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Die Höhere Handelsschule der Hüberts‘schen Schule hat nun 88 Absolventen mit dem Fachabitur verabschiedet. Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche.

2015 Abschluss HH

„Update – neuer Lebensabschnitt zu 99 Prozent geladen.“ Die Höhere Handelsschule der Hüberts’schen Schule Hopsten hat am Samstag in Lingen-Baccum 88 Absolventen mit dem Fachabitur verabschiedet.

Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche unter Leitung von Diakon Peter Grunwaldt und Pastor Hans-Gerhard Billker, vorbereitet von einer engagierten Schülergruppe. Die Themenstellung entsprach durchaus dem Denken und Sprachgebrauch der Fachabiturienten. Sie sorgten sich um das fehlende eine Prozent zum Neustart in den nächsten Lebensabschnitt. Die Theologen steuerten das Gleichnis von dem einen Schaf bei, das von den Hundert verloren gegangen ist. Wie wichtig es ist, dass alle mitkommen, machte Pastor Billker mit einem kleinen Puzzlespiel klar. Die Botschaft lautete: Gott sucht das verlorene Schaf, weil er alle liebt, aber wir können nicht immer 100 Prozent als Maßstab setzen. Wir dürfen uns freuen über Erreichtes, das Spiegelbild unseres ehrlichen Bemühens ist. Diese Botschaft wurde in den Gebeten, Fürbitten und Liedern vertieft. Die Famigo-Band aus Baccum unterstützte den Gottesdienst und setzte musikalisch 100 Prozent gute Maßstäbe.

Nach dem Fototermin ging es über die Straße zur Zeugnisausgabe, natürlich eingeleitet mit den Gruß- und Geleitworten der Gäste, Lehrer und Schülervertreter. Hopstens stellvertretender Bürgermeister, Franz-Josef Siering, überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Er ermunterte die Absolventen, nach ihrem Erfolg optimistisch die nächsten Ziele zu planen und anzugehen.

„Wir haben es geschafft“, stellten dann auch die Schülersprecher Jan Linnemann und Leon Dumschat stolz fest. Weil sie gelernt haben, dass der Mensch der Summe seiner Erfahrungen entspricht, blickten sie auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Praktika und Klassenfahrt gehörten sicher zu den Highlights. Besonders wichtig sei aber die Erkenntnis, dass man zwar einen persönlichen Berggipfel erreicht habe, aber noch manch neuer warte. Der Dank der Schüler galt den Eltern, Lehrern und guten Geistern der Schule. Das Bild der Bergbesteigung nahm auch der Leiter der Höheren Handelsschule, Andreas Vortkamp, auf. Klausuren verglich er mit Schneestürmen. Flipflop-Träger und Blümchenpflücker mussten vor dem Absturz bewahrt werden. Trotzdem erreichten vier Seilschaften (Klassen) das Ziel. Das mache stolz. Die Zahl der Absolventen mit der eins vor dem Komma sei leicht auf zwölf gestiegen. Sara Gomez, Sarah Lindemann und Jan Linnemann haben die 1,4 geschafft und wurden besonders geehrt.

Quelle: IVZ Online, Reinhard Bamming (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Der-erste-Berggipfel-ist-erreicht-_arid,474794.html,-Der-erste-Berggipfel-ist-erreicht-_arid,474794.html, Zugriff am 21.06.2015)

Die Hüberts‘sche Schule in Hopsten hat den Landessieg im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geholt. Preisverleihung ist am 22. Juni in Bonn. „Anders sein, Außenseiter in der Geschichte“, so lautete das diesjährige Thema.

2015 Geschichtswettbewerb GO14c

Anders sein, Außenseiter in der Geschichte: So lautete das diesjährige Thema des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Die Schüler der Klasse GO 14 C der Hüberts’schen Schule konnten sich damit gut identifizieren und sind mit ihrem Beitrag Landessieger in NRW geworden.

In Russland gehörten sie nicht richtig dazu, denn sie waren die Deutschen. In Deutschland sind sie die Russen. So erging und ergeht es zum Teil heute noch den Eltern und Großeltern der vier Schüler aus der Klasse GO 14 C der Hüberts‘schen Schule, die deutsch-russische Wurzeln haben. Ihre Biografien hat die Klasse jetzt gemeinsam erforscht und ist mit ihrer Arbeit „Das Gefühl immer anders zu sein – die Geschichte unserer Russlanddeutschen Mitschüler“ Landessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geworden.

Das Thema des Wettbewerbs, an dem sich bundesweit mehr als 5000 Schüler mit insgesamt 1563 Beträgen beteiligt haben, lautete „Anders sein, Außenseiter in der Geschichte“. „Das passte gut zu uns“, sagt Emily Ufelmann aus Spelle. Nachdem die Klasse hin und her überlegt hatte, womit sie sich in ihrer Arbeit beschäftigen könnte, hatte sie die Idee geliefert, mit der sich alle anfreunden konnten. „Ich war immer anders: in Russland die Deutsche, in Deutschland die Russin“, hatte Emilys Mutter in einem Gespräch erwähnt. Sicher nicht ahnend, dass dieser Satz ihre Tochter und deren Mitschüler ein gutes halbes Jahr beschäftigen würde. „Das Thema sollte einen historischen und zudem regionalen oder biografischen Bezug haben“, erklärt Kirsten Hemesath, die in der Klasse Geschichte unterrichtet und das Projekt betreute. Das Thema passte also perfekt.

Der 45-minütige Beitrag, den die Schüler mithilfe des Präsentationsprogramms „Prezi“ erstellt haben, steht auf drei wesentlichen Säulen. Zum einen haben die vier Schüler mit russlanddeutschem Hintergrund ihre Familiengeschichten aufgearbeitet. Sie haben ihre Eltern und Großeltern befragt, Familiendokumente und Fotos zusammengetragen. Emilys Großvater hat sogar ein Interview als Zeitzeuge gegeben. Ergänzt hat die Klasse die persönlichen Geschichten durch einen Abriss des historischen Hintergrunds seit Katharina der Großen, die als Zarin im 18. Jahrhundert tausende deutsche Bauern mit der Aussicht auf Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über ihr Land nach Russland lockte. Die dritte Säule des Beitrags der Elftklässler bilden Kurzinterviews mit einigen Schülern. Die Vier mit deutsch-russischen Wurzeln beantworten die Frage: Fühlt ihr euch anders? Vier andere Mitschüler erklären, ob sie die vier anders sehen. Ergebnis: Im Grunde gibt es keine Unterschiede. Jedoch gab es auch innerhalb der Klasse das eine oder andere gängige Vorurteil, bevor sich die Schüler eingehend mit dem Thema beschäftigten. Am Ende standen Fragen wie: Ist anders sein schlimm, oder sogar wünschenswert? Oder: Wie wirkt sich unsere Arbeit auf unseren eigenen Umgang mit anderen aus?

Und „Arbeit“ ist ein gutes Stichwort, denn davon hatten die Schüler bis zum fertigen Wettbewerbsbeitrag jede Menge. Aber sie hat sich gelohnt, nicht nur wegen des Sieges. „Auch das Verständnis untereinander hat sich positiv verändert“, sagt Philipp Vorwerk (17). „Als wir abgegeben hatten, waren wir erleichtert – jetzt sind wir stolz“, fasst Kirsten Hemesath zusammen.
Die feierliche Preisverleihung ist am 22. Juni im Haus der Geschichte in Bonn.

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Huebertssche-Schule-holt-Landessieg-im-Geschichtswettbewerb-_arid,473277.html,-Huebertssche-Schule-holt-Landessieg-im-Geschichtswettbewerb-_arid,473277.html, Zugriff am 11.06.2015)

 

Update: Die im Beitrag erwähnte Prezi-Präsentation:

Die Sportabiturklasse der Hüberts‘schen Schule hat ein dickes Dankeschön-Paket aus Tansania erhalten. Denn ein großer Teil des Erlöses aus dem dritten „Lauf für das Licht“ ging diesmal an eine neue Grundschule in Arusha.

Traditionelle Gewänder, riesige bunte Tücher, aus Holz geschnitzte Löwen und sogar ein Speer und ein Schild – die Sportabiturklasse der Stufe zwölf der Hüberts‘schen Schule staunte nicht schlecht, als sie die großen Kartons aus Tansania öffnete. Der Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß hat sie aus Arusha mitgebracht. Sie sind ein Dankeschön. Ein großer Teil des Erlöses aus dem dritten „Lauf für das Licht“ ging diesmal an eine neue Grundschule. Die Eltern der Kinder haben die Geschenke für die deutschen Schüler eingepackt. Der Osterhase kommt für die Hüberts‘schen Schüler also diesmal aus Arusha.

Angefangen hat alles 2012. Damals suchte die erste Sportabiturklasse mit Lehrer Dietmar Popp ein Projekt. Die Sportklassen müssen in ihrer Schulzeit eine Sportveranstaltung organisieren. Das gehört zum Lehrplan. Über persönliche Verbindungen entstand der Kontakt zu Dr. Kurtgeorg Preuß, der seit Jahren ehrenamtlich Menschen in Arusha am Grauen Star operiert. Voilà, der Sponsorenlauf war geboren, der Spendenzweck festgelegt.

Gleich die erste Auflage war ein großer Erfolg. Die Spendensumme lag bereits knapp im fünfstelligen Bereich. Ein Jahr später erliefen die Schüler mehr als 11 000 Euro, beim dritten „Lauf für das Licht“ waren es unfassbare 17 000 Euro. Unter den Sportklassen ist ein regelrechter Wettbewerb entbrannt, das jeweilige Vorjahresergebnis zu toppen. Die Menschen in Arusha – das liegt im Norden Tansanias auf dem Gebiet der Massai – freut‘s ganz bestimmt.

Seit einiger Zeit hält die Sportklasse der Stufe zwölf zusammen mit Klassenlehrer Thomas Feldkämper nun auch Kontakt mit der Grundschule in Arusha, die auch dank ihrer Spenden, gebaut wurde. „Wir haben schon zu Weihnachten Grüße geschickt und ein Foto zurückbekommen“, erzählt Klassensprecher Jannik Transier und berichtet von den nächsten Plänen der noch jungen Grundschule. „Es sollen Unterkünfte für die Mädchen gebaut werden, damit sie in der Woche dableiben können.“ Denn ansonsten würden sie doch immer wieder von ihren Eltern bei der harten Feldarbeit eingespannt. Dass Mädchen zur Schule gehen, ist in Teilen Tansanias eben noch nicht selbstverständlich.

Aus den Geschenkpaketen hat sich jeder der Hüberts‘schen Schüler eines der bunten Gewänder oder ein schönes Tuch ausgesucht. Alles andere soll in der Schule öffentlich ausgestellt werden. Denn die Gegenstände erzählen spannende Geschichten aus Tansania. Löwen etwa hätten in dem afrikanischen Land eine große Bedeutung, erklärt Lehrer Dietmar Popp. Deshalb haben die Eltern der Grundschüler das geschnitzte Löwenpaar eingepackt. Und deshalb sind auch Speer und Schild mit nach Deutschland geflogen. Denn damit werden in Tansania die männlichen Massai-Teenager in die Savanne geschickt, um einen Löwen zu erlegen, erzählt Popp. Wenn sie zurückgekommen, sind sie offiziell Männer.

Dieses Ritual soll verlässlichen Quellen zufolge an der Hüberts‘schen Schule übrigens nicht übernommen werden. Die Sportabiturklassen bleiben doch lieber bei ihrem eigenen Erfolgsmodell. Um die Tradition fortzusetzen und auch den Kontakt nach Arusha zu intensivieren, sind die Zwölfer aber bereits dabei, den Staffelstab an die nächste Sportabiturklasse weiterzureichen.

Geschenke aus Tansania: Mehr als 17000 Euro haben die Schüler der Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule im vergangenen Jahr bei ihrem „Lauf für das Licht“ eingenommen. Erstmals wurden von dem Geld nicht nur Augen-OPs in Tansania unterstützt, sondern auch eine neu gegründete Schule. Von dort kam nun ein dickes Paket als Dank.

Dank der Spende aus dem Sponsorenlauf der Hüberts'schen Schule aus dem vergangenen Jahr, hat Arusha nun auch eine neue Grundschule. Der Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß und die beiden Schulen stehen in regelmäßigem Kontakt.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Der-Osterhase-wohnt-in-Arusha-_arid,450555.html,-Der-Osterhase-wohnt-in-Arusha-_arid,450555.html)

Beim achten Azubi-Trainingslauf hat die Hüberts‘sche Schule in Hopsten gleich sechs von acht Finalisten gestellt. Die 18-jährige Samantha Ruban durfte sich über den Sieg freuen und erhielt für Platz eins ein Preisgeld von 1000 Euro.

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„Weiß ich noch nicht“ – Samantha Ruban hat noch keine Vorstellung, was sie mit den 1000 Euro anfangen wird, die sie mit ihrer Bewerbung verdient hat. Die 18-Jährige von der Hüberts’schen Schule in Hopsten hat den Azubi-Trainingslauf 2014 und damit das vierstellige Preisgeld gewonnen.

Zum achten Mal hatten einige große Unternehmen das Bewerbungstraining angeboten. 40 Schulen nahmen teil, 762 Bewerbungen lagen den Profis zur Prüfung und Begutachtung vor. Eine echte Herkulesaufgabe, denn jeder Bald-Azubi erhielt ein mehrseitiges individuelles Prüfergebnis: Was ist gut, was kann noch besser werden in der Bewerbung? Insgesamt verfassten die Experten 3435 Feedback-Seiten, wie Alexander Petrowsky, Personalchef des Kommunikationsunternehmens buw jetzt während der Abschlussveranstaltung sagte.

Das Unternehmen hatte den Azubi-Trainingslauf 2007 ins Leben gerufen. Mehr als 7000 Jugendliche haben seither an mehreren buw-Standorten wie Münster, Leipzig, Halle oder Schwerin teilgenommen. „Ich war regelrecht begeistert von der Idee“, sagte Osnabrücks Oberbürgermeister und Schirmherr des Wettbewerbs Wolfgang Griesert, bevor er half, den Siegern unter den 762 Teilnehmern Urkunden und Schecks auszuhändigen.

Samantha Ruban war überrascht vom ersten Platz. „Meine Bewerbung war gar nicht so gut, eine Drei nur“, sagte sie. Aber im anschließenden Assessment-Center – einem Testlauf mit unterschiedlichen Aufgaben – überzeugte sie so sehr, dass sie mit der Gesamtnote 2,16 Platz eins eroberte. Platz zwei erreichte Jan Nölke vom CJD-Gymnasium Versmold mit der Note 2,3 (Preisgeld: 500 Euro), Dritte wurde Lea Bratek, ebenfalls von der Hüberts’schen Schule aus Hopsten (Note 2,8, 250 Euro).

Die Schule stellte sechs der acht Finalisten des Wettbewerbs. Die Weiteren heißen: Kevin Surmann, Til-Oliver Merge, Pia Johannemann und Vanessa Schulte. Siegerin Samantha Ruban weiß schon, was sie nach dem Fachabitur in diesem Sommer machen wird: eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Hörgerätefirma auric in Rheine.

Dass erneut Schülerinnen der Hüberts’schen Schule in Hopsten die besten Bewerbungen abgeliefert hatten, ist kein Zufall. In den Ranglisten der vergangenen Jahre war die Schule stets mit vorderen Plätzen vertreten. „Es ist Teil des Lehrplans, eine Bewerbung zu schreiben“, erklärte Informatik-Lehrer Jens Holtgrave. Der Trainingslauf sei „einfach optimal“ für die Schüler, weil sie direkte Rückmeldung von Personalverantwortlichen aus den Firmen erhielten. „Unsere Schule legt großen Wert auf Praxisnähe“, sagte Holtgrave.

Mit 125 Teilnehmern landete die Hopstener Schule auf Platz vier der Schul-Rangliste, was die Anzahl der Bewerbungen angeht. Die meisten Teilnehmer (134) kamen 2014 von der Hauptschule Bramsche, die dafür ebenfalls ein Preisgeld von 1000 Euro einheimste. Die Bramscher behaupteten sich nur knapp vor der Berufsbildenden Schule am Pottgraben, die 132 Bewerber und damit nur zwei weniger ins Rennen schickte. Auf Platz drei steht die Gesamtschule Schinkel mit 132 Teilnehmern.

 

Quelle: IVZ Online, Wilfried Hinrichs (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-1000-Euro-fuer-Samantha-Ruban-_arid,428981.html, Zugriff am 08.02.2015)

Mit einem Vorstellungsgespräch ist es heute für Bewerber um einen Ausbildungsplatz in mittelständischen und großen Unternehmen oft nicht getan. Die Amazonen-Werke trainierten deshalb nun Schüler der Hüberts’schen Schule fürs Assessment-Center.

 
Mit Tesafilm, zwei Luftballons, Brotpapier und einem Faden klamüsern drei Schülergruppen der Jahrgangsstufe zwölf der gymnasialen Oberstufe der Hüberts’schen Schule daran herum, wie sie wohl am besten ein rohes Ei sichern könnten. Und zwar so, dass man es anschließend draußen aus 2,50 Meter Höhe auf das Pflaster fallen lassen kann, ohne dass es Schaden nimmt. René Hüggelmeier, Personalleiter der Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste, hat den Schülern im Voraus erläutert, worum es bei der Übung geht, worauf in einer echten Bewerbungssituation bei einem solchen Spiel geachtet wird: Wer bringt sich konstruktiv ein, wer moderiert das Miteinander, wer hat kreative Ideen, wer ist teamfähig. Es geht darum, wer mit seinen Fähigkeiten konstruktiv zum Erfolg der Gruppe beiträgt. Und natürlich weiß Hüggelmeier längst, wie die optimale Lösung aussieht. Er glaube kaum, dass ein Ei heil bleibe, lässt er die Schüler auf dem Weg nach draußen wissen.
Das Spiel mit dem Ei, eine Konstruktionsübung, ist Teil eines eintägigen Assessment-Center-Trainings, für das Vertreter der Personalabteilung des Unternehmens in die Schule kommen. Sie bereiten die Schüler mit diesem Training vor auf das, was sie oft erwartet, wenn ein Unternehmen, bei dem sie sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben, sich für sie interessiert und sie einlädt.
Dass ein Bewerber mit dem entsprechenden Abschluss und guten Noten in der Lage ist, die fachlichen Kenntnisse zu erlernen, „davon gehen wir aus“, sagt Hüggelmeier. Aber ob er auch ins Team passt, das will man am Auswahltag herausfinden. Und damit die Schüler in einem solchen Assessment-Center wissen, worauf es ankommt und somit erfolgreich sein können, wird das Ganze in der Schule trainiert.
Ganz wichtig sei aus Sicht der Schule, dass es hier nicht um Unternehmenspräsentation gehe, sondern um das Training der Schüler für ihre Bewerbungen, sagt Lehrerin Anja Arens-Fischer, die Koordinatorin für Studien- und Berufsberatung an der Hüberts’schen Schule ist. Gemeinsam mit Oberstufenkoordinatorin Doris Bregen-Meiners erläutert sie den Sinn des Trainings aus schulischer Sicht.
Die Schule schaue bewusst danach, was für die Schüler sinnvoll sei. So sei die Zusammenarbeit mit Amazone, mit der man nun ein Jahr lang positive Erfahrung gesammelt habe, nur ein Mosaikstein. Sehr erfolgreich beteilige sich die Schule schon seit Jahren auch am von der buw-Unternehmensgruppe in Osnabrück initiierten Azubi-Trainingslauf“, der ebenfalls ein Bewerbertraining ist. Wichtig sei im einen wie im anderen Fall das Feedback aus den Unternehmen für die Schüler.
Ein solches Feedback bekommen die Schüler auch bei jedem Assessment-Center-Training. Was war gut, woran muss man noch arbeiten. Davon profitieren alle. Der Amazone-Personalleiter, der auch als Dozent an der Fachhochschule Osnabrück tätig ist, spricht von einer „win-win-Situation“. „Wir lernen die Schüler kennen und sie wiederum bekommen einen ersten Eindruck davon, was sie in der Ausbildung oder im Dualen Studium erwartet.“
Übrigens: Tatsächlich blieb am Ende der Konstruktionsübung keines der Eier beim Aufprall auf dem Boden heil. Aber die Mühen dürften sich im Sinne einer glatteren Landung im Berufsleben dennoch gelohnt haben.
 

Beim Sponsorenlauf der Hüberts'schen Schule konnten die Teilnehmer einen neuen Rekord aufstellen. Mehr als 17 000 Euro haben die Schüler für Projekte in Tansania erlaufen.

Eine Klasse, eine Mission, ein neuer Rekord: Für den dritten „Lauf für das Licht" hatten sich die Schüler der Sportabiturklasse der Hüberts'schen Schule ein kühnes Ziel gesetzt. Sie wollten die Spendensumme ihrer Vorgänger – immerhin stolze 11 000 Euro – übertreffen. Das haben sie geschafft. Und wie. Mehr als 17 000 Euro haben die Schüler aller drei Schulen des Hopstener Schulzentrums Mitte September erlaufen. Das Geld fließt in zwei verschiedene Projekte in Arusha, Tansania.

„Das ist gigantisch", sagt Dr. Kurtgeorg Preuß, der den symbolischen Scheck am gestrigen Mittwoch entgegennahm. Der Mettinger Augenarzt fliegt seit 15 Jahren regelmäßig nach Arusha, um dort ehrenamtlich Menschen am Grauen Star zu operieren, ihnen also ihr Augenlicht zurückzugeben. „Eine Operation kostet etwa 40 Euro", erklärt er. Zudem werden von dem Geld notwendige Materialien gekauft. Künstliche Linsen etwa, Naht- und Verbandsmaterial. „Das ist auf jeden Fall ein Riesendepot, das wir jetzt haben", freut sich Preuß über die hohe Summe. Neu ist, dass diesmal auch ein Teil des von gut 1000 Schülern erlaufenen Geldes in ein Schulbauprojekt in Arusha fließt. Die Komponente „Schüler für Schüler" gefällt dem Arzt dabei noch einmal besonders gut. Anfang Februar fliegt Preuß wieder nach Afrika.

„Wir hätten niemals erwartet, dass wir so eine Summe schaffen", sagt Jannik Transier, Sprecher der Sportklasse. Allerdings sei die Organisation doch aufwendiger gewesen, als erwartet, ergänzt Milena Brüggemeier. Ein gutes halbes Jahr haben sich die Schüler zusammen mit ihrem Klassenlehrer Thomas Feldkämper mit dem Projekt beschäftigt. Die Organisation einer Sportveranstaltung gehört bei den angehenden Sportabiturienten zum Lehrplan. Kleingruppen haben sich jeweils um Teile der Vorbereitung des Sponsorenlaufs gekümmert und auch die Nachbereitung gehörte zum Projekt. „Das hat noch eine ganze Weile gedauert", sagt Feldkämper. Die Klassenlehrer haben das Spendengeld in ihren Klassen eingesammelt, anschließend wurde alles auf das Spendenkonto eingezahlt. Währenddessen haben die Sportschüler für die Klasse im nächsten Jahr eine Präsentation mit wertvollen Tipps zusammengestellt. „Damit sie es nicht so schwer haben", sagt Jannik Transier. Gut so, schließlich treten sie in große Fußstapfen.

Den Sponsorenlauf haben die Hüberts'schen ebenso wie die Haupt- und Realschüler übrigens sehr ernst genommen. Offenbar war der Ehrgeiz der Sportklasse ansteckend und hat viele zu beeindruckenden Leistungen motiviert. So ist Niklas Andres elf Runden, das entspricht etwa 22 Kilometer, gelaufen. Louisa Meyer – beide sind in der Jahrgangsstufe 13 der Hüberts'schen Schule – stand ihm mit neun Runden kaum etwas nach. Und Matthias Büchter überzeugte durch eine besonders erfolgreiche Mischung aus Sponsorenakquise und Rundenzahl. Er allein hat mehr als 500 Euro zur Gesamtspendensumme beigesteuert.

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Sportler-pulverisieren-alten-Rekord-_arid,405077.html am 20.11.2014)

Knapp 1000 Schüler haben sich am „Lauf für das Licht" der Hüberts'schen Schule beteiligt. Das gesammelte Geld soll der Arbeit des Mettinger Augenarztes Dr. Kurtgeorg Preuß zugutekommen, der Menschen in Tansania operiert.

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Sie schwitzen. Und wie sie schwitzen. Runde um Runde um Runde laufen knapp 1000 Schüler, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Dafür kommt sogar die Sonne noch einmal heraus und strahlt auf den „Lauf für das Licht" hinab, den die Sportabiturklasse der Jahrgangsstufe zwölf der Hüberts'schen Schule organisiert hat. Ein gutes Omen.

Ziel der Schüler ist es, mit dem Sponsorenlauf Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Neben der Hüberts'schen Schule beteiligen sich in diesem Jahr auch Teile der St.-Georg-Hauptschule und der Ketteler-Realschule am Lauf. Das gesammelte Geld soll der Arbeit von dem Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß zugutekommen, der Menschen in Tansania am Grauen Star operiert.

Etwa 50 Euro kostet so eine Operation. Ein Teil des Geldes soll zudem in ein Grundschulprojekt in Tansania fließen, an dem der Arzt beteiligt ist. Die Schüler hoffen, dass viel Geld zusammenkommt. Immerhin ist das eine Chance für sie, ebenfalls zu helfen. Dafür sind sie Feuer und Flamme.

Damit alles glatt läuft, haben die Organisatoren am frühen Morgen bereits die Strecke abgelaufen, um zu sehen, ob alles passt. Haben die DJ-Anlage aufgebaut. Dafür gesorgt, dass die Pommesbude an den richtigen Platz kommt. Wasser geholt und Plastikbecher, Tische für die Lehrer aufgestellt, Stühle geholt und den Soundcheck gemacht. Derweil wuseln in zahlreichen Klassen knapp 1000 Schüler durcheinander und ziehen sich um. Sportklamotten an, Turnschuhe schnüren, ab dafür. Um zehn Uhr fällt der Startschuss: Auf die Plätze, fertig, los!

Die erste Runde geht noch wie von selbst, die zweite merkt der eine oder andere schon in den Seiten. Ab Runde drei beginnt so mancher, ordentlich zu schnaufen. „Naja, gehen ist erlaubt, wenn man nicht mehr kann", sagt Milena Brüggemeier. Die 17-jährige Mitorganisatorin ist im grünen Trikot bereits seit Stunden zusammen mit ihren Mitschülern unterwegs. „Aber laufen ist schon besser", sagt sie – schließlich bekommen die Kinder Geld pro gelaufener Runde. Wobei: „Manche haben auch vorher einen Festpreis mit den Sponsoren ausgehandelt."

Die sportlicheren Läufer gleiten auch weiterhin übers Pflaster, Runde für Runde für Runde. Lehrer Dietmar Popp steht am Streckenrand und feuert seine Schüler an: „Ja, so sehen Kämpfer aus", ruft er den glühenden Gesichtern freudig entgegen. Wenn einer aus seiner Klasse vorbeigerauscht kommt, macht er einen Strich, reicht etwas zu trinken, ermutigt zum Weiterlaufen.
Die Runden haben eine Strecke von knapp zwei Kilometer Länge, vom Schulzentrum zur Westfali-Arena und zurück. An zwei Stationen sorgt Party-Musik für den nötigen Ansporn. Wie kleine Farbkleckse tauchen überall die Schüler der Klasse zwölf auf, die sich darum kümmern, dass alles klappt und keiner schlappmacht. Bis 11.30 Uhr müssen die Läufer in Bewegung bleiben, danach kann, wer will, noch bis 12 Uhr weiterlaufen.

Danach ist Feierabend, es gibt Würstchen aus einer örtlichen Metzgerei und Pommes, die besten Läufer bekommen eine Tafel Schokolade und die beste Klasse selbst gebackenen Kuchen – das dürfte gegen den Energieverlust und anhaltende Erschöpfung helfen. Die Läufer sind zwar platt, aber glücklich. Wie viel Licht sie mit dem erlaufenen Geld in die Welt bringen können, muss erst noch ausgewertet werden. Die Augen der Schüler jedenfalls haben beim Sponsorenlauf für die Hilfe für Menschen in Tansania schon hell gestrahlt.

Quelle: IVZ Online, Andrea Bracht (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-%E2%80%9ESo-sehen-Kaempfer-aus%E2%80%9C-_arid,383750.html am 19.09.2014)

 

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