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Chinesisch lernen mit Mikado und Miroslav Klose
An der Hüberts'schen Schule gab es kürzlich Besuch von chinesischen Austauschstudenten. Sie spielten mit den Schülern der Chinesisch-AG Brettspiele. | Foto: Anne Jacobs

Chinesisch lernen mit Mikado und Miroslav Klose

An der Hüberts‘schen Schule gab es internationalen Besuch. Chinesische Austauschstudenten besuchten Chinesisch-AG.

Bei Brettspielen kamen sie mit den Schülern ins Gespräch - auch über Fußball.

Chinesisch ist nicht gerade eine der typischen Fremdsprachen, die in der Schule unterrichtet werden. Seit dem vergangenen Sommer lernen einige Schülerinnen und Schüler die Sprache aber in einer AG an der Hüberts‘schen Schule. Nun hatten sie die Chance, ihr Können auszuprobieren. Denn die Hopstener Privatschule hatte Besuch von 19 chinesischen Austauschstudentinnen und -studenten, die für ein Jahr an der Universität Osnabrück studieren - und dort Deutsch lernen.

Damit sie mit den Studenten ins Gespräch kommen, haben die Schüler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Anne Jacobs einige Brettspiele ausgesucht. „Mensch ärgere dich nicht“, Mikado, Halli Galli, Jenga oder Tabu - eine bunte Mischung an Spielen, mit denen die deutschen Schüler aufgewachsen sind.

Begrüßung auf Chinesisch
Zwei von ihnen sind Kilian Geerdes (17) und Jan Fühner (16). Beide besuchen den Wirtschaftszweig der gymnasialen Oberstufe. Und haben mit einigen Studenten „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Eigentlich hatten sie damit gerechnet, dass sie das Spiel erst einmal erklären müssen, erzählt Kilian. „Aber sie kannten es schon.“ Und so konnten sie schnell ins Gespräch kommen.

Das fand zu größten Teil auf deutsch statt, erzählen die beiden. Nicht nur lernen sie erst seit einigen Monaten Chinesisch, auch liegt der Fokus der AG mehr auf der Kultur als auf dem reinen Spracherwerb. „Wir haben sie kurz auf Chinesisch begrüßt“, sagt Kilian. Danach wurde die Sprache gewechselt. Die beiden waren beeindruckt davon, wie gut sie mit den Studenten auf Deutsch reden konnten. Denn diese lernen erst seit gut zwei Jahren die Sprache.

Deutscher Lieblingsfußballer
An Themen mangelte es ihnen nicht, erzählen Kilian und Jan. So unterhielten sie sich eine ganze Weile über Fußball - zur Überraschung der Schüler. „Ich habe gefragt, wen sie besser finden: Messi oder Ronaldo“, sagt Jan. Damit gerechnet, dass die Antwort ein Deutscher Fußballer ist, haben sie nicht, ergänzt Kilian. Und verrät: Es war Miroslav Klose. Und auch ums Essen drehte sich das Gespräch. „Sie finden das Essen in Deutschland völlig in Ordnung“, sagt Kilian über das Urteil der Studenten.

Für die Chinesen ist der Tag an der deutschen Schule eine gute Gelegenheit, mit Muttersprachlern in Kontakt zu kommen, sagt Katrin Brehmer von der Universität Osnabrück, die zusammen mit Irene Vogt die Studenten betreut. „Sie können eine deutsche Schule von innen sehen“, so Brehmer. Nachdem die Studenten die Schüler kennengelernt haben, haben sie sie in ihre nächsten Unterrichtsstunden begleitet.

Kultur und Sprache
Und auch für die deutschen Schüler war der Vormittag spannend, auch wenn sie ihre Chinesisch-Kenntnisse nur kurz ausprobieren konnten. Die Sprache und Schriftzeichen zu lernen, sei aber auch nur ein Teil der AG, die sich für zwei Schulstunden in der Woche trifft sagt Anne Jacobs. Es gehe auch darum, die Kultur des Landes kennenzulernen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Wirtschaft - schließlich machen die Schüler an der Hüberts‘schen Schule ihr Wirtschaftsabitur.

Das heißt aber nicht, dass Schüler und Studenten keinen Spaß an dem Vormittag hatten. „Ich hätte am liebsten noch ein paar Stunden weitergespielt“, sagt Jan und scherzt: „Lieber als Unterricht.“

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