Hübert’sche Schüler planen Kundgebung zum Klimawandel: Bisher sind sie nur eine kleine Gruppe von Schülern, denen der Klimaschutz ein großes Anliegen ist. Unter dem Motto „Hübis for Change“ wollen sie ihre Ideen nun einer breiteren Masse zugänglich machen und grundsätzlich für den Klimawandel sensibilisieren.

 

2019 Klimaschutz 01
Sie nennen sich „Hübis for Change“ und wollen Maßnahmen gegen den Klimawandel in den Schulalltag integrieren: Justin Deja (v.l.), Sandrine Bruns, Louis Terheiden, Robin Wehmeyer, Haiko Bien, Tom Bringmann, Lia Wiermann. Am Weltklimaschutztag laden sie alle Interessierten zu einer Kundgebung in Hopsten ein.

Als ersten Schritt haben Justin Deja, Sandrine Bruns, Louis Terheiden, Robin Wehmeyer, Haiko Bien, Tom Bringmann und Lia Wiermann – allesamt Schüler der Hüberts‘schen Schule – eine solidarische Kundgebung organisiert. Dazu sind am Weltklimaschutztag, Freitag, 20. September, alle Interessierten eingeladen.

Die Veranstaltung beginnt um 9.15 Uhr an der Schule. Von dort ziehen alle Schüler, die mitmachen möchten – die anderen haben ganz normal Unterricht – mit Bannern und Plakaten durch Hopsten. Ihr Weg ist etwa drei Kilometer lang. Am Ende, voraussichtlich gegen 10.15 Uhr, treffen sie wieder an der Schule ein, wo selbst verfasste Texte zu Klimawandel und Klimaschutz verlesen werden. Um 10.45 Uhr endet die Kundgebung.

„Der Impuls geht von uns Schülern aus“, betont Lia Wiermann beim Pressetermin. Von der Schulstreikkultur bei „Fridays for Future“ wollen sich „Hübis for Change“ ausdrücklich abheben. Die Aktion ist mit der Schule abgeklärt und abgesegnet. „Wir verlegen quasi den Unterricht nach draußen“, sagt Justin Deja. Außerdem sei ihr Anliegen weniger, Politik nur zu kritisieren, als vielmehr konkrete Maßnahmen bei jedem einzelnen, an der Schule und in Hopsten auf den Weg zu bringen. „Wir fangen natürlich bei uns selbst an“, erklärt Tom Bringmann.

Im Anschluss an die Kundgebung hoffen die Schüler, ihre Plakate in Hopstener Geschäften aufhängen zu dürfen, um weiterhin sichtbar zu bleiben. Zudem planen sie eine schuleigene Mitfahrzentrale und eine Klimaschutz-AG, und wollen Litfasssäulen aufstellen, die konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz zeigen, die jeder für sich umsetzen kann. Auch Müllsammelaktionen, die Einrichtung eines Veggie-Days, eine Handy-Sammelaktion für Missio und das Pflanzen von Bäumen sind angedacht. Darüber hinaus wollen „Hübis for Change“ ihre Schule mittelfristig plastikfrei bekommen.

„Wir wollen etwas kontinuierliches schaffen, das irgendwann ganz normal wird“, erklärt Lia Wiermann. Etwas, das auch ihre Zeit an der Hüberts‘schen Schule überdauere und von nachfolgenden Schülergenerationen weitergeführt werde. Erfreut ist die Gruppe darüber, dass viele Lehrer ihr Engagement schon jetzt zum Anlass nehmen, die Themen Klimawandel und Klimaschutz auch im Unterricht mehr zu beleuchten. Auch von Mitschülern gebe es bereits viel positive Resonanz. „Wir wollen mit unserem Einsatz auch zeigen, dass kleine Orte den Städten in nichts nachstehen müssen“, sagt Sandrine Bruns. Klimaschutz beginne nun einmal vor Ort.

Die Gruppe hofft, künftig noch mehr Mitschüler für ihre Sache begeistern zu können. Gerade durch die sehr unterschiedlichen Hintergründe, die die Hüberts‘schen Schüler mitbringen, sehen sie sich auch thematisch sehr vielfältig aufgestellt. Vom Stadtkern bis zum Bauernhof reiche der Erfahrungsschatz. Jeder könne so unterschiedliche Perspektiven in die Diskussion einbringen. „Und letztlich geht es um unser aller Zukunft“, sagt Lia Wiermann.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, vom 11.09.2019 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7598104/Klimaschutz-beginnt-vor-Ort, Zugriff am 12.09.2019)