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Grüne belohnen Einsatz fürs Klima: Die Initiative „Hübis for Change“ hat jetzt für ihr Engagement für den Klimaschutz den Umwelt- und Bürgerpreis der Hopstener Grünen erhalten.

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Einsatz für den Klimaschutz: Die Initiative „Hübis for Chance“ der Hüberts’schen Schule hat jetzt von Walter Üffing (l.) und Gregor Overmeyer (r.) den Umwelt- und Bürgerpreis des Grünen Ortsverbands Hopsten/Schale/Halverde erhalten.

Aufmerksam machen, sensibilisieren und vor Ort im Sinne des Klimaschutzes handeln – das hat sich die Initiative „Hübis for Change“ der Hüberts‘schen Schule auf die Fahnen geschrieben. Mit ihrer Kundgebung Ende September haben die Schüler auch die Mitglieder des Grünen-Ortsverbands Hopsten/Schale/Halverde auf sich aufmerksam gemacht. Ihre nachhaltigen Ideen kamen so gut an, dass Vorsitzender Walter Üffing und sein Stellvertreter Gregor Overmeyer die Gruppe jetzt mit dem Umwelt- und Bürgerpreis des Ortsverbands bedachten.

Den mit 250 Euro dotierten Preis verleihen die Hopstener Grünen bereits seit dem Jahr 2000, immer an Gruppen im Ort, die in irgendeiner Weise nachhaltig handeln. „Besonders der Gedanke der schuleigenen Mitfahrzentrale hat uns überzeugt“, erklärte Walter Üffing jetzt bei der Preisübergabe. „Vor allem, weil Hopsten ja gerade an das Emsland nicht besonders gut angeschlossen ist“, ergänzte Gregor Overmeyer. Der Preis sei als Ansporn für die Gruppe gedacht den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Dass die Schüler das bereits tun, zeigte die umfangreiche Projektliste, die sie den Politikern vorlegten. Verschiedene Gruppen kümmern sich derzeit darum, die Ideen umzusetzen. Dazu gehören ein Konzept für eine umweltfreundliche Schule, eine Tauschbörse für Schulsachen, Baumpflanzaktionen, eine Carpooling-App, die Reduzierung von Einwegflaschen und Papierverbrauch, der Verkauf unverpackter Lebensmittel in der Schule, die Vermeidung von Plastikmüll und die Entwicklung eines schuleigenen „Grünen Leitfadens“.

Lia Wiermann und Maja Schoepper stellten exemplarisch zwei Projekte genauer vor: „Hübis for Mülltrennung“ und „Der Problembeutel – our Jeans for global Dreams“. Fünf bis sechs blaue Säcke voller Abfall fallen an der Hüberts‘schen Schule täglich an, erklärt Lia Wiermann. Das sind 720 Liter Müll, der bisher nicht sortiert wird. Die Schüler möchten nun ein Trennsystem einführen. In den Klassenräumen soll künftig nur noch Papier im Mülleimer landen. Auf den Fluren wünschen sie sich die Möglichkeit, Abfall zu trennen. Dazu haben sie bereits einen Antrag an die Gemeinde Hopsten auf finanzielle Unterstützung gestellt. Walter Üffing schlug vor, bei der Gelegenheit auch gleich die Hauptschule mit ins Boot zu nehmen.

Die „Problembeutel“-Gruppe kümmert sich um das Plastiktütenproblem. Die Schüler wollen künftig regelmäßig alte Jeans in der Schule sammeln und aus diesen Taschen nähen lassen, die sie verkaufen wollen. Der Erlös soll in das Projekt „The Ocean Cleanup“ fließen, dessen Ziel es ist, die Meere von Plastikmüll zu befreien.

Besonders erfreulich ist, dass auch Lehrer und sogar die Schule selbst, das Engagement der Schüler unterstützt. So haben etwa Bettina Wening (Philosophie) und Kirsten Stampa (Deutsch und Geschichte) mit den „Hübis for Change“ die Kundgebung im September vorbereitet. Zudem werden die Achtklässler der Realschule ab dem nächsten Schuljahr eine Stunde pro Woche Unterricht in einem neuen Fach haben: „Umwelt“.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, vom 07.12.2019 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7610653/Umwelt-und-Buergerpreis-geht-an-die-Huebertssche-Schule, Zugriff am 11.12.2019)

 

 

Triathlon-Weltmeisterschaft auf der Mitteldistanz in Nizza / Emsdettenerin erfolgreich

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Hannah Arlom von der LGE beim Zielsprint in Nizza.

Wenige Meter vor dem Ziel auf der Strandpromenade in Nizza zieht Hannah Arlom von der LG Emsdetten noch einen Schlussspurt an, sprintet an der vor ihr liegenden Schweizerin vorbei und finisht nach 1,9 km Schwimmen im Mittelmeer, 91 harten Rad-Kilometern durch die Berge rund um Nizza und dem abschließenden Halbmarathon als Neunte ihrer Altersklasse, der W 30, bei dieser Weltmeisterschaft auf der Triathlon-Mitteldistanz.

„Mir tut alles weh – aber ich bin super zufrieden“, freut sie sich später, nachdem sie sich ein wenig erholt hat. 5:07,26 Stunden hat sie für die Gesamtdistanz gebraucht. Platz neun in der AK W 30 und Rang 70 in der Gesamtwertung der Frauen – inklusive den über 60 Profi-Triathletinnen! „Top“, bringt es ihr Trainer Guido Bünker auf den Punkt.

Neonorange leuchten die Wurfscheiben, die aus dem sogenannten Hoch- und Niederhaus am Wurftaubenstand des SSC Schale fliegen. Kaum zu verfehlen also – zumindest, wenn man Profisportschütze ist. So wie John Kellinghaus und Simon Waltermann.

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Gerade einmal so groß wie ein Handteller sind die leuchtend orangefarbenen Wurfscheiben, auf die John Kellinghaus (l.) und Simon Waltermann in verschiedenen Schemen schießen.

Sie schießen für die deutsche Nationalmannschaft in der Disziplin Skeet.

Um die 20000 Schüsse feuern John und Simons jährlich aus ihrer 3,5 Kilo schweren Waffe. „Das ist aber auch die Menge, die ein Schütze im Leistungsbereich schießen sollte“, sagt Simon, der seit ungefähr fünf Jahren in dem Sport aktiv ist. Der 19-Jährige kommt aus Harsewinkel, hat in einem Verein dort seine Karriere begonnen. Dann wechselte er aber und fährt seither immer nach Schale, „weil es hier einfach bessere Möglichkeiten gibt“, sagt er. Vier mal die Woche trainieren er und sein Mannschaftskollege John im Wurftaubenstand. In ihrem Nachwuchskader1, dem C-Kader, sind sie insgesamt zu sechst – verteilt auf ganz Deutschland. Da komme es schon mal vor, dass die Jungs einige ihrer Mannschaftskollegen nur bei Stützpunkttrainings sehen – oder sogar erst bei Turnieren.

Und die gibt es in aller Welt. Finnland, Italien, Österreich, um nur einige Länder zu nennen, in denen die Schützen allein in diesem Jahr waren. „Da kommt man gut rum“, erzählen sie schmunzelnd. Und die Schule? „Das ist kein Problem“, versichert John. Der 17-jährige Mettinger besucht die Hüberts‘sche Schule in Hopsten, die als Sportschule „das mit den Sportlern“ eben kenne. Sobald John weiß, dass er für ein Turnier länger in der Schule fehlen wird, beantragt er eine Beurlaubung, und die habe er bis jetzt auch immer bekommen.

Blöd nur: „Natürlich muss ich alles, was ich verpasst hab, nachholen, und das in kürzester Zeit“, sagt der Mettinger. Vor allem während der Abiphase war das auch für Simon hart und risikoreich. „Hätte ich in eine Nachprüfung gemusst, hätte ich das Turnier absagen müssen“, erinnert er sich an das vergangene Jahr. Aber es ist alles gut gegangen: Sowohl das Abitur als auch das Turnier habe er erfolgreich absolviert.

Bleibt bei so viel Fahrerei, Reisen und Training überhaupt noch Freizeit? Offensichtlich, und die füllen die Jungs mit noch mehr Sport. Laufen, schwimmen, Fitnessstudio. Jagen gehen sie auch. Das sei aber etwas ganz anderes als Skeetschießen, sind sich John und Simon einig. Immerhin schießen sie dabei auf Lebewesen. „Die sollte man mit Respekt behandeln, und wenn man den nötigen Respekt nicht hat, sollte man es mit dem Schießen sein lassen“, spricht John ganz klare Töne. Und beim Skeet gilt, wie Simon ergänzt: „Es ist der sportliche Gedanke, der zählt. Es ist niemals einfach nur stumpfes Rumballern.“

Für die Zukunft planen die Jungs erst einmal nicht, ihre Waffe abzulegen, ihren beruflichen Weg wollen sie aber trotzdem festigen. Simon plant ein Medizinstudium. John schwebt da etwas in der Bundespolizei oder Bundeswehr vor. Das alles unter einen Hut zu kriegen, sehen die beiden Jungs als eine Herausforderung, der sie sich gerne stellen wollen. „Außerdem bekommen wir ja genug Unterstützung“, erklärt Simon. Aus speziellen Sporthilfeprogrammen, vom Verein und nicht zuletzt von den Eltern – die Förderung junger Talente in diesem Randsport sei definitiv gegeben.

Jetzt ist aber erst einmal Saisonende. Das Training lassen sich die beiden trotzdem nicht nehmen. Klar, sie sind Profis – und Genießer, wie John erklärt: „Wenn man über den Lauf hinweg guckt blendet man alles um einen herum einfach aus. Und entspannt.“

  

Quelle: IVZ Online, Carina Tissen (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7607206/Respekt-schreiben-sie-gross, Zugriff am 17.11.2019)

 

 

Hüberts‘sche Schule erhält Gründerpreis über 4000 Euro: „Wir sind Sieger!“ bescheinigt die quietsch orangene, gläserne Urkunde den Schülern der Gymnasialen Oberstufe der Hüberts‘schen Schule.

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Einige Mädels aus dem Vorstand der Hübi AG präsentieren stolz die Urkunde für die engagierteste Schule des bundesweiten Wettbewerbs Deutscher Gründerpreis in Westfalen-Lippe. Überreicht hat sie Andreas Löbbe, Sparkassenverband Westfalen-Lippe (4.v.l.).

Aber nicht nur die, auch das Preisgeld von 4000 Euro beweist, dass Engagement sich lohnt – denn das sind sie: die engagierteste Schule in Westfalen-Lippe im bundesweiten Wettbewerb Deutscher Gründerpreis. Jedes Jahr nehmen zahlreiche Schüler bundesweit an dem Unternehmensgründungsspiel der Sparkasse teil. So auch die elften Klassen der Gymnasialen Oberstufe der „Hübi“. Die Idee hinter dem Projekt sei es, den Schülern die Wirtschafts- und Finanzwelt und speziell das Thema Unternehmensgründung näherzubringen. Von der Idee bis zur Präsentation des Unternehmens, inklusive Businessplan mit Marketingstrategie, Kostenrechnung und vielem mehr – damit gilt es, die Juroren zu überzeugen.

Schon einige Male durften Hopstener Schüler in den vergangenen Jahren für ihre Ausarbeitungen Preise entgegennehmen. Am Dienstag erhielt die Schule aber einen ganz besonderen Preis – einen, der die gesamte Schule belohnen soll. „Nicht nur, weil von der Hüberts‘schen jährlich zahlreiche Schülergruppen mitmachen, hat sie den Preis verdient. Vor allem, weil die Hopstener Teilnehmer sich besonders reinknien, aktiv am Projekt arbeiten und die Lehrer sie intensiv dabei betreuen, ernennen wir sie zur engagiertesten Schule in Westfalen-Lippe“, begründet Andreas Löbbe vom Sparkassenverband Westfalen-Lippe die Platzierung.

„Wir geben den Schülern Unterrichtsaufgaben, die an den Businessplan angelehnt sind“, erklärt Olaf Brockmann das Geheimnis hinter dem Erfolg. Ihm sowie den beiden weiteren betreuenden Lehrern Andreas Vortkamp und Dietmar Rakers sei es demnach ein Anliegen, nicht nur das fertige Konzept auf den Jurorentisch zu legen, sondern auch das Wissen der Schüler mit kaufmännischem Schwerpunkt zu professionalisieren.

Entgegengenommen hat den Preis ein Teil des Vorstands der Hübi Aktiengesellschaft (AG) – ein Schülerunternehmen des Gymnasiums. Und was Melina Lohmann, Viktoria Wagner, Kira Veeltmann und Jana Roling mit dem Preisgeld machen wollen, dafür haben sie auch schon einen Plan: „Wir wollen das Geld für die Zwecke der Hübi AG nutzen“, erklärt die 18-jährige Kira. Das Schülerunternehmen betreibt unter anderem neben dem Schulkiosk Getränke- und Süßigkeitenautomaten, verkauft Schul-T-Shirts, organisiert die Dienste und vieles mehr – „eine Verbindung zwischen der angewandten Wirtschaftstheorie des Schulunterrichts und den praxisbezogenen Aufgaben“, die im Schulalltag anfallen, führt Kira weiter aus.

Ein neuer Automat soll diese Praxis weiter ausbauen, indem die Schüler lernen, wie sie Kontakt zu einem Unternehmen aufnehmen, Kaufverträge abschließen, und natürlich weiterhin, wie sie die Produkte letztendlich im Schulalltag an ihre Mitschüler bringen.

Diese Idee segnete Löbbe gleich ab, sicherte dem Vorstand so das Preisgeld zu und ließ sich ein weiteres Lob nicht nehmen: „Die jungen Menschen haben ein Näschen dafür, was kommt“, erinnert er sich an vergangene Projekte, die stark und zukunftsvisiert gewesen seien. Honig in den Ohren der Schüler und Ansporn für den kommen Wettbewerb zu gleich.

 

Quelle: IVZ Online vom 08.10.2019, Carina Tissen (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7602118/Die-engagierteste-Schule-in-Westfalen-Lippe, Zugriff am 09.10.2019)

 

 

Schüler initiieren Klimademonstration an der Hüberts’schen Schule: Mehr als 1000 Schüler, Lehrer, Eltern und weitere Hopstener haben am Freitagvormittag für den Klimaschutz demonstriert. Geschwänzt werden musste dafür aber nicht, betonten die Organisatoren.

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Weit über Tausend Schüler, Eltern, Lehrer und Bewohner von Hopsten gingen am Weltklimatag auf die Straße. Foto: Hannah Dürken

Laute Sirenen schallen durchs Dorf. Parolen werden durch Megafone gerufen. Trillerpfeifen ertönen. „Fridays for Future“-Rufe und Sprechgesänge klingen durch die Straßen. Trommeln verbreiten eine Stimmung wie im Stadion. Der Hopstener Ortskern verwandelt sich in einen Schilderwald: „There is no planet B“ („Es gibt keinen Planeten B.“), „Umweltschutz statt Kohlenschmutz“, „Ihr habt verschlafen, wir sind die Wecker.“ Und wirklich, nach der lautstarken Demonstration von weit mehr als Tausend Schülern der Hüberts‘schen Schule dürfte an diesem Freitagmorgen in Hopsten keiner mehr geschlafen haben.

Den Weltklimatag nahm die Gruppe „Hübis for Change“ gemeinsam mit zahlreichen, überzeugten Mitschülern zum Anlass, um dem ganzen Dorf zu zeigen: „Klimaschutz ist uns wichtig, wir wollen etwas verändern“, wie es schon im Aufruf zur Demonstration hieß. Diesem folgten aber nicht nur Schüler, sondern auch Eltern und Bürger aus Hopsten schlossen sich der drei Kilometer langen Wanderung durch den Ortskern an. Jubelnde Bewohner am Straßenrand und an den Fenstern machten deutlich: „Hopsten steht hinter euch.“

Ebenso unterstützten auch mehr als 50 Lehrer die Aktion ihrer Schützlinge tatkräftig. „Hübis for Change repräsentiert die wichtigsten Werte. Wir machen das mit euch zusammen“, versicherte Lehrerin Bettina Wening. Kollegin Kirsten Stampa sagte: „Für mich ist das gelebter Unterricht.“
Dass der reguläre Schulunterricht wegen der Demonstration nur die zweite Geige spielen konnte, sah Anja Arens-Fischer an diesem Tag nicht so eng: „Lernen findet nicht nur im Klassenraum statt.“ Durch die Organisation der Aktion, das Schreiben und Einüben der Reden, beim Gestalten der Plakate und mit jedem Weg zur Gemeinde, hätten die Schüler einiges gelernt. Außerdem würden die Schüler hinterher ihre Freizeit opfern, um die versäumten Unterrichtsinhalte als Hausaufgaben nachzuholen.

So sei die Aktion von der Schule abgesegnet und werde von ihr unterstützt. „Wir schwänzen also nicht und machen das hier mit gutem Gewissen“, erklärte Louis Terheiden. „Hübis for Change“ hebe sich dadurch von der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung ab. Auch gehe es den Organisatoren nicht darum, „zu sagen, was grade in der Politik nicht richtig läuft, sondern dass die Hüberts’sche Schule sich selbst weiterentwickeln muss“, betonte Silvia Maller. Lia Wiermann erklärte: „Wir wollen die Fehler nicht bei anderen suchen, sondern als erstes bei uns selbst.“

In der abschließenden Kundgebung machte sie deshalb darauf aufmerksam, dass jeder einzelne etwas in seinem Alltag verändern könne, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Yannick Hasenclever nannte dafür Vorschläge, wie mit dem Bus anstelle des Autos zu fahren oder Mehrwegflaschen zu benutzen. „Jeder kann zum Fleischer gehen, bei dem die Produkte aus der Region kommen und die Tiere in einer artgerechten Haltung gelebt haben“, ergänzte Konrad Guhe. „Denkt über alle eure Entscheidungen nach, denn es ist euer Planet und eure Zukunft“ fasste Anna Weber den Appell der Gruppe zusammen.

Wie Louis Terheiden betonte, wollten die Schüler jetzt etwas bewegen. „Nach dem, was hier heute passiert ist, bin ich mir sicher, dass es sehr bald nachhaltige Veränderungen geben wird.“

Das machten die Schüler der GO18a gleich vor und pflanzten einen Baum auf dem Schulgelände. Das stolze Orga-Team hielt fest: „Das heute soll keine einmalige Sache, sondern ein Startpunkt sein.“

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Quelle: IVZ Online vom 21.09.2019 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7599537/Klimaprotest-ohne-Schwaenzen, Zugriff am 25.09.2019)

 

 

Achte Auflage von „Laufen für das Licht“ ist ein voller Erfolg: Dicht drängen sich die Hüberts‘schen Realschüler und ihre Mitstreiter der St.-Georg-Hauptschule auf dem Weg zwischen Sportplatz und Schulzentrum. Die meisten können den Start zur achten Auflage von „Laufen für das Licht“ offensichtlich kaum erwarten. Vorfreude und auch ein bisschen Anspannung sind deutlich spürbar.

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Vor allem die jüngeren Schüler haben sich freudig in ihre Laufaufgabe gestürzt. Insgesamt drehten am Donnerstagmorgen 1200 Schüler und auch etliche Lehrer ihre Runden beim achten „Laufen für das Licht“ der Hüberts’schen Schule an den Start gegangen.

Dann endlich, pünktlich um 9.30 Uhr, geben die Organisatoren aus der Sportabiturklasse GO18h die gut zwei Kilometer lange Strecke frei. Hoch motiviert setzen sich die Kinder und Jugendlichen bei empfindlich kühlen acht Grad in Bewegung.

Um das Gedränge am Start etwas zu entzerren, starten die älteren Schüler aus der gymnasialen Oberstufe und der Höheren Handelsschule erst eine Viertelstunde später an der Sporthalle. Ein guter Schachzug, wie sich zeigte, denn so kamen alle schneller ins Laufen. Und die schnellsten waren schon nach knapp neun Minuten wieder im Start-/Zielbereich angekommen.

Überhaupt hat an diesem Tag alles, was die Schüler zusammen mit ihrem Klassenlehrer Michael Bronswick organisiert haben, hervorragend funktioniert. Zum Beispiel der Einsatz von Wasserkanistern an den Versorgungsstationen für die einzelnen Klassen, aus denen die Läufer das kühle Nass selbst in ihre mitgebrachten Flaschen zapfen konnten. „Wir hatten sehr wenig Müll“, berichtet Simon Meinders aus der Pressegruppe der GO18h. Zudem haben seine Klassenkameraden nach dem Lauf mehr als 300 Würstchen verkauft und auch der Kuchen sei am Ende fast weg gewesen. Der Erlös fließt mit in das Spendenergebnis. Auch das Abbauen und Aufräumen habe zügig geklappt, berichtet Simon Meinders. „Wir sind sehr gut zufrieden.“ Dieses Fazit unterstrich auch der Klassenlehrer. „Für meine Schüler war es, glaub ich, toll zu sehen, was man erreichen kann, wenn man an einem Strang zieht“, erklärte Bronswick. Zudem sei die Größe der Veranstaltung für viele sehr beeindruckend gewesen.

Zu erwarten ist auch, dass sich die Spendenempfänger, der Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß aus Mettingen für sein ehrenamtliches Engagement in Tansania und die DKMS, in einigen Wochen ziemlich freuen werden. Vor allem die Realschüler seien extrem motiviert gewesen, ihre Sponsorenzettel vollzumachen, verriet Michael Bronswick am Rande des Laufs. Er habe welche gesehen, die beidseitig beschrieben waren und bei einem Schüler mal fix durchgerechnet: Der Junge wird gut 60 Euro pro Runde bekommen. Hoffentlich hat er viele geschafft.

Apropos viel: Welche Schüler, unterteilt in Kleine und Große, Mädchen und Jungen, die meisten Runden absolviert haben, war am Donnerstag noch nicht ganz klar. Ziemlich sicher ist allerdings, dass keiner an die Leistung von Lehrerin und Triathletin Hannah Arlom herangekommen sein wird. Denn die hatte nach zwei Stunden sage und schreibe 18 Runden, also etwa 36 Kilometer, auf dem Tacho.

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Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, vom 19.09.2019 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7599370/Mit-Spass-und-Sport-Gutes-tun, Zugriff am 23.09.2019)

 

 

Hübert’sche Schüler planen Kundgebung zum Klimawandel: Bisher sind sie nur eine kleine Gruppe von Schülern, denen der Klimaschutz ein großes Anliegen ist. Unter dem Motto „Hübis for Change“ wollen sie ihre Ideen nun einer breiteren Masse zugänglich machen und grundsätzlich für den Klimawandel sensibilisieren.

 

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Sie nennen sich „Hübis for Change“ und wollen Maßnahmen gegen den Klimawandel in den Schulalltag integrieren: Justin Deja (v.l.), Sandrine Bruns, Louis Terheiden, Robin Wehmeyer, Haiko Bien, Tom Bringmann, Lia Wiermann. Am Weltklimaschutztag laden sie alle Interessierten zu einer Kundgebung in Hopsten ein.

Als ersten Schritt haben Justin Deja, Sandrine Bruns, Louis Terheiden, Robin Wehmeyer, Haiko Bien, Tom Bringmann und Lia Wiermann – allesamt Schüler der Hüberts‘schen Schule – eine solidarische Kundgebung organisiert. Dazu sind am Weltklimaschutztag, Freitag, 20. September, alle Interessierten eingeladen.

Die Veranstaltung beginnt um 9.15 Uhr an der Schule. Von dort ziehen alle Schüler, die mitmachen möchten – die anderen haben ganz normal Unterricht – mit Bannern und Plakaten durch Hopsten. Ihr Weg ist etwa drei Kilometer lang. Am Ende, voraussichtlich gegen 10.15 Uhr, treffen sie wieder an der Schule ein, wo selbst verfasste Texte zu Klimawandel und Klimaschutz verlesen werden. Um 10.45 Uhr endet die Kundgebung.

„Der Impuls geht von uns Schülern aus“, betont Lia Wiermann beim Pressetermin. Von der Schulstreikkultur bei „Fridays for Future“ wollen sich „Hübis for Change“ ausdrücklich abheben. Die Aktion ist mit der Schule abgeklärt und abgesegnet. „Wir verlegen quasi den Unterricht nach draußen“, sagt Justin Deja. Außerdem sei ihr Anliegen weniger, Politik nur zu kritisieren, als vielmehr konkrete Maßnahmen bei jedem einzelnen, an der Schule und in Hopsten auf den Weg zu bringen. „Wir fangen natürlich bei uns selbst an“, erklärt Tom Bringmann.

Im Anschluss an die Kundgebung hoffen die Schüler, ihre Plakate in Hopstener Geschäften aufhängen zu dürfen, um weiterhin sichtbar zu bleiben. Zudem planen sie eine schuleigene Mitfahrzentrale und eine Klimaschutz-AG, und wollen Litfasssäulen aufstellen, die konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz zeigen, die jeder für sich umsetzen kann. Auch Müllsammelaktionen, die Einrichtung eines Veggie-Days, eine Handy-Sammelaktion für Missio und das Pflanzen von Bäumen sind angedacht. Darüber hinaus wollen „Hübis for Change“ ihre Schule mittelfristig plastikfrei bekommen.

„Wir wollen etwas kontinuierliches schaffen, das irgendwann ganz normal wird“, erklärt Lia Wiermann. Etwas, das auch ihre Zeit an der Hüberts‘schen Schule überdauere und von nachfolgenden Schülergenerationen weitergeführt werde. Erfreut ist die Gruppe darüber, dass viele Lehrer ihr Engagement schon jetzt zum Anlass nehmen, die Themen Klimawandel und Klimaschutz auch im Unterricht mehr zu beleuchten. Auch von Mitschülern gebe es bereits viel positive Resonanz. „Wir wollen mit unserem Einsatz auch zeigen, dass kleine Orte den Städten in nichts nachstehen müssen“, sagt Sandrine Bruns. Klimaschutz beginne nun einmal vor Ort.

Die Gruppe hofft, künftig noch mehr Mitschüler für ihre Sache begeistern zu können. Gerade durch die sehr unterschiedlichen Hintergründe, die die Hüberts‘schen Schüler mitbringen, sehen sie sich auch thematisch sehr vielfältig aufgestellt. Vom Stadtkern bis zum Bauernhof reiche der Erfahrungsschatz. Jeder könne so unterschiedliche Perspektiven in die Diskussion einbringen. „Und letztlich geht es um unser aller Zukunft“, sagt Lia Wiermann.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, vom 11.09.2019 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7598104/Klimaschutz-beginnt-vor-Ort, Zugriff am 12.09.2019)

 

 

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