmann, Laura Schmidt, Sarah Schröer, Tabea Thiel, Thomas Wieschemeyer, Daniel Winter, Lisa Wöhle.

GO 15 c, Hendrik Postmeyer

Florian Ahlers, Ronald Baranovski, Christian Beck, Jan Finkenbrink, Laura Hagel, David Haselbach, Jenny Helming, Michel Kersten, Marius Kohle, Mareike Loose, Wiebke Lühn, Jannik Rietmann, Katharina Sasse, Kathrin Schliemer, Anton Schwarz, Anton Stoll, David Vehr, Anna Wassenberg, Celina Weichert, Maren Weidlich, Marcel Westhoff, Lena Wübbel.

GO 15 d, Mike Hukriede

Lena Becke, Luke Blankemeyer, Frederike Bögel, Ann-Christin Geerdes, Leon Jasper, Felix Kottmann, Luisa Krone, Niklas Maas, Linda Miller, Lena Pörtner, Svea Pruß, Nikola Pünt, Niklas Reike, Dana Reinken, Jens Rohlmann, Torben Roling, Lara-Marie Sasse, Jan Scholz, Sarah Schubert, Lea Surmann, Esther Tegeder, Nico Uphues, Nina Uphues.

GO 15 e, Anja Arens-Fischer, Robert Menz

Marvin Albers, Robin Blömer, Anna Dobbe, Manuel Finke, Eduard Freye, Steffen Glose, Lea Grzeskiewicz, Leonie Jäger, Lennart Krone, Silas Langelage, Malte Lins, Nele Mausolf, Mariel-Sophie Meyer, Lena Niemann, Nora Schnittker, Jonas Spinneker, Nicole Sudermann, Jennifer Trosichin, Leonie Visse, Niklas Völlering, Julia Vorberg, Linus Vo.

GO 15 f, Melanie Leusbrock

Veronika Bilmaier, Michelle Buston Vega, Kim Clausmeier, Pia-Marie Elstrodt, Betty Kellinghaus, Vanessa Keseberg, Sara Kielar, Kathrin Kües, Sabrina Mainz, Nadine Manatos, Milena Mosolf, Pia Pauli, Lea Plum, Peter Schweigmann, Hermann Siering, Aileen Tebbe, Malvin Theising, Laura Trautmann, Rika Vismann.

GO 15 g, Steffen Dittmann

Tobias Aepkers, José Enrique Bergert Lipperheide, Susan Berlinger, Leon Büttner, Julian Deister, Sven-Lennart Goldschmidt, Julian Heskamp, Nele Hohdorf, Alina Kell, Esther Leson, Lea Niehoff, Leon David Reimann, Marie-Sophie Schmidt, Lukas Schossig, Jil Schwarz, Bennet Stroot, Alina Veerkamp, Laura Wagner, Julia Wenker, Theresa Westerhoff, Celina Willming, Lara Zwake.

GO 15 h, Dieter Eiter, Michael Bronswick

Sophia Bärtels, Tom Beckemeier, Henri Beckmann, Jona Breulmann, Marc Büscher, Adrian Flüthmann, Jan Luca Grade, Nico Gütt, Franziska Halstenberg, Katja Hassink, Yannick Hengelsberg, Jennifer Hollmann, Janice Kötting, Sina Krone, Gerrit Neumann, Henning Ostendorf, Phil Rethmann, Lena Marie Schomakers, Madita Siegbert, Sara Windoffer.

GO 15 i, Olaf Brockmann

Alena Albers, Katharina Bröker, Finn Determeyer, Mattis Giacobbe, Daniel Johannes, Yannik Kaiser, Louisa Kalkmann, Mirco Kellenberg, Maren Keller, Julian Robbe, Lea van Delden, Meike Veerkamp, Marius von Veen.

 
Quelle: IVZ Online, Henrika Huil, vom 17.06.2018 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/207920/45-schaffen-die-Eins-vor-dem-Komma, Zugriff am 22.06.2018)
 
 

 

Nach dem Abschluss des schulischen Teils der Fachhochschulreife dürfen 61 Absolventen der Hüberts’sche Schule aus Hopsten mit Optimismus ihren zukünftigen Lebensweg beschreiten. Das Fachabitur öffnet ihnen Türen in eine Zukunft mit vielen beruflichen Perspektiven.

 
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Ob ein Wechsel in die gymnasiale Oberstufe, Berufsausbildung oder Studium angestrebt werden, liegt nun in den Händen der jungen Erwachsenen. In den letzten zwei Jahren haben sie selbst beste Voraussetzungen dafür geschaffen.

Die Entlassungsfeier der Höheren Handelsschule am Freitag begann mit einem Wortgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Püsselbüren. Unter dem Thema „Steine“ wurden die Abiturienten und ihre Gäste von Pfarrer Jörg Zweihoff und Diakon Wilfried van Elten auf den Abend eingestimmt. Im Alten Gasthaus Wulf waren die Tische schon festlich gedeckt, doch vor dem Essen wurden die Gäste durch einige Redner zum Höhepunkt der Abschlussfeier begleitet. Der Schulleiter der staatlich anerkannten Privatschule, OStD Alfons Ahlers, bedankte sich bei Lehrern, Eltern und Schülern für die angenehme Zusammenarbeit.

Winfried Pohlmann, Bürgermeister der Gemeinde Hopsten, überbrachte die Glückwünsche der Verwaltung und gratulierte herzlich zum Bestehen der Prüfungen. Nun lägen zahllose Möglichkeiten zur freien Entfaltung vor den Jugendlichen. „Nutzen Sie die Chancen und machen Sie etwas aus Ihrem Leben“, sagte der Bürgermeister. Jahrgangssprecher Hendrik Lindemann bekam für seinen unterhaltsamen Rückblick auf die letzten zwei Jahre viel Beifall. „Die gesamte Stufe des Fachabiturjahrgangs 2016 ist zu einer kleinen Familie geworden“, berichtete er. Dazu hätten nicht zuletzt die Klassenfahrten beigetragen.

 Andreas Vortkamp, Abteilungsleiter der Höheren Handelsschule, hatte sich einige der gewählten Ausbildungsberufe der Absolventen angeschaut. Er verdeutlichte damit, wie flexibel das bisher geschaffene Fundament ist. Er verwies auf die aktuell gute wirtschaftliche Lage und legte den Berufsanfängern ans Herz, diese Zeit zu nutzen. Die Trendwende könne schneller kommen als gedacht. Nach Vortkamps Dank an alle am Erfolg Beteiligten hatten die Klassenlehrer das Wort: Sie riefen die Schüler zur Zeugnisverleihung auf die Bühne.

Natascha Bleck (HH16a) hoffte, dass sich der Lebenstraum ihrer Schüler erfüllt, Peter Meyer (HH16b) hatte einige kritische Anmerkungen und Heike Tlolka (HH16c) lobte ihre „Vorzeigeklasse“ mit zuverlässigen, höflichen, stets gut gelaunten und verantwortungsbewussten Organisationstalenten. Für ihre hervorragenden Leistungen wurden Meike Leuchtmann aus Hörstel (Notendurchschnitt 1,1), Lars Thörner aus Dreierwalde (1,3) und Leon Röttering (1,3) aus Spelle besonders geehrt.

Nach dem Essen übernahm ein DJ-Team aus Lingen die musikalische Gestaltung der Feier.

 

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61 Absolventen der Höheren Handelsschule in Hopsten:

HH 16 a - Klassenleitung: Annette Emons / Natascha Bleck
Tim Buschmann, Linus Elbers, Jannes Niklas Hache, Ricarda Hoff, Leon Hölscher, Tim Honekamp, Veronika Horoschko, Melis Kemali, Marvin Klein, Niklas Knieper, Philipp Köhring, Jannik Merting, Florian Modelmog, Florian Neufeld, Lena Niehoff, Smiljka Petrasevic, Lea Preuße, Kevin Rohn, Leon Röttering, Hannes Varel.

HH 16 b  - Klassenleitung: Peter Meyer / Jasmin Hohoff
Sarina Beyer, Rike Determann, Robin Werner Donnermeyer, Carina Froböse, Henrik Hirtz, Gerrit Hölscher, Jonas Kemme, Lukas Kleine, Nico Langelage, Hendrik Lindemann, Jannik Lütkemeier, Anna-Lisa Morkötter, Lukas Naundorf, Hanna Niemeyer, Lisanne Ostendorf, Lea Peters, Micha Sall, Lara Sandherm, Erik Schröer, Timon Wacker, Jana Winkler.

HH 16 c - Klassenleitung: Heike Tlolka
Gazmend Gashi, Jannik Gerhardt, Lora Gisbrecht, Jan Göcke, Jessica Hagemann, Leonard Jasper, Alexander Jaspers, Carolin Johannigmann, Sina Kitte, Leonita Krasniqi, Meike Leuchtmann, Leon Linnhoff, Jannick Menger, Carolin Mersch, Lars Meyer, Laura Mollen, Alina Pleie, Nadine Rolmann, Lukas Schulte, Lars Thörner.

Als beste Absolventen des Abschlussjahrganges wurden geehrt: Meike Leuchtmann, Hörstel 1,1; Leon Röttering, Spelle 1,3; Lars Thörner, Dreierwalde 1,3.

 

Quelle: IVZ Online, Brigitte Striehn, vom 24.06.2018 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/209043/Huebertssche-Schule-entlaesst-Absolventen, Zugriff am 29.06.2018)

 

 

Sehr viel zielstrebiger lässt sich ein Berufswunsch wohl nicht verfolgen. In dem beschaulichen Lünne wohnt die gerade siebzehnjährige Geigerin Anna Wassenberg, die in den nächsten Wochen als Jungstudentin ihren Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover antreten wird.

Hier bestand sie die Aufnahmeprüfung in die begehrte Klasse von Professor Elisabeth Kufferath, nachdem sie bereits vier Jahre als Jungstudentin an der HMT Rostock ausgebildet worden war.

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Bereits mit vier Jahren bekam Anna an der Musikschule des Emslandes ihren ersten Unterricht auf der Violine. Im Anschluss an ein Niederländisches Frühförderprogramm schaffte sie mit gerade mal acht Jahren den Sprung in die Klasse von Prof. Christiane Hutcap an der „Young Academy Rostock“, einem internationalen Zentrum für Hochbegabte. Bereits hier formulierte sie ihr angestrebtes Ziel mit einer Orchesterstelle in der Berliner Philharmonie (wo sonst?). „Es war ganz praktisch, dass meine Lehrerin einen zweiten Wohnsitz in Köln hatte, so mussten wir nicht ganz so weit fahren für die Unterrichtsstunden.

Chemie mit den Lehrern stimmt

Nur zu Prüfungen und Konzerten musste ich nach Rostock fahren“, sagt Anna. Nur die Zusatzfächer wie Musiktheorie und Klavierspiel gab es daneben am heimischen Herd. Bei Frau Hutcap blieb sie acht Jahre, hiervon vier Jahre als Jungstudentin, und ließ sich von ihr zu einer vielversprechenden Violinistin ausbilden. Für ein Jahr wechselte Anna dann zu Prof. Christoph Schickedanz nach Hamburg, und hat die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Hannover bestanden. „Ich hatte immer das Glück, Lehrer zu finden, bei denen die Chemie stimmte, aber auch der technische und nicht zu vergessen der musikalische Ansatz übereinstimmten.“ Zahlreiche Konzerte, Wettbewerbe und Auszeichnungen, aber auch viele Meisterkurse säumten seither ihren Weg. So gab es unter anderem den „Carl-Schroeder-Wettbewerb“ (mit Sonderpreis) oder gar den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Jugendkulturpreis 2012

In der Region hörte man Anna Wassenberg zum Beispiel als Solistin mit der „Jungen Ems-Dollart-Philharmonie“ oder mit dem „Lingener Kammerorchester“. 2012 erhielt sie den Kulturförderpreis der Gemeinde Sögel und den ersten Preis des Jugendkulturpreises „Talente 2012“ des Kulturforums St. Michael. Erst zwölfjährig trat sie beim Musikfestival „Sommer in Lesmona“ gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen als Solistin auf. Es folgte unter dem Motto „Gemeinsam für das Glück von morgen“ ein Auftritt mit dieser Besetzung auch in der Bremer Glocke.

 

Im Weltklasseorchester als Solistin

„Mit einem solchen Weltklasseorchester als Solistin zu spielen, das war unglaublich toll.“ Auch die Mecklenburgischen Festspiele finden sich in der Reihe beachtlicher Auftritte. Daneben besucht Anna regelmäßig Meisterkurse wie bei Prof. Igor Ozim und Prof. Christiane Hutcap und war auch bereits zweimal Teilnehmerin der „Young artists in residence“ am Grand Hotel Heiligendamm. Wichtig ist aber auch ein Instrument, das den sehr hohen Ansprüchen genügen kann. Geigen jedoch, deren Preise gerne einmal den eines Einfamilienhauses erreichen – das ist auf die Dauer ein großes Problem – sind in der Regel Leihgaben, die zum Beispiel bei einem Lehrerwechsel also auch wieder abgegeben werden müssen, so fehlt es Anna gerade an einer passenden Violine.

„U-21-Nationalmannschaft“ der klassischen Musik

Ein ganz besonderes Highlight ist für Anna Wassenberg seit 2015 die Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester (BJO), quasi die „U-21-Nationalmannschaft“ der klassischen Musik. Hier – anders als sie es als Solistin kennt – lernt sie auf allerhöchstem Niveau sich musizierend in dem Klangkörper zu bewegen; bislang stand sie als Solistin eher davor. Eine ganz neue und großartige Erfahrung begegnet ihr hier. Auch faszinieren sie die zahlreichen interessanten Projekte und internationalen Konzerte. „Wir sind sehr viel unterwegs.“ Es gab beispielsweise ein Konzert bei den Festspielen in Baden-Baden, bei denen das BJO zusammen mit Musikern der Berliner Philharmoniker unter dem berühmten Dirigenten Sir Simon Rattel spielen durfte. Gerade ist sie zurückgekommen von einem großen Projekt („Side by Side“) in der Berliner Philharmonie bei dem das „Koninklijk Concertgebouw Orkest“ (Amsterdam) zusammen mit Musikern des BJO konzertierten. „Das war sehr cool, es war unbeschreiblich.“

„Es läuft super“

Aber wie funktioniert dieses Engagement für die Gymnasiastin Anna Wassenberg? „Schule und Jungstudium muss vor allem gut geplant sein, viel Zeit bleibt nicht“, sagt sie. Das Abitur kommt am Ende dieses Schuljahres. Bis dahin ist Anna heilfroh über die großartige Unterstützung der Schule, der Lehrer und auch ihrer Mitschüler. „Auch wenn ich mal für drei Wochen weg war, gab es keine Probleme“, eher fragen die Lehrer, wie sie eventuell helfen können. „Es läuft super“, sagt sie, räumt aber ein, dass das nicht selbstverständlich sei.

Viel Unterstützung

Ein Kriterium für Hopsten als Schulort war dabei ganz sicherlich, dass es hier keinen Nachmittagsunterricht gibt. „Das war für mich zum Üben sehr viel praktischer.“ Inzwischen kann Anna nach der Schule allein mit dem Zug zum Unterricht fahren, als sie kleiner war, sind natürlich ihre Eltern mitgekommen. „Im Zug mache ich dann meine Hausaufgaben.“ Bis zu zweimal pro Woche muss Anna für Geigenunterricht, Theorie-, Klavier- und Kammermusikstunden nach Hannover. Zeitlich und auch finanziell ist dies ein gehöriger Aufwand, dem sie sich mit klarem Ziel vor Augen aber gern stellt. Und ja, ganz klar unterstreicht Anna Wassenberg, dass sie der Musik sicher nicht ihre Kindheit geopfert habe. Draußen spielen, Reiten, Ausgehen und Freunde treffen waren mit dabei. „Aber es ist für mich der größte Traum, später einmal im Orchester zu spielen, und dafür lohnt sich jede Mühe.“

 

Quelle: Peter Löning, NOZ Online vom 13.10.2017 (URL: https://www.noz.de/lokales/spelle/artikel/964290/17-jaehrige-anna-aus-luenne-auf-dem-weg-zur-grossen-karriere, Zugriff am 21.06.2018)

Hüberts‘sche Realschule bietet neuen Wahlpflichtbereich „Sport und Gesundheit“ an

Ein neues Alleinstellungsmerkmal im Regierungsbezirk Münster bekommt die Hüberts‘sche Schule in Hopsten, genauer der Realschulzweig, nach den Sommerferien. Erstmals wird für die künftigen Siebtklässler das Wahlpflichtfach „Sport und Gesundheit“ angeboten.

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Sport und Gesundheit als Wahlpflichtfach: Diese Sechstklässler der Hüberts’schen Realschule können es zum nächsten Schuljahr schon belegen. Konzept und Lehrplan hat ihr Lehrer Andreas Pätzholz (l.) entwickelt. Jan Schulze-Feldmann (r.), Abteilungsleiter Realschule, freut sich über das neue Angebot, dass im Regierungsbezirk Münster bislang einzigartig ist.

 

„Darauf sind wir stolz“, sagt Lehrer Andreas Pätzholz. „Selbst in ganz NRW kann man die Schulen, die diesen Schwerpunkt anbieten, an einer Hand abzählen.“ Der 32-Jährige unterrichtet Sport, Mathe und Politik und hat das Konzept federführend entwickelt und schulinterne Lehrpläne ausgearbeitet, die die Bezirksregierung – nach einem kleinen Schlenker über die Landesregierung – anstandslos genehmigt habe.

Die Idee für das neue Angebot wurde bereits vor gut eineinhalb Jahren geboren. Zum einen passt das Thema „Sport und Gesundheit“ prima ins Schulprofil. Schließlich ist der Sportabiturzweig der Gymnasialen Oberstufe inzwischen auf drei Klassen pro Jahrgang angewachsen. Zum anderen boomt die Fitness- und Gesundheitsbranche, sodass sich die Schüler eine solide Basis für ein breites Berufsfeld aneignen können. Beispielhaft nennt Pätzholz etwa die Physio- und Sporttherapie, Sport- und Fitnesskaufleute und ganz allgemein die medizinischen und pflegerischen Berufe.

Im Wahlpflichtbereich können die Schüler ab Klasse sieben individuelle Akzente setzen. Das gewählte Schwerpunktfach gilt als viertes Hauptfach und hat demnach auch bei der Versetzung denselben Stellenwert wie Deutsch, Mathe und Englisch. Selbstverständlich werden auch Klassenarbeiten geschrieben.

Spätestens an diesem Punkt dürfte klar sein, dass das neue Fach weit mehr ist, als zusätzlicher Sportunterricht. „Im Zentrum steht immer die Verbindung von Theorie und Praxis“, erklärt Andreas Pätzholz. So bekommen die Schüler in den beiden Praxisstunden pro Woche ganz neue Aufgaben. Sie müssen beispielsweise selbst Unterrichtseinheiten vorbereiten. In der Theorie tauchen sie altersgerecht in die Sportwissenschaft als Querschnittswissenschaft aus diversen Disziplinen ein. Dazu zählen etwa Geschichte, Medizin, oder Sport und Medien. Zentral ist immer die gesundheitliche Bedeutung des Sports. Es geht darum, die Funktionen des menschlichen Körpers zu verstehen. Die Schüler erhalten vertiefte Einblicke in den Bewegungsapparat, das Herz-Kreislaufsystem sowie die Ernährung und auch die Möglichkeiten den Körper zu trainieren, ihn schneller, stärker, beweglicher oder ausdauernder zu machen.

Das Wahlpflichtfach läuft von der Klasse sieben bis zum Abschluss der Realschule durch. Für den Teilbereich Gesundheit ist eigens eine neue Lehrerin eingestellt worden.

Und damit der Anschluss an die eigene Gymnasiale Oberstufe noch nahtloser klappt, plant Schulleiter Alfons Ahlers eine weitere Neuerung: Spätestens zum Schuljahr 2019/20 möchte er auch das Abitur mit Schwerpunkt Gesundheit anbieten. Dieser neue Zweig soll gezielt auf ein Studium der Gesundheitswissenschaften, Human- und Tiermedizin, Biochemie, Biologie und Pharmazie vorbereiten.

 

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, Anke Beiing, vom 23.03.2018

 

 

20. Lesewettbewerb des Kreisheimatbundes Steinfurt

 

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Reinhild Finke war hin und weg. „Ein so spannendes Finale hat es lange nicht mehr gegeben“, waren sowohl die Vorsitzende des Kreisheimatbundes Steinfurt als auch die neunköpfige Jury beeindruckt davon, wie vertraut Kinder und Jugendliche immer noch mit dem Plattdeutschen umgehen und auf diese Weise ihrer Heimat ein Stück regionale Ausdruckskraft verleihen.

Zum 20. Mal hatte der Kreisheimatbund zum Finale des im zweijährigen Rhythmus ausgerichteten Plattdeutschen Lesewettbewerbs eingeladen. 30 Schulen mit rund 500 Schülern aus dem gesamten Kreisgebiet hatten sich an den Vorausscheidungen beteiligt. 34 Mädchen und Jungen waren am Freitagnachmittag zur Endausscheidung ins Steinfurter Kreishaus gekommen, um in verschiedenen Altersstufen die Kreissieger zu ermitteln.

Und das war für die Juroren offenbar schwieriger als in den Vorjahren. Finke erklärte, dass die Jury diesesmal bewusst mit Frauen und Männern aus allen Teilen des Kreises Steinfurt (Ochtrup, Mettingen, Hopsten-Schale, Recke, Altenberge, Steinfurt, Mesum und Wettringen) besetzt worden war, um regionale Unterschiede in der Aussprache besser berücksichtigen zu können. Wertungspunkte gab es für die Leserichtigkeit, fürs Lesetempo, für Aussprache und Betonung und dafür, wie die Vorleser die Schwierigkeiten des Textes gemeistert haben.

Die Auswahl der Vorträge gestaltete sich „quer Beet“ – Döhnkes, Geschichtkes un Spüekskes von Annodunnemals bis zur Gegenwart, Heiteres und Besinnliches über „Een Fondü tau Poaschken“ oder etwa Geistreiches in einem Upsatz üöwer de Mensken.

Am Ende gabs zunächst einmal Applaus für alle Teilnehmer, die schließlich ja schon alle einmal als Sieger ihrer Schulwettbewerbe ganz oben auf den Treppchen gestanden haben.

Als Kreissieger in der Altersgruppe Klasse 1 bis 4 hat Piet Müller (Lengerich) vor Johannes Reidegeld (Ochtrup) und Linus Twickeler (Emsdetten) gewonnen. In der Gruppe Klasse 5 bis 8 war Timo Peters (Tecklenburg) vor Benedikt Abing (Recke) und Alina Niehaus (Mettingen) erfolgreich. Die Gruppe Klasse 9 bis 12 entschied Hannes Muntel (Hüberts'sche Schule, Hopsten) gefolgt von Hanna Huneke (Tecklenburg) und Frederike Westkamp (Emsdetten) für sich. Für alle Teilnehmer gab es Urkunden, für die drei Ersten zusätzlich noch ein Preisgeld.

„Der Kreis ist sehr stolz auf Euch“, klopfte zum Abschluss die stellvertretende Landrätin Gisela Köster den Kindern auf die Schulter. Rosalie Abbenhaus vom Schulamt zollte den Teilnehmern Respekt für ihre Motivation und ihre Bereitschaft, sich mit der Sprache auseinanderzusetzen.

Stephan Runde von der Kreissparkasse dankte im Namen der Sponsoren sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch den Eltern und Großeltern dafür, wie in den Familien ein Kulturgut gepflegt und damit erhalten wird. Diese Arbeit müsse in den Familien und Schulen unbedingt fortgesetzt werden.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom 05.03.2018, Dirk Drunkenmölle

 

 

Er räumte bei Günther Jauch eine Million Euro ab und ist Dr. der Psychologie: Der 29-jährige Leon Windscheid referierte nun vor Schülern der Hüberts’schen Schule über Angst - und wie man diese am besten in den Griff bekommt.

 
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Nicht nur die Inhalte, auch die Person Leon Windscheid beeindruckte die Schüler. Da war einer, der ihr Lebensgefühl kennt, sich duzen lässt und gleichzeitig zum Vorbild taugt.
 

Eloquent, kompetent und unterhaltsam präsentierte Dr. Leon Windscheid am Donnerstag in der Hüberts’schen Schule in Hopsten seine Tipps und Thesen zum Umgang mit Angst im Besonderen und zum Erkenntnis-Wert der Psychologie im Allgemeinen. Und selbst der promovierte Psychologe, der bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“ eine Million Euro abräumte, erinnert sich, dass ihn zu Schulzeiten einmal ein Angstgefühl aus dem Takt brachte. Damals sollte er im Französisch-Leistungskurs ein Referat halten.

„Angst ist eine Action-Emotion“, erläutert er. Das Herz fängt an zu schlagen, der Organismus läuft warm, bis schließlich der Körper einen in die Verfassung gebracht hat, dass man nur noch stottern möchte, einen hochroten Kopf hat und „zwei Schweißpfannkuchen“ unter den Achseln. Und dann ist man so damit beschäftigt, was der Körper da mit einem macht, dass man für Hirnleistungen total blockiert ist.

Frage: Warum bereitet unser Körper uns so schlecht auf die anstehende Aufgabe vor. Schuld daran ist nach den Ausführungen Windscheids unser „Ötzi-Hirn“. Ötzi musste jederzeit bereit und in der Lage sein, wegzulaufen, um sich zum Beispiel vor einem Bären zu retten. Denn der stellte für ihn eine echte Gefahr dar. Bären begegnen uns aber in unserem heutigen Alltag eher selten. Die Umweltbedingungen sind andere geworden und verändern sich in Höchstgeschwindigkeit weiter. Aber Evolution spiele seit der Entwicklung vom Urmenschen zum Homo sapiens keine Rolle mehr. „Evolution braucht Zeit und die geben wir ihr nicht mehr.“ Somit seien wir „mit einem Hirn unterwegs, das 300 000 Jahre alt ist“, so Windscheid. Die Welt entwickelt sich immer schneller. „Und wir laufen weiter mit einem Ötzi-Hirn herum.“

Was diese Erkenntnis nutzt, auch das vermittelte Windscheid den rund 500 Schülern der Hüberts’schen, die seinen Vortrag „Bye bye Psychoangst“ hörten. Er riet, zwischen guter und schlechter Angst zu unterscheiden. Gute Angst sei die, die vor realen Gefahren warnt und damit schützt. Der schlechten Angst dagegen liege gar keine reale Gefahr mehr zugrunde. Und man könne sein Hirn so trainieren, dass man ihm bestimmte schlechte Ängste abtrainiert. Zum Beispiel indem man sich dem Angstobjekt in kleinen Dosen nähert. Damit vor der nächsten Herausforderung der Angstschweiß ausbleibt.

Den praktischen Nutzwert des Werkzeugkastens der Psychologie brachte Windscheid den Schülern eindrucksvoll nahe und ermunterte generell zur Auseinandersetzung mit dem weiten Feld der Psychologie. Was die Psychologie für Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen, Essstörungen, Angststörungen etc. bereithält, könne jedem helfen, auch wenn man nicht von einer solchen Störung betroffen ist. „Die Grundlagen kann man nutzen, wenn man verstanden hat, was da passiert.“

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Erfrischend amüsant brachte Leon Windscheid den Schülern die Wissenschaft der Psychologie und deren praktischen Nutzen nahe.

 

Während körperliche Störungen aller Art öffentlich thematisiert werden („Da machen pupsende Muttis auf RTL Werbung für Joghurt gegen Verstopfung“), seien psychische Störungen noch immer tabuisiert, dabei seien jährlich 33 Prozent der Bevölkerung von einer oder mehreren psychischen Störungen betroffen. Hier müsse es ebenso selbstverständlich sein, sich Hilfe zu holen, wie mit einem gebrochenen Arm.

„Wir haben viele Schüler, die bald die Schule beenden und eine Ausbildung beginnen, oder die noch nicht wissen, was sie danach machen wollen“, sagt Lehrerin Annette Emons. Für sie könne es hilfreich sein, „einmal zu sehen, was könnten Werte in meinem Leben sein, was will ich eigentlich, wie gehe ich mit meinen Zielen um, wie schaffe ich es überhaupt, durch die Prüfungen zu kommen.“ Rüst- und Handwerkszeug für diese Weichenstellungen zu bekommen und sich auch selbst zu beobachten, wie funktioniert das bei mir, wovor habe ich Bammel und warum, das sei aus schulischer Sicht eine wesentliche Motivation gewesen, Dr. Leon Windscheid einzuladen, so Emons.

Bei den Schülern kam der 29-jährige Dr. der Psychologie gut an, das zeigten auch die vielen Fragen, die er im Anschluss an seinen Vortrag noch beantwortete.

 

Quelle: IVZ online, Cornelia Ruholl, vom 16.02.2018 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/191491/Leon-Windscheid-Angst-ist-eine-Action-Emotion)

 

 

Dr. Kurtgeorg Preuß hat sich noch kurz vor den Ferien als Weihnachtsmann an der Hüberts’schen Schule betätigt – allerdings ohne roten Mantel und Mütze. Im Gepäck hatte er kleine Geschenke aus Arusha/Tansania für die Sportabiturklasse GO16G, die zuletzt den „Lauf für das Licht“ organisiert hatte (wir berichteten). Die meisten der Batikarbeiten und Armreifen haben Eltern der Grundschüler dort eigens als Dankeschön für die Hüberts’sche Schule hergestellt. Es sei eine echte Partnerschaft entstanden.

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Das Foto zeigt im Vordergrund eine Batik mit dem Logo der Ernest-Meyner-School. Zur Erklärung: Prof E. Meyner war Chefarzt der Augenklinik Pforzheim. Er war der erste Förderer der Schule, ist allerdings bereits vor einigen Jahren verstorben.

 

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom 29.12.2017

 

 

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