Hopsten/Osnabrück. Das Rennen ist gelaufen und in Hopsten wird gejubelt. Am Mittwochabend kürte die buw-Unternehmensgruppe die Sieger des Azubi-Trainingslaufs. Das Besondere: Sie alle kommen von der Hüberts´schen Schule in Hopsten. „Das war das knappste Ergebnis, das ich in fünf Jahren erlebt habe“, sagte Personalreferent Tobias Nardmann.

685 Schüler hatten ihre Bewerbungsmappen eingereicht, die kritisch geprüft wurden. Die acht besten Bewerber wurden anschließend zum Assessment-Center eingeladen. Dass nun die Siegerin von der Hüberts´schen Schule kam, war keine Überraschung: Sämtliche Endrundenteilnehmer besuchen die Schule, die die jungen Menschen offenkundig gut vorbereitet. „Wir machen seit vier Jahren mit, waren dabei immer gut dabei“, sagt Lehrer Jens Holtgrave, der gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Menke die Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Höheren Handelsschule auf den Wettbewerb vorbereiteten. Eine richtige und gute Bewerbung sei ohnehin Gegenstand des Unterrichts. „Der Wettbewerb ist für alle natürlich noch mal ein zusätzlicher Ansporn“, erklärt Holtgrave. Neu ist die Beteiligung der angehenden Abiturienten, die prompt sehr gut abschnitten.

Für sie ist die Teilnahme doppelt interessant: Viele streben eine Kombination aus Studium und Ausbildung an. „Der Trainingslauf ist daher zum einen gut für eine optimale Bewerbung, zum anderen aber auch, um Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und sich ins Gespräch zu bringen“, sagt Jens Holtgrave.

Der Eifer von Schülern und Lehrern schlägt sich nun nicht nur in guten Resultaten, sondern auch in Zahlen nieder: Mit 196 Bewerbungen waren die Hopstener die größte Gruppe, dafür gibt es 1000 Euro. Platz zwei und drei ging an die Berufsbildenden Schulen am Pottgraben in Osnabrück (120) und die Domschule Osnabrück (102).

Schirmherr der Aktion ist Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius. Er sagt, dass das Angebot nicht nur eine wichtige Hilfe für die Schulabgänger sei. Es zeige auch die Weitsicht der Betriebe, junge Menschen für sich zu gewinnen. Gelinge das, sei dies wiederum ein Pluspunkt im Wettbewerb der Regionen.

Eine auffällige Entwicklung, die Personalreferent Nardmann bei vielen Bewerbungsunterlagen feststellte, war: In den Anschreiben würden kaum Standardsätze verwandt. Vielmehr stellten die Bewerber in wenigen Sätzen ihre Person vor und weckten so Interesse bei den Unternehmen. Aus den eingehenden Unterlagen wurden schließlich acht Teilnehmer zum Assessment-Center eingeladen, wo sie die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen hatten.

Getestet wurden zum Beispiel Führungsverhalten, Teamarbeit oder Allgemeinwissen. Außerdem mussten die Jugendlichen sich in einem Einzelgespräch bewähren. „Es werden Können und Persönlichkeit getestet. Unsere Schüler haben sich selbst und somit auch die Schule gut präsentiert. Das macht uns schon stolz“, berichtet Schulleiter Alfons Ahlers. Gerade im Hinblick darauf, dass sich buw-Prokurist Sebastian van Els sehr lobend über die sozialen Kompetenzen der Hopstener Schüler geäußert habe: „Auf diese Schlüsselqualifikationen legen wir fächerübergreifend großen Wert.“

Quelle: Hermann Pentermann/Antje Raecke, IVZ Online (URL: http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hopsten/1813639_Huebertssche_Schule_aus_Hopsten_gleich_dreifach_erfolgreich.html, 2011-12-08)

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