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Schüler erlaufen 37.728 Euro für karitative Projekte

Schüler erlaufen 37.728 Euro für karitative Projekte

Mehr als 37.000 Euro hat der Sponsorenlauf der Hüberts‘schen Schule eingebracht.

Wer davon profitiert und welche Geschichten hinter den Projekten stecken, wurde bei der Spendenübergabe vorgestellt.

Von Daniela Lepper


37.728 Euro kamen beim diesjährigen Sponsorenlauf, den die Hüberts‘sche Schule jedes Jahr veranstaltet, zusammen. Das verkündeten Jana Kulagin und Arina Mathis als Vertreter des Sportkurses, der den Wohltätigkeitslauf in diesem Oktober organisiert hatte, am Donnerstagmorgen in einer Feierstunde. Zu dieser hatten die Schüler nicht nur die erfolgreichsten Läufer, sondern auch die drei Gruppierungen eingeladen, die sie mit ihrer Spende in diesem Jahr bedenken.
Seit dem ersten Sponsorenlauf vor 14 Jahren kommt ein Teil der erlaufenen Spendengelder dem Projekt „Laufen fürs Licht“ zugute, das von dem ehemaligen Mettinger Augenarzt Kurtgeorg Preuß begleitet wird. Mit den Geldern werden eine Augenklinik und eine Grundschule in Arusha in Tansania unterstützt. Preuß war vor vier Wochen noch vor Ort und konnte deshalb einen ganz aktuellen Überblick über die Situation vor Ort geben: „Sowohl die Schule als auch die Augenklinik laufen sehr, sehr gut.“ Im Zuge von Wahlen habe es jüngst politische Unruhen gegeben. „Das gab es zuvor noch nie“, sagte Preuß, der regelmäßig vor Ort ist. „Deshalb müssen wir abwarten, wie sich die Situation vor Ort weiterentwickelt.“ Man müsse aufpassen, dass weiterhin alle Überweisungen dort ankommen, wo sie hin sollen.

Bessere technische Ausstattung
Für die Augenklinik habe man einen zweiten Arzt rekrutieren können. Deshalb wolle man die Klinik nun auch technisch weiter aufrüsten. Zudem werde Material benötigt. Die Schule habe nun fast 140 Schüler, für die man Schulbücher angeschafft habe. Zudem gebe es jetzt jeden Tag frisches Obst in der Schule, damit die Kinder, die sonst meist nur Bohnen, Fleisch und Fisch essen, etwas Abwechslungs- und Vitaminreiches bekommen. Preuß und sein Projekt freuen sich über 18.100 Euro.

100 Prozent kommen an
Ebenfalls mit 18.100 Euro wurde erstmals der Arbeitskreis „Eine Welt“ aus Mettingen bedacht. Maria Nienhoff berichtete, dass die Gruppierung nur Projekte unterstütze, zu denen sie selbst eine persönliche Beziehung hätten. Dadurch könne sichergestellt werden, dass die Spendergelder zu 100 Prozent bei den Bedürftigen ankämen. Die Spendengelder sollen einer Schule in Guatemala zugutekommen, für die Bücher, die dort sehr teuer seien, für die dortige Bücherei angeschafft werden sollen. „Die Bücherei wird so stark frequentiert, dass die Kinder Schlange stehen, um Bücher zu leihen“, so Nienhoff. Weitere Gelder seien für eine Schule in Fort Dauphin in Madagaskar vorgesehen. Hier unterstützte man die ärmere Bevölkerung bei der Zahlung des Schulgeldes und spende für die dortige Kantine der Schule, wo die Kinder meist die einzige warme Mahlzeit am Tag erhielten. Das dritte Projekt unterstützt der Arbeitskreis „Eine Welt“ schon seit seiner Gründung 1986 und das ist das Straßenkinderprojekt „Kleine Propheten“ in Recife in Brasilien, wo Kinder zumindest tagsüber eine Bleibe bekommen.
Mit dem restlichen Geld bedachten die Schüler eine Jungenwohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe in Recke. Claudia Vorsthove und Dirk Aupke nahmen den Scheck entgegen und freuten sich, dass sie gemeinsam mit den neun Jungen nun eine gemeinsame Aktivität planen können.
Neben der Spendenübergabe wurden auch die fleißigsten Schüler beim Sponsorenlauf geehrt. Die meisten Runden der zwei Kilometer langen Strecke drehte der Oberstufenschüler Janno Börner, der 16 Runden schaffte. Die fleißigste Läuferin war Lotta Segger mit zwölf Runden. Bei den Realschülern war Jonas Heeke mit 14 Runden der Läufer mit der längsten Strecke. Bei den Läuferinnen der Realschule teilen sich Lynn Greiwe und Leah Prein mit elf Runden diesen Titel.

„Der Sponsorenlauf ist jedes Jahr eine schöne Aktion, die alle Beteiligten wieder gut umgesetzt haben“, resümierte Lehrerin Christel Tepe-Rühlander, die die Schüler bei der Planung und Organisation unterstützte. „Auch dieses Jahr ist wieder eine tolle Summe zusammen gekommen.“