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187 Abiturienten der Hüberts’schen bekommen ihr Zeugnis überreicht

Der Wettergott meinte es am Wochenende besonders gut mit den insgesamt 187 Abiturienten der Hüberts’schen Schule in Hopsten. Die Schülerinnen und Schüler aus den insgesamt neun Abschlussklassen der gymnasialen Oberstufe erhielten unter Corona-Bedingungen am vergangenen Freitag und Samstag in insgesamt drei separaten Veranstaltungen auf dem Kapellenplatz des Hopstener Breischen ihre Abschlusszeugnisse zum bestandenen Abitur.

Die große Sause, die sonst seit Jahren in den Lingener Emslandhallen stattfindet, blieb in diesem Jahr genauso aus wie schon im Vorjahr. Aber alle Beteiligten waren froh, überhaupt die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Übergabe der Zeugnisse – eingebettet in einem feierlichen Rahmen – zu haben. Für die 187 Entlassschüler heißt es nun: Leinen los und auf zu neuen Ufern.

Los ging die Feierstunde jeweils mit einem ökumenischen Gottesdienst, den der Hopstener Pfarrer Christoph Klöpper und die Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde, Elke Böhne, gemeinsam hielten. Beide beschrieben darin, wie aus jedem kleinen Samenkorn etwas Großes wachsen kann.

Nach einer kurzen Begrüßung der Schüler und deren Eltern durch Lehrer Jürgen Eiter sprach der Hopstener Bürgermeister Ludger Kleine-Harmeyer am Freitag ein Grußwort. Er wies darauf hin, dass Corona die Abschlussschüler fast die Hälfte ihrer Oberstufenzeit begleitet habe. Und es sei noch nicht vorbei. „Die Corona-Pandemie machte für Sie völlig neue Spielregeln nötig. Doch Sie haben es geschafft. Allen Widrigkeiten zum Trotz haben Sie ihr Abitur erreicht“, lobte der Bürgermeister.

Die Hüberts‘sche Schule habe es unter der Leitung von Alfons Ahlers geschafft, das Thema Homeschooling nicht als das Problem, sondern als die Lösung zu sehen, sagte Kleine-Harmeyer. Dafür sei er auch dem gesamten Kollegium dankbar. „Besteigen Sie den Berg nicht, um dort eine Fahne zu hissen, sondern wegen der Herausforderung. Bereisen Sie die Welt, damit Sie die Welt sehen können, nicht damit die Welt Sie sieht“, riet der Bürgermeister den Abschlussschülerinnen und -schülern.

Schulleiter Alfons Ahlers, gab den Schülern mit auf den Weg, mit Blick auf technologische Durchbrüche das Wort „ausgelernt“ am besten direkt aus dem Wortschatz zu streichen. „In einer Welt, in der innovative Technologien immer schneller berufliche Rollen verändern, vernichten und neue erschaffen, spielen Neugier, Lernfähigkeit sowie die Fähigkeit, sich schnell an neue Rahmenbedingungen anzupassen, in Zukunft eine herausragende Rolle“, erklärte Ahlers.

Unter den besonderen Bedingungen des Abiturjahrgangs von 2021 habe sich jeder Schüler durchkämpfen müssen und niemand habe aufgegeben. Jeder Schüler dieser Generation habe dadurch vielleicht mehr fürs Leben gelernt, als die anderer Generationen. Für Alfons Ahlers steht deshalb fest: „Corona-Abi? Das ist ein Prädikat und kein Makel.“ Er schloss mit einer Bitte: „Machen Sie aus Ihrem Leben etwas Besonderes. Und kommen Sie irgendwann mal auch wieder bei uns vorbei und erzählen uns, wie es Ihnen auf Ihrem Weg ergangen ist.“

Nachdem jeder Schüler einzeln nach vorne gerufen wurde, um von seiner Klassenleitung das Zeugnis in Empfang zu nehmen, stand zum Schluss noch die Ehrung der Schulbesten an. Diese wurde mit ein paar Zahlen zur Gesamtstatistik eingeleitet: Die 187 Abiturienten haben ihr Abi mit der Durchschnittsnote 2,29 bestanden. 57 dieser Abiturienten haben einen Abiturschnitt mit einer Eins vor dem Komma geschafft und vier Schüler haben mit der Traumnote 1,0 bestanden.

Zu den zwölf besten Abiturienten gehörten Valentin Ladynski aus Hopsten, Anton Popov und Esther Berghaus aus Spelle, Charlotte Albers und Anna Weber aus Lingen, Anastasia Danielczok aus Mettingen sowie Hanna Schmidt und Lia Wiermann aus Ibbenbüren. Die vier Schüler mit einem Abischnitt von 1,0 waren Dominik Thy aus Andervenne, Laura Lippold aus Tecklenburg, Anna Loch aus Hopsten und Marlon Tietmeier aus Mettingen. Mit der Ehrung endete der offizielle Teil der Schulentlassung. Corona ließ leider trotz stark gesunkener Inzidenzen noch immer keine offizielle Party für alle zu. Gefeiert haben dürften die Abiturientinnen und Abiturienten im Rahmen der Corona-Vorschriften ganz sicher dennoch. Einen Grund dazu hatten sie zumindest alle.

2021 GO18a
Abschlussklasse GO18a

2021 GO18b
Abschlussklasse GO18b

2021 GO18c
Abschlussklasse GO18c

2021 GO18d
Abschlussklasse GO18d

2021 GO18e
Abschlussklasse GO18e

2021 GO18f
Abschlussklasse GO18f

2021 GO18g
Abschlussklasse GO18g

2021 GO18h
Abschlussklasse GO18h

2021 GO18i
Abschlussklasse GO18i

Quelle: IVZ, Andreas Winnemöller, vom 22.06.2021

 

 

Höhere Handelsschule der Hüberts’schen in Hopsten: Einmal mehr lieferte der Kapellenplatz auf dem Breischen ein feierliches Ambiente für die Abschlussveranstaltung der Höheren Handelsschule der Hüberts’schen Schule Hopsten. 51 Fachabiturientinnen und Fachabiturienten erhielten ihr Zeugnis und starten jetzt in einen neuen Lebensabschnitt.

2021 HH19a
Die Abschlussklasse HH19a mit dem Klassenlehrer Peter Meyer (stehend 2.v.l.)

Es war in vielerlei Hinsicht eine Veranstaltung zum Dahinschmelzen. Zum einem lag das am herrlichen, aber doch auch heftig warmen Sommerwetter mit Temperaturen deutlich jenseits der 30 Grad-Marke. Zum anderen war es aber auch der feierliche und würdige Rahmen auf dem schönen Kapellenplatz auf dem Hopstener Breischen und die vielen Worte des Lobes, des Dankes und der gegenseitigen Wertschätzung, die es dem ein oder anderen Besucher warm ums Herz werden ließen.

51 Fachabiturienten der Höheren Handelsschule der Hüberts’schen Schule Hopsten wurden am vergangenen Freitag bei tollen Rahmenbedingungen die Abschlusszeugnisse überreicht. Obwohl an dem Tag noch die Maskenpflicht auch bei Freiluftveranstaltungen galt, konnte man zumindest in viele leuchtende Augen schauen, und das Strahlen im Gesicht trat so selbst unter der Maske durchaus zum Vorschein.

Anna Lindemann aus der HH19a war es vorbehalten, ihre Abikollegen, das Lehrerkollegium und die Gäste zu begrüßen. Nach dem sich anschließenden ökumenischen Gottesdienst, den Christoph Klöpper und Elke Böhne gemeinsam zelebrierten, sprach dann der Bürgermeister der Gemeinde Hopsten, Ludger Kleine-Harmeyer, zu den Gästen der Feierstunde.

Er gratulierte den Absolventen persönlich und auch im Namen der gesamten Gemeinde Hopsten. „Den wesentlichen Teil Ihrer zweijährigen Schulzeit hier haben Sie digital verbringen müssen. Viele sind dabei an Ihre Belastungsgrenze gekommen. Aber Sie haben die Herausforderungen angenommen und dürfen deshalb besonders stolz auf Ihre Leistungen sein“, versicherte der Bürgermeister den Fachabiturienten.

Die beiden Schülersprecher Carla aus dem Moore und Emanuel Herkenhoff hielten einen launigen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und zogen ihre eigene „A-BI-lanz“. Denn das Motto des diesjährigen Abschlussjahrgangs lautete „ABIlanz – aktiv gechillt, passiv gelernt“. „Das passte schon perfekt zu uns“, meinte die Schülersprecherin. Der ausdrückliche Dank ging in Richtung Lehrerkollegium: „Sie alle haben wirklich das Beste aus uns herausgeholt. Ihr großes Vertrauen in uns haben wir immer gespürt und dank Ihnen gelernt, dass wir an unseren Fehlern wachsen können. Vielen Dank für alles“, betonte Emanuel Herkenhoff.

Sein Vater sprach anschließend als Elternvertreter und ließ die Zuhörer an seinen Gedanken über die Bedeutung des Faultieres, das auf den Abi-Shirts zu sehen ist, teilhaben: „Mir ist klar geworden, dass ein Faultier nicht faul ist, sondern dass es sich perfekt an die besonderen Lebensbedingungen angepasst hat. Genau das habt ihr in den vergangenen eineinhalb Jahren auch getan – und zwar sehr erfolgreich. Nun steht Euch allen die Welt offen“, sagte der Elternvertreter.

2021 HH19b
Die Abschlussklasse HH19b mit der Klassenlehrerin Rita Ostermann (stehend 2.v. L.)

Andreas Vortkamp überbrachte anschließend seine Glückwünsche als Lehrer und Abteilungsleiter der Höheren Handelsschule. „Viele Schulen, so auch unsere Hüberts’sche, haben die Krise als Chance begriffen, den digitalen Wandel zu forcieren“, erklärte der Abteilungsleiter.

Dieses sei hier ein Stück weit auch deshalb möglich gewesen, weil viele Schüler sich in diesem Kontext auch persönlich sehr gut auf- und darauf eingestellt hätten. „Das Fundament, das Ihr Euch mit der Fachhochschulreife für Euer Leben gegossen habt, taugt für die unterschiedlichsten Bau- und/oder Lebenswerke. Ihr besitzt nun einen Abschluss, der Euch alle Türen im Leben öffnet“, versprach Andreas Vortkamp den Absolventen.

Nach der Ansprache des Abteilungsleiters übergaben die beiden Klassenleitungen – Rita Ostermann für die HH19b und Peter Meyer für die HH19a – die Zeugnisse an die erfolgreichen Absolventen. Hierfür wurde jeder einzeln nach vorne gerufen. Alle, die zur Prüfung angetreten waren, haben diese auch bestanden. Von den 51 Absolventen hatten 26 eine Zwei vor dem Komma der Durchschnittsnote.

Maximilian Stoll aus Fürstenau und Celina Röttger hatten bei der Durchschnittsnote sogar eine Eins vor dem Komma, genauso wie Norman Placke aus Freren und Emanuel Herkenhoff aus Ibbenbüren. Die beiden Letztgenannten wurden abschließend noch vom Schulleiter der Hüberts’schen Schule Hopsten, Alfons Ahlers, als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Mit der Ehrung und einem kurzen Schlusswort des Schulleiters endete der offizielle Teil der Entlassfeier.

Die meisten der Schüler dürften am Abend auch ohne offizielle Party noch mit einem Glas auf das Geschaffte angestoßen haben. Die geltenden Coronavorschriften ließen das in einem gewissen Rahmen ja durchaus zu und verdient hatten sie es sich alle Male.

Die Abschlussschüler der Höheren Handelsschule:
Leo Asmus, Carla aus dem Moore, Ben Baumann, Moritz Bergmann, Marlen Bergmeier, Lauerta Berisha, Muhammed Birlik, Luca Bockweg, Arne Bröring, Hanna Echelmeyer, Alina Enneking, Carla Feismann, Max Feldmann, Tim Glanemann, René Graw, Julie Marie Hachmann, Alina Heet, Emanuel Herkenhoff, Marwin Hoge, Tom Hollmann, Adrian Höving, David Kallert, Luca Klostermann, Jette Könning, Sven Köster, Chantal Kühtz, Anna Lindemann, Hanna Löcken, Jonas Lohuis, Enno Lütkemeier, Nele Menke, Tristan Mucker, Natchaphon Nari, Norman Placke, Jason Richter, Celina Röttger, Sandro Salgado, Fabian Schlütken, Saskia Schneiders, Mayra Schuckmann, Nico Seibt, Vjosa Shatri, Louisa Sommerkamp, Maximilian Stoll, Jule Strotmann, Noah Teders, Jonah Temmen, Johannes-Luis von der Heide, Niccolò Weingarten, Jonah Werremeier, David Winzen, Merve Yilmaz

 

Quelle: IVZ Online, Oliver Langemeyer, vom 20.06.2021 (URL: https://www2.ivz-aktuell.de/articles/125761/51-junge-menschen-erhalten-abschluss-der-alle-tueren-oeffnet, Zugriff am 22.06.2021)

 

 

Lehrer werden zu Lerncoaches: Die Corona-Pandemie hat den Lehrerberuf verändert, sagen fünf Pädagogen der Hüberts‘schen Schule in Hopsten. Und auch, wenn der Lernprozess anstrengend war, zurück in ihre Vor-Corona-Schule wollen sie nicht mehr.

IVZ Folgen der Corona Pandemie
Inzwischen sind sie alle geimpft und testen sich trotzdem noch regelmäßig - die Masken haben Schulleiter Alfons Ahlers (v.l.), und die Lehrer Katharina Diestel, Patryk Pakosch, Doris Bregen-Meiners und Anja Arens-Fischer dennoch nur fürs Foto abgenommen.

Klar, die Corona-Pandemie war auch für die Hüberts‘sche Schule in Hopsten eine riesige Herausforderung. Nach fast eineinhalb Jahren, die zunächst davon geprägt waren, schnell zu reagieren, worauf eine Phase des Ausprobierens folgte und danach schnell neue Standards entwickelt wurden, sind sich jedoch die meisten an der Schule einig: Sie wollen nach Corona auf keinen Fall wieder zurück in die Vor-Corona-Schule.

„Die Entscheidung, in der Digitalisierung weiterzugehen, stand schon vor Corona“, sagt Lehrerin Doris Bregen-Meiners. Allerdings seien viele Maßnahmen erst für 2022 geplant gewesen. Corona habe einiges beschleunigt. So hatten die Schüler an der Hüberts‘schen Schule schon im ersten Lockdown nach kurzer Zeit mindestens drei Videokonferenzen pro Tag. Immer freitags nach Unterrichtsschluss haben digitalaffine Lehrer in internen Mikroschulungen ihre nicht so technikbegeisterten Kollegen geschult. Das hat dazu geführt, dass an der Hüberts‘schen Schule im zweiten Lockdown der gesamte Stundenplan in Videokonferenzen vermittelt wurde. Zwischen durch gab es mal kurz Hybridunterricht mit einer halben Klasse zu Hause und der anderen Hälfte in der Schule. Das sei allerdings bei Lehrern wie Schülern nicht gut angekommen, erklärten jetzt fünf Lehrer beim Pressegespräch.

„Schön war, mal etwas anderes ausprobieren zu können“, sagt Lehrerin Anja Arens-Fischer. Zwar habe das Soziale schon ein wenig gelitten, doch alle hätten schnell gelernt, dass Gruppenarbeit auch online möglich sei. „Die Schüler haben die Möglichkeiten der Technik kennengelernt und ausgeschöpft“, erklärt Lehrer Patryk Pakosch. „Das eigenverantwortliche Arbeiten hat deutlich gewonnen“, ergänzt Schulleiter Alfons Ahlers. Lernrückstände sieht er bei seinen Schülern nicht – unabhängig von der Schulform. Die Abschluss- und Qualifizierungsklassen etwa hätten nach wochenlangem Distanzunterricht Klausuren in der Schule geschrieben, und das mit sehr guten Ergebnissen.

Für die Lehrer hatte der Distanzunterricht abgesehen von technischen Anfangsproblemen und gänzlich neuer Vorbereitung der Unterrichtsinhalte vor allem eine große Herausforderung: Sie mussten loslassen lernen. „Wir haben die Schüler viel eigenständiger Arbeiten lassen“, sagt Doris Bregen-Meiners. Statt frontal zu unterrichten, wechselte der Lehrer eher an die Seite des Schülers, war zwar präsent und ansprechbar, aber eben nicht vorne an der Tafel, sondern eher in der Position eines Lerncoaches. Wenn er sich etwa online in eine Gruppenarbeit schaltete.

Das Ganze sei ein Prozess gewesen, erinnert sich Doris Bregen-Meiners. Ein Prozess, innerhalb dessen die Lehrer gelernt haben, ihren Schülern mehr zu vertrauen, und die meisten Schüler, schnell gelernt hätten, mit ihrer neuen Freiheit umzugehen. „Einige sind in der Ruhe zu Hause deutlich besser geworden, weil sie für sich neue Lernstrategien entwickeln konnten“, hat Lehrerin Katharina Diestel beobachtet.

Wie sie auch nach Corona mehr auf individuelle Lernstrategien und individuelles Lerntempo eingehen können, darüber denken sie nun an der Hüberts‘schen Schule nach. Schulleiter Alfons Ahlers etwa sagt, er könne sich auch weiterhin gut digitale Phasen vorstellen. Da müssten sie dann mal schauen, inwieweit so etwas demnächst erlaubt sein werde Über die passenden einheitlichen Endgeräte dafür werden alle Hüberts‘schen Schüler spätestens ab dem Schuljahr 2022 verfügen. Seit dem vergangenen Jahr werden nämlich nur noch Tablet-Klassen eingeschult, und die Stufen acht bis zehn der Realschule ziehen auch sukzessive mit.

Zudem wünschen sich viele Lehrer an der Hüberts‘schen Schule künftig eine freiere Leistungsüberprüfung für ihre Schüler – weniger Klausuren, mehr Projektarbeit. Das selbstständige Arbeiten sei später in Studium und Beruf ein Vorteil. Ein ganz wichtig Aspekt sei in diesem Zusammenhang allerdings das Thema Kommunikation. „Dafür muss sich Schule wieder mehr Zeit nehmen“, sagt Doris Bregen-Meiners. Konflikte überhaupt anzunehmen und auszutragen, müssten viele erst lernen und dann auch noch üben, dabei sachlich und neutral zu bleiben. Auch das habe sich in der Gruppenarbeit gezeigt.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, vom 18.06.2021 (URL: https://www2.ivz-aktuell.de/articles/125328/die-corona-pandemie-an-der-huebertsschen-schule, Zugriff am 22.06.2021)

 

 

Einen stimmungsvolleren Rahmen hätten sich die Schulabgänger der Hüberts’schen Schule Hopsten kaum wünschen können. Auf dem Wallfahrtsplatz an der St.-Anna-Kapelle der Kirchengemeinde St. Georg strahlte die Sonne mit den Absolventen um die Wette – beste Voraussetzungen für eine schöne Schulentlassungsfeier trotz Corona-Pandemie.

2020 GO17g
Die Absolventen der Klasse GO17g (Sport) wurden von Verena Lagemann (li.) zum Abitur geführt.

Den ökumenischen Wortgottesdienst zelebrierten Pastor Christoph Klöpper von der katholischen Kirchengemeinde St. Georg und Elke Böhne von der evangelischen Kirchengemeinde Recke und Hopsten.

2020 GO17b
Abiturienten der GO17b (Betriebswirtschaftslehre).

Die Pfarrerin hatte Worte aus der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium gewählt, die Kraft geben sollten, alles Vertrauen in Gott zu setzen, offen und angstfrei zu bleiben. Böhne ermutigte die Jugendlichen, nicht hinter jeder Kuppe des Lebensweges eine Gefahr zu sehen. „In der Pandemie habt ihr Kraft und Fantasie bewiesen, bewahrt Euch die Fähigkeit, Neues zu entdecken“, so Böhne. „Jugend darf unbekümmert und sorglos sein“, hob sie hervor. Das Motto des Jahrgangs – „Hübi ex und weg“ – drücke dies aus.

2020 GO17c
Abiturienten der Klasse GO17c (Betriebswirtschaftslehre).

Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Eiter ging in seiner Begrüßung auf die besonderen Eigenschaften von Sportlern ein: Kameradschaftlicher Umgang, Leistungswillen, Fairness und Verantwortungsbewusstsein gehören dazu.

2020 GO17h
Mit ihrer Klassenlehrerin Christel Tepe-Rühlander (li.) haben die Schüler der Klasse GO17h (Sport) die gesteckten Ziele erreicht.

Bürgermeister Winfried Pohlmann wies auf große Chancen in Bereichen wie Klimaschutz, Energieversorgung, Flucht, Migration, Bekämpfung von Armut, Digitalisierung oder Gesundheitspolitik hin. Mitreden, Gestalten und kritisches Denken seien gefragt. „Unsere Demokratie ist darauf angewiesen, dass Menschen wie Sie sich einmischen“, gab er den Absolventen mit auf den Weg.

2020 GO17f
Die Abiturienten der Gymnasialen Oberstufe (Fremdsprachen), Klasse GO17f.

Die Schülervertreter Maja Schöpper und Michel Uphues erinnerten an Ereignisse der letzten drei Jahre, die im Gedächtnis haften bleiben werden. Dank der Corona-Krise hätten sie vor allem eines gelernt: „Das Leben ist nicht immer fair“, stellte Maja Schöpper fest. „Leute, denkt daran, aus jeder Krise geht man gestärkt hervor“, machte Michel Uphues Mut für die Zukunft.

2020 GO17e
Abiturienten der Klasse GO17e (Betriebswirtschaftslehre).

Am Samstag sprachen Elternvertreter Christian Lewe sowie die Schülervertreterinnen Melanie Lohmann und Viktoria Wagner beziehungsweise Paulina Närtker und Josefin Elisa Lewe zu der Festgemeinde. Sie gaben ebenfalls ihrer Freude über erreichte Erfolge Ausdruck und dankten ihren Lehrern und Eltern für die Unterstützung.

2020 GO17a
Abiturienten der GO17a (Betriebswirtschaftslehre).

Schulleiter Alfons Ahlers teilte mit, dass in diesem Jahr 196 Abiturienten die Hüberts’sche Schule mit dem Reifezeugnis verlassen, quasi als akademische Green Card oder Visum für eine glorreiche Zukunft. Darauf dürften sie stolz sein, denn es war Zielstrebigkeit nötig. Diese Eigenschaft werde weiterhin von großem Nutzen sein, ebenso wie Ausdauer, Beharrlichkeit, Mut und Zuversicht.

2020 GO17i
Elena Gersie (li.) freute sich bei der Zeugnisausgabe mit ihrer Klasse GO17i (Sport) über die erzielten Erfolge.

„In Ihrem nachschulischen Leben wird die Bedeutung des Faktors Zeit steigen“, sagte er voraus. Wie sich das auswirken könnte, stellte er an einigen Beispielen dar.

2020 GO17d
Abiturienten der Gymnasialen Oberstufe (Betriebswirtschaftslehre), Klasse GO17d.

Anschließend überreichten die Klassenlehrerinnen Zeugnisse und kleine Geschenke. Im Sport waren dies Elena Gersie, Christel Tepe-Rühlander und Verena Lagemann. Sie fanden persönliche Worte und wünschten allen Absolventen eine erfolgreiche Zukunft.

Die Sport-Abiturienten an der Hüberts’schen haben gleichzeitig die berufliche Qualifikation zum „Freizeitsportleiter“ erworben. Insgesamt 61 Schulabgänger haben einen Notendurchschnitt unter 2,0 erreicht, Kira Veeltmann, Sophie-Marie Reinel und Jonas Kuhl mit der Traumnote 1,0.

 

Die 196 Abiturienten der Hüberts’schen Schule 2020:
Ben Adomeit, Steffen Ahaus, Franziska Alex, Marvin Andres, Emily Baar, Johannes Basenau, Sven Bauer, Luisa Baune, Mirko Baune, Laura Becher, Carolin Berling, Jasmin Berling, Lisa Birke, Cedrik Böggemann, Patrick Bökers, Bente Bonnekessen, Ole Börsch, Aileen Brink, Carina Brinkkötter, Mika Brockmann, Niklas Brüggemann, Janos Bruns, Lea Büchter, Theresa Buitmann, Merle Bülte, Antonia Maria Büscher, Cornelius Anton Daemberg, Silas Dahle, Alexander Dall, Isabel Dieckmann, Jane Dieselkämper, Regina Dieser, David-Leon Dulle, Erik Egbers, Viola Englicht, Paula Evers, Anna-Lena Faß, Luca Fehren, Louisa Frehe, Malte Frister, Lennart Gels, Marie Geppert, Sabrina Gerken, Nils Göbel, Sophia Johanna Graß, Louisa Grave, Svenja Grave, Natalie Greve, Noelle Philine Greve, Paulina Grotemeier, Jason Grün, Marlon Hädrich, Lea Hagedorn, Kevin Hagemann, Leonie Hagemann, Charlotte Halstenberg, Pia Tamia Haukap, Anna Heidrich, Julian Heinz, Jens Hellmich, Noah Hemmelgarn, Chiara Charlott Henke, Lilli-Marie Hessler, Vanessa Hoffrogge, Sophia Holthaus, Doris Hörz, Teresa Huilmann, Marie Hütten, Tom Jäger, Janis Janßen, Tim Jansen, Pia Johannes, Pia Johannigmann, Tobias Jörlemann, Klara Junk, Katharina Junk, Thilo Niklas Kamphus, Marlin-Leander Kempker, Luisa Keve, Alina Klaas, Tim Kleber, Sabrina Kleine, Kevin Kleine, Jonas Klinkhammer, Paul Klemens Klostermann, Lena Koch, Patricia Korb, Lina Köster, Nele Krems, Ina Krüer, Anna Kues, Jonas Kuhl, Miriam Lambers, Maja Lambers, Aileen Ronja Lammers, Selina Lammerskitten, Sina Marie Lampe, Laura Langelage, Alina Leer, Josefin Lewe, Malin Leysieffer, Caroline Libawski, Janina Liedtke, Christina Lillge, Frederik Lindemann, Renée Linke, Melina Lohmann, Jule Marx, Dennis Menke, Anna Mersch, Meike Mersch, Melissa Moor, Susanne Müller, Charlotte Müllmann, Vaishnavi Murali, Paulina Närtker, Sina Niemann, Kai Niklas Niemeyer, Till Niemeyer, Leander Noack, Bennet Nyenhuis, Nele-Sophie Ostermann, Jannik Over, Sofia Pelle, Jan Penninggers, Greta Peselmann, Pascal Petruschka, Celine Piepel, Leon Pollmann, Vivien Polomski, Kian Pries, Maike Pünt, Sophia-Marie Reinel, Jacqueline Rembold, Mara Revermann, Alina Richter, Lasse Riehemann, Elisa Ripperda, Elena Robben, Jana Roling, Greta Runge, Arianna Sagidulin, Jan Sälker, Kai Sauer, Marie Schmees, Manuel Schnauber, Jette Schneider, Melina Schönig, Eric Schoppe, Anna-Lena Schoppe, Maja Schöpper, Jana Schortemeyer, Lars Schöttmer, Cedric Schrameyer, Michelle Schröder, Kirstin Schulz, Alisha Schümer, Fabian Skibinski, Lars Steinemann, Luisa Stermann, Anna Stockmann, Alexandra Suiver, Nele Teipen, Gesa Sophie Tenger, Moritz Thelen, Carla Thünker, Christina Thyen, Svenja Thyes, Jasmin Tischbierek, Leon Tölle, Jonas Trepohl, Stas Trot, Steffen Ungrun, Michel Uphues, Jan Uphus, Kira Veeltmann, Max Volkeri, Tobias Völlering, Viktoria Wagner, Christin Waller, Cornelius Watta, Nico Weber, Anna Weber, Vivienne Wenning, Lea Weßmann, Jonas Wesenberg, Jule Wilmes, Noah Winnemöller, Hannah Wobben, Alexander Wollenberg, Moritz Worthmann, Lea Wortmann, Jannis Wulfern, Meryem Yesildag, Alina Zilke.

 

Quelle: IVZ Online, Brigitte Striehn, vom 28.06.2020 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7642663/Schulentlassungen-an-der-Huebertsschen-Schule-fuer-196-Absolventen, Zugriff am 15.07.2020)

 

 

Für 47 Schüler und Schülerinnen der Hüberts‘schen Höheren Handelsschule fand am frühen Freitagnachmittag die Abschlussfeier auf dem Kapellenplatz in Hopsten-Breischen statt. Eine ungewöhnliche Kulisse, eine schöne Atmosphäre und ein toller Jahrgang, so war es allseits zu hören.

2020 HH18a
Die Absolventen der Klasse HH18a der Höheren Handelssschule.

„Wir haben schon sehr viele unterschiedliche Abschlussfeiern erlebt. In verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Gästen und Gastrednern. Die derzeitige Feier ist aber die mit Abstand ungewöhnlichste“, sagte Abteilungsleiter Andreas Vortkamp.

„Ich möchte es gerade in dieser Krisensituation nicht unterlassen, zu betonen, welch gutes Fundament ihr mit der FHR gegossen habt. Ein Fundament, das für die unterschiedlichsten Bau- und/oder Lebenswerke taugt. Lehre, Höhere Verwaltungslaufbahn, Studium – alle Türen wurden von euch geöffnet“, wandte sich Vortkamp an die Absolventen. „Taucht ab in das Meer der Möglichkeiten und lasst von euch hören!“

Auch Bürgermeister Winfried Pohlmann gratulierte den Abschlussschülerinnen und -schülern. „Ihre Zielstrebigkeit haben Sie mit dem erfolgreichen Abschluss unter Beweis gestellt“, so Pohlmann. Das öffne ihnen beruflichen und sonstige Lebensziele.

Schülersprecher Yannik Lüttmann erinnerte an zwei „unvergessliche Jahre, die uns und die Lehrkräfte geprägt haben“. Mitten in ihrem Lerndrang seien die Schüler von der Corona-Krise aus ihrer Routine gerissen worden.

Aber mit toller Unterstützung der Kirchengemeinde, der Lehrkräfte, und vieler technischer Möglichkeiten sei diese Zeit erfolgreich überbrückt worden.

Nach der Würdigung durch die Klassenlehrerinnen der Klassen HH18A und HH18B, die die gute Arbeitsatmosphäre sowie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Schüler lobten, überreichte Schulleiter Alfons Ahlers die Abschlusszeugnisse.

Eine Abschlussnote besser als 2,0 erreichten Luca Rekers, Halverde, Megan Marlene Rösch, Hörstel, Marie Pörtner, Thuine, Carolin Köbbermann, Dreierwalde und Theresa Hoff aus Freren. Die leistungsstärksten Schüler wurden besonders geehrt: Sarah Sparenberg aus Mettingen, Louisa Brandt aus Ibbenbüren und Yannik Lüttmann aus Hörstel.

2020 HH18b
Die Abschlussschülerinnen und Schüler der Klasse HH18b der Höheren Handelsschule.

 

Die Absolventen:
Ewald Bogmann
Dominik Börgel
Johanna Borgmann
Luisa Brandt
Vincent Brügge
Luca-Tobias Brüning
Stefan Büscher
Elias Claas
Leon Fischer
Daniel Fritzler
Emilia Gaus
Lina Geppert
Jessica Geringer
Sophie Hahn
Phyllis Heeke
Annalena Herbers
Natalie Hochweis
Theresa Hoff
Lara Hövelmann
Lennard Hülsmann
Hannes Hunsche
Elisa Victoria Jaspers
Carolin Köbbemann
Lea Kohlmeyer
Timo Kohne
Jule Krause
Robert Kuhl
Hanna Lucas
Yannik Lüttmann
Abina Mohanadas
Eva Motzki
Johannes Oelgemöller
Marie Pörtner
Lukas Pozdeev
Eric Rausch
Luca Rekers
Megan Marlene Rösch
Leon Sandl
Leonie Schoo
Lara Schulz
Sarah Sparenberg
Lene Stermann
Katja Thye-Moormann
Vivien Veltmann
Dennis Vogel
Leonie Zumbeel

Quelle: IVZ Online, Heinrich Weßling, vom 29.06.2020 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7642880/Abschlussfeier-der-Hoeheren-Handeslsschule-Gutes-Fundament, Zugriff am 15.07.2020)

 

 

Carla Fübbeker aus Laggenbeck ist eine von 15000 Bewerberinnen um ein Stipendium an der Universität Melbourne in Australien. Und sie ist eine von 50 Glücklichen, die tatsächlich eine volle Förderung über die dreijährige Ausbildung erhalten. Ab August wird Carla also Management in Down Under studieren. Dort ist sie aber schon seit etwa einem Jahr. In einem Gespräch mit Carina Tissen erzählt die 19-Jährige, was sie bisher dort gemacht hat und was ihre Pläne für die Zukunft sind.

2020 Carla Fuebbeker
Carla Fübbeker freut sich auf ihr Studium in Melboune. Das Foto entstand am Strand von Brighton.

Uns trennen acht Stunden Zeitunterschied. Wo genau steckst du gerade?

Carla Fübbeker: Momentan bin ich in Cairns, Queensland. Nachdem ich ein halbes Jahr als Au-pair in einer Gastfamilie in Melbourne war, bin ich auf Reisen gegangen, unter anderem nach Neuseeland. Zurück in Australien bin ich mit zwei Freundinnen ab Sydney die Ostküste mit dem Greyhoundbus entlang gereist. Da kann man ein- und aussteigen, wo man will. In Surfers Paradise angekommen, haben sich meine Freundinnen spontan dazu entschieden, wegen Corona heimzufliegen. Also reiste ich alleine weiter. Als ich in Airlie Beach ankam, traf auch mich Corona. Die Busse fuhren von heute auf morgen nicht mehr. Als sich die Situation etwas entspannte, reiste ich nach Cairns, komme aber aus dem Bundesstaat Queensland nicht mehr raus.

Am 12. Juni öffnen die Grenzen, und du kannst rechtzeitig zum Studienbeginn zurück nach Melbourne. Wie kam es überhaupt zu der Einschreibung?

Carla: Dank Corona. Das klingt zwar blöd, aber das Ganze hat mir was Gutes gebracht. Ich wollte mein Working-Holiday-Visum verlängern, weil ich gerne noch in Australien bleiben wollte. Dafür muss man 88 Tage auf einer Farm körperlich hart arbeiten, zum Beispiel Bananen pflücken. Wegen Corona gab es auf diesen Farmen aber ein Besuchsverbot. Ich habe mich in ganz Queensland beworben und keine einzige Rückmeldung bekommen. Die einzige Möglichkeit, die mir blieb, war ein Studium.

Stand ein Studium denn überhaupt mal auf deinem Plan?

Carla: Studieren wollte ich eigentlich schon immer. Ich habe 2019 mein Abitur an der Hüberts‘schen Schule in Hopsten gemacht. Ich fand es damals aber tierisch schwer, mich auf etwas Spezielles festzulegen. Die Zeit, die ich jetzt im Ausland hatte, war ein Selbstfindungstrip. Alleine leben und reisen hat mich verändert und ich bin dankbar für jede Erfahrung. Jetzt sehe ich einige Dinge klarer, und glaube, dass ich mit einem Managementstudium erstmal nicht so viel falsch machen kann, da es so universal einsetzbar ist. Vor allem habe ich das Glück, über das Stipendium gefördert zu werden.

Wer hat die Chance auf so ein Stipendium und was beinhaltet das?

Carla: Die Universität Melbourne ist die einzige Uni in Australien, die Stipendien vergibt, die die gesamten Studiengebühren von 140000 australischen Dollar abdecken. Und das auch nur an Spitzenschüler. Ich hab mein Abi zwar mit 1,0 bestanden, habe aber nie richtig geglaubt, dass ich eine echte Chance auf das Stipendium habe. Ein Studium in Australien wäre ohne aber gar nicht finanzierbar, also habe ich mich schon darauf eingestellt, dass ich bald nach Hause fliege. Aber eine Woche nach Bewerbung kam die Studienplatzzusage, noch mal drei Tage später die Zusage für das Stipendium. Mein ganzes Leben stand plötzlich kopf.

Das bedeutet für dich drei weitere Jahre in Australien. Was gefällt dir da so gut, dass du unbedingt bleiben willst?

Carla: Im Prinzip sind es drei Gründe. Zum einen das Klima. Ich hab lieber 40 Grad als zehn Grad und Regen wie in Deutschland. Zum anderen habe ich das Meer mit den wunderschönen Stränden direkt vor der Haustür. Da können Nord- und Ostsee nicht mithalten. Und nicht zuletzt hält mich die australische Mentalität. Hier wird gearbeitet, um zu leben und nicht andersrum. Jeder macht, was ihn glücklich macht. Das will ich nicht missen.

Gibt es denn wirklich gar nichts, was du an Deutschland vermisst?

Carla: Natürlich vermisse ich Familie und Freunde. Auch mein Hund fehlt mir – einfach das Zuhause-Gefühl. Und ich vermisse das deutsche Grillen. Schon solange ich hier bin, suche ich vergebens nach leckeren Grillwürstchen. Die gibt es wohl wirklich nur in Deutschland.

Seit einem Jahr ist Australien dein Zuhause und wird es nun für die nächsten drei Jahre bleiben. Glaubst du, du bleibst vielleicht sogar für immer?

Carla: Drei Jahre sind immerhin eine lange Zeit, in der ich mir ein Leben auf die Beine stellen werde. Und schon im vergangenen Jahr habe ich so viele Menschen, auch Australier, kennengelernt, die wie eine kleine Familie für mich geworden sind. Ich liebe es, im Nordosten Australiens zu sein, ich liebe das Meer und die Sonne. Ich will es also nicht ganz ausschließen.

Quelle: IVZ Online, Carina Tissen, vom 19.06.2020 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7641140/Auf-einmal-stand-Carlas-Leben-kopf, Zugriff am 30.06.2020)

 

 

41 Schüler des ersten Abschlussjahrgangs der Hüberts‘schen Realschule erhielten am Samstag bei herrlichem Frühsommerwetter auf dem idyllischen Wallfahrtsplatz auf dem Breischen ihre Abschlusszeugnisse überreicht.

2020 RS14a
Die Abschlussschüler der Klasse A der Hüberts‘schen Realschule freuten sich am Samstag ebenso über ihre Zeugnisse...

Um das Dasein als Laborkaninchen, den großen Sprung und Lebensträume ging es am Samstagnachmittag bei der Abschlussfeier des ersten Jahrgangs, der nun die Hüberts‘sche Realschule verlässt. Dafür hatten es die Organisatoren trotz Coronazeiten für alle richtig schön gemacht. 41 Schüler erhielten bei herrlichem Frühsommerwetter auf dem idyllischen Wallfahrtsplatz auf dem Breischen ihre Zeugnisse.

Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Christoph Klöpper und Pfarrerin Elke Böhne gemeinsam hielten, und den einige Schüler mitgestaltet hatten. Das Thema lautete: „Vor dem großen Sprung wagen wir einen Blick zurück.“ Entsprechend wurden gemeinsame Erlebnisse und schöne Erinnerungen aufgefrischt. Aber auch ein Moment der Stille für den Mitschüler, der vor einigen Wochen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, fehlte nicht. Ein aufgestelltes Foto symbolisierte, dass er in den Köpfen und Herzen aller auch beim Abschluss noch mit dabei war.

Nach dem Gottesdienst sprach zunächst Jonas Kleine-Harmeyer für die beiden Abschlussklassen. „Wir können alle stolz auf uns sein“, erklärte er und hoffte, „dass unsere Freundschaften nicht brechen“. „Beginnt mit voller Freude euren nächsten Lebensabschnitt“, wünschte Christoph Lütkehues als Elternvertreter, bevor Maike und Renée Hagemann Mitschüler, Eltern und Lehrer mit einem Gitarrenduett unterhielten. Bürgermeister Winfried Pohlmann überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung der Gemeinde Hopsten. „Für mich seid ihr etwas ganz Besonderes“, attestierte der Rathauschef den jungen Absolventen.

Jan Schulze-Feldmann, Abteilungsleiter Realschule, begann seinen Part mit dem Dank an die Schulleitung, seine Abteilungsleiterkollegin Verena Lagemann, das restliche Kollegium, die Sekretärinnen, den Hausmeister, die Eltern und die Schüler selbst. „Für mich geht heute ein Traum in Erfüllung“, erklärte er. „Für mich seid ihr Pioniere und ich bin unheimlich dankbar euch begleiten zu dürfen.“ Im Anschluss erzählte er die wahre Geschichte des Schauspielers Sylvester Stallone. Eine Erfolgsgeschichte über das hartnäckige verfolgen eines Traums trotz zigfachen Scheiterns. Dasselbe gab er seinen scheidenden Schüler mit auf den Weg: „Begrabt eure Träume nicht zu früh und nicht aus den falschen Gründen.“

Schließlich steuerte Schulleiter Alfons Ahlers noch einige aussagekräftige Zahlen bei. Demnach liegt der Notendurchschnitt in der Klasse A bei 2,2 (vier Schülern waren besser als 2,0) und in der Klasse B bei 2,3 (sieben Schüler waren besser als 2,0). 33 Schüler haben die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erhalten. „Damit können wir uns als Anfänger durchaus sehen lassen, glaube ich“, erklärte Ahlers, bevor es an die Zeugnisvergabe ging.

Folgende Schülerinnen und Schüler wurden für einen Notendurchschnitt von besser als 2,0 besonders geehrt: Bennet Berlage, Dreierwalde; Justus Burbrink, Hopsten; Meike Hagemann, Hopsten; Besmira Kelmendi, Hopsten; Jonas Kleine Haermeyer, Hopsten; Alicia Lage, Hopsten; Henning Rass, Hopsten; Laura Reich, Hopsten; Jannis Stroot, Hörstel; Fia Windmeier, Hopsten; Hanna Woltring, Hopsten. Den besten Notendurchschnitt im ersten Abschlussjahrgang der Hüberts’schen Realschule erreichte Alicia Lage.

2020 RS14b
...wie ihre Mitschüler aus der Klasse B. Fotos: Heinrich Weßling

Die Namen der Entlassschüler
RS14A:
Albers, Leon; Berlage, Bennet; Benighaus Eva; Budde, Felix; Dieckmann, Tjard; Faber, Louis; Freye, Finn; Gaschler, Kilian; Greß, Theresa-Sophie; Hagemann, Nina; Laumann, Sophie; Lütkehues, Mia; Lüttmann, Maxim; Rass, Henning; Reich, Laura; Stroot, Jannis; Vennemann, Felix; Verloop, Merein; Wermeling, Andreas; Wittmann, Johanna

RS14B:
Borgmann, Simon; Brinker, Nina; Burbrink, Justus; Engelbarts, Patrizia; Gradinar, Raul; Hachmann, Kim; Hagemann, Meike; Hagemann, Renée; Heeke, Philip; Hofhus, Lena; Kelmendi, Besmira; Kleine-Haermeyer, Jonas; Klostermann, Hans; Lage, Alicia; Lambrecht, Linus; Rutemöller, Maik; Schmidt, Vanessa; Storm, Anna-Lina; Torheyden, Merle; Windmeier, Fia; Woltring, Hanna

Quelle: IVZ Online vom 21.06.2020, Anke Beiing (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7641390/Glaubt-an-eure-Traeume, Zugriff am 23.06.2020)

 

 

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