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Vom Wunsch zur Wirklichkeit
Tjark Höpfner (v.l.), Jan Weemeyer, Mattis Zünkler und Jonathan May zeigen an der Teqballplatte, was sie mit einem Fußball drauf haben. Die Platten sind nur eine der Neuanschaffungen für den Schulhof, den sich die Hüberts'sche Schule, die die vier besuchen, mit der St.-Georg-Hauptschule teilt. Die Ideen dafür, was auf dem Schulhof passieren soll, stammen von einem Kurs der Privatschule. Dazu gehört auch das Soccerfeld hinter der Platte. | Foto: Julia Kolmer

Vom Wunsch zur Wirklichkeit

Schüler gestalten Schulhof neu

Schüler der Hüberts‘schen Schule haben eine ganze Reihe Ideen für den gemeinsamen Schulhof mit der St.-Georg-Hauptschule. Nach und nach werden diese nun Realität - aber nicht alle.

Langsam aber sicher verändert sich der gemeinsame Schulhof der Hüberts‘schen Schule und der St.-Georg-Hauptschule in Hopsten. Schon seit dem vergangenen Sommer gibt es ein Soccerfeld. Ein paar Wochen danach folgten Waldliegen und Bänke mit Tischen. Neu sind auch die zwei Teqballplatten, die neben den alten Tischtennisplatten stehen. Und seit der vergangenen Woche gibt es um einen der großen Bäume auf dem Schulhof kein Beet mehr, sondern ein großes Podest zum Sitzen.

Hinter all diesen Veränderungen stecken Schülerinnen und Schüler der Hüberts‘schen Schule. In ihrem Wirtschaftsgeografiekurs standen Sozialräume und ihre Gestaltung an. Anstatt eines fiktiven Beispiels hat der Kurs einen Blick auf den eigenen Schulhof geworfen. Dabei sind eine ganze Reihe an Ideen herausgekommen, erzählen Tjark Höpfner, Mattis Zünkler, Jan Weemeyer und Jonathan May. Zusammen mit ihrer Lehrerin Doris Bregen-Meiners haben sich diese nicht nur den Schulleitern beider Schulen vorgestellt, sondern auch mit Bürgermeister Ludger Kleine-Harmeyer sowie Rats- und Ausschussmitgliedern gesprochen. In der Hoffnung, dass das eine oder andere vom Wunsch zur Wirklichkeit wird.

Zustimmung der Politiker
Bei den Lokalpolitikern stießen viele ihrer Vorschläge auf Zustimmung, erinnern sich die Schüler, die gerade ihr Abitur machen. „Viele kannten die Schule noch von früher“, erzählt Mattis. „Der Schulhof sah vor 30 Jahren schon so aus wie jetzt“, erinnert er sich an die Reaktion einiger Rats- oder Ausschussmitglieder.

Für den Abend vor einigen Monaten hatten sie eine Präsentation vorbereitet, um zu zeigen, wie es auf dem Schulhof aktuell aussieht - und dafür nicht nur mit dem Blick fürs Detail die schlechtesten Ecken fotografiert, sondern extra auf trübes Wetter gewartet, erzählen die Schüler. Nachdem sie Fotos gezeigt haben, war erst einmal Ruhe, erinnert sich Doris Bregen-Meiners an den Abend. „Sie waren baff, dass das so marode ist“, ergänzt Mattis.

Einige der Vorschläge, die er und seine Mitschüler erarbeitet haben, kamen gut an bei den Lokalpolitikern und könnten nun nach und nach umgesetzt werden. Dazu gehört das Podest um den Baum, dass nach den Osterferien bereit ist für die Schüler beider Schulen. Und auch die Tribüne, die neben dem Soccerfeld geplant ist, soll bald angegangen werden, hoffen Bregen-Meiners und ihre Schüler.

„Als nächstes nehmen wir die Tribüne in Angriff.“
Doris Bregen-Meiners



Damit diese Projekte auch umgesetzt werden können, wurde in den Gemeindehaushalt extra Geld eingestellt, mit dem die neue Ausstattung des Schulhofes finanziert werden kann. 70.000 Euro sind veranschlagt, von denen nicht nur die laufende bauliche Unterhaltung der Schulgebäude bezahlt werden soll, sondern auch die Neugestaltung des Schulhofes.

Allerdings fanden nicht alle Ideen der Schüler Anklang bei den Politikern, sagt Jonathan und nennt mit dem Seilnetzturm ein Beispiel. Dabei handelt es sich um ein Spielgerät zum Klettern. „Sie waren eher abgeneigt“, erinnert sich Mattis an die Reaktionen.

Und auch der neue Oberstufenraum, den sie aus Wohncontainern auf der Grünfläche hinter der Schule aufbauen wollten, bekam keine Unterstützung der Lokalpolitiker. Schade, sagen die Schüler. Denn dort könnten nicht nur Pausen verbracht werden, sondern auch gelernt werden.

Darüber, dass sich die Lokalpolitiker nicht nur die Zeit genommen haben, ihnen zuzuhören, sondern auch Geld für die Umsetzung bereitgestellt haben, sind die Schüler froh. Auch, wenn sie davon nicht mehr allzu viel haben, sagen die vier lachend. Denn sie verlassen im Sommer nach ihrem Abitur die Schule. Das Projekt soll aber weitergehen, sagt Doris Bregen-Meiners. Die Schülervertretung sei schon mit im Boot. Und vielleicht finde sich ja ein Kurs, der übernehmen möchte.

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