Aktuelles

Nach 35 Jahren Lehrertätigkeit wurde Wolfgang Mauritz am Mittwoch im Rahmen einer Feierstunde vom Lehrerkollegium und der Schulleitung der Hüberts'schen Schule Hopsten in den Ruhestand verabschiedet. Mauritz war am 1. August 1975 an der Schule in Hopsten eingestellt worden. Damals hatten nur etwa 100 Schüler die Schule besucht. Mauritz berichtete von verschiedenen miterlebten Änderungen der Lehrpläne und Prüfungsordnungen.

Schulleiter Alfons Ahlers hob in seiner Ansprache die Vielzahl der Fächer hervor, für die Wolfgang Mauritz eine Unterrichtsgenehmigung habe. Neben allen wirtschaftsberuflichen Fächern durfte er Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichten.

Als Vertreter des Kollegiums bedankte sich Mona Mallmann bei Wolfgang Mauritz für die Zusammenarbeit. Als besondere Überraschung für Wolfgang Mauritz war mit Benno Fühner ein Schüler aus seiner ersten Klasse zur Verabschiedung eingeladen worden. Er berichtete den anwesenden Gästen auf humorvolle Weise über den "Junglehrer" Mauritz.

84 Schülerinnen und Schüler der Hübertsschen Schule durften sich am Samstag bei der Entlassfeier über die Fachhochschulreife freuen. Alle, die zu den Prüfungen angetreten waren, haben ihr Ziel erreicht.

Sechs Schülerinnen hatten einen Notendurchschnitt besser als 2.0 erreicht. Schulbeste wurde Kerstin Schäfer aus Ibbenbüren mit einem Notenschnitt von 1,5 und Andrea Borchert aus Beesten mit einem Notenschnitt von 1,8.

Schulleiter Alfons Ahlers ehrte die beiden Schülerinnen mit einem Buchpräsent. Als Grundlagen für ein gelingendes Leben riet er den Schulabsolventen, ihre positive Grundeinstellung zu behalten, sich etwas zuzutrauen und immer neue Lernphasen zu beginnen. „Werden Sie nicht zu schnell ungeduldig und fragen zu schnell nach den Früchten Ihrer Bildung. Bedenken Sie, dass eine gute Frucht auch eine Blüte und eine Zeit der Reife braucht“, sagte Ahlers.

Die Entlassfeier begann wegen der Fußballübertragung bereits um 14 Uhr. Die St.-Georg-Pfarrkirche war bis zum letzten Platz besetzt. Die Liturgiebegleitung hatte Pater Joseph, die Predigt hielt der Diplom-Religionspädagoge und Theologe Dirk Köster, der das Thema „Brücken bauen“ in vielfältigen Aspekten beleuchtete.

Im Hotel Mutter Bahr wurde nach dem Erinnerungsfoto gemeinsam Kaffee getrunken und das Fußballspiel der WM Argentinien gegen Deutschland auf der Großleinwand verfolgt. Andreas Vortkamp, Abteilungsleiter der Höheren Handelsschule, sagte anschließend, die Absolventen halten jetzt eine besondere Eintrittskarte für ein neues Spiel in den Händen. „Ob ihr in der Champions League oder in der Kreisklasse zukünftig spielt, hängt entscheidend von eurem weiteren Engagement ab“, sagte er.

Der Pädagoge machte aber auch deutlich, wie viel Unterstützung die Schüler auf ihrem Lebensweg bisher erhalten haben, durch die Eltern, durch das Kollegium und die Schulleitung. „Trotz des steigenden Zuspruchs, den die Hübertssche Schule in den letzten Jahrzehnten erfahren durfte, möchten wir doch im Verhältnis zu den Schülern und zu den Eltern eine kleine private Schule bleiben mit kurzen, vertrauensvollen Wegen“, erläutere Vortkamp.

Ohne dem an einer Privatschule traditionell stärker geforderten Engagement der Lehrer seien solche Erfolge wie das Bestehen aller Schüler und das stetige Wachstum nicht möglich. „Renommierte Unternehmen scheinen den Abschluss der Höheren Handelsschule ebenfalls zu schätzen“, erklärte Andreas Vortkamp. Sie machten kurzfristig Lehrstellenangebote für 2010: „Die Tatsache, dass wir nicht mehr helfen konnten, alle Stellen zu besetzten, spreche dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre gewünschten Stellen bereits gefunden hatten.

Zur individuellen Förderung der Schüler habe der Förderunterricht beigetragen, aber auch der bereits zitierte enge Kontakt Lehrer-Schüler-Eltern. In einigen Abschlussklassen sei eine Befragung durchgeführt worden. Die Schüler sollten ohne Vorbehalte die Lehrer und das Schulumfeld unter die Lupe nehmen. Die Auswertung habe folgende Grundtendenz gehabt: Viele Schüler hatten das Kollegium als motiviert und hilfsbereit bezeichnet. 17 Schüler werden sogar zwei weitere Jahre an der Schule bleiben, um das Abitur anzustreben.

Die Verbesserungsvorschläge der Schüler - unter anderem eine Ausweitung der Internetzugänge und die Ausstattung auch der restlichen Klassenräume mit elektronischen Tafeln - wurden bereits kurzfristig umgesetzt.

Schülersprecherin Johanna Plake bedankte sich im Namen aller Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs: „Unser Erfolg war nur durch Anstrengungen und ständige Geduld aller Lehrerinnen und Lehrer, durch unsere lieben Eltern, durch Freunde und Bekannte möglich“, führte sie aus. „Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen, die Zuversicht, die Ausdauer, Kraft und Energie im Alltag, die persönlichen Gespräche zur Problembeseitigung, die wunderschönen beiden Jahre voller Höhen und Tiefen und für die super Vorbereitung auf das Berufsleben.“

 

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Die Absolventen der Klassen HH08a und HH08b

 

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Die Absolventen der Klassen HH08c und HH08d

Wichtiger Schritt

Die Hüberts'sche Schule hat den ehemaligen Vital-Park am Börnkamp ersteigert. Unter anderem auch, um künftig in der Oberstufe das Sportabitur als dritten Bildungszweig anbieten zu können. Eine Möglichkeit, die es in der Region nur sehr selten gibt. So ist die Investition ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft. Denn schon jetzt zeichnet sich in Gemeinden dieser Größenordnung ab, dass es einen Kampf um die Schüler und den Erhalt des Schulstandortes geben wird. Bei diesem Ringen kann Hopsten mit der Hüberts'schen Schule ein ordentliches Pfund in die Waagschale werfen. Und davon werden am Ende nicht nur die Schüler profitieren. (Kommentar von Antje Raecke, IVZ 10.07.2010)

Ganz gefallen ist der Hammer noch nicht. Aber es spricht alles dafür, dass die Hüberts´sche Schule neuer Besitzer des ehemaligen Vital-Parks am Börnkamp 6 wird.

Schulleiter Alfons Ahlers gab beim Versteigerungstermin im Amtsgericht Ibbenbüren am Mittwochnachmittag als Einziger ein Gebot ab. Allerdings nicht in seiner Eigenschaft als Schulleiter, sondern als Geschäftsführer der Schul-Immobilien GmbH, die seit etwa zehn Jahren die Gebäude der Hüberts´schen Schule verwaltet.

240.000 Euro kann und will die Gesellschaft für die Räumlichkeiten zahlen. Die endgültige Entscheidung fällt am kommenden Freitag. Doch noch im Gerichtssaal war von offizieller Seite zu hören, dass es wohl keine Probleme mit dem Zuschlag geben werde.

Zur Versteigerung stand das gesamte Gebäude seit Mai 2006. Im April 2008 wurde bereits der vordere Teil versteigert. In ihnen befindet sich seither eine Praxis für Physiotherapie. Dieser Gebäudeteil bleibt von den neuen Besitzverhältnissen unberührt. Der Anbau hingegen mit seinen gut 650 Quadratmetern soll künftig zum Ausbau des Sportangebots der Schule dienen.

„Der Preis ist in Ordnung“, äußerte sich Ahlers unmittelbar nach dem Gerichtstermin. Immerhin wird der Verkehrswert der Immobilie auf rund 620.000 Euro geschätzt. Den Plan, das Gebäude für die Schule zu erwerben, gebe es bereits seit einiger Zeit. Wie genau es jetzt jedoch weitergehen solle, sei noch offen. „Im Vordergrund steht natürlich, dass unsere Schüler davon profitieren“, betont der Schulleiter.

Profitieren sollen sie nicht nur von dem dann ausgebauten Sportangebot, sondern auch von der Möglichkeit eines dritten Bildungsgangs an der Schule. Derzeit können Abgänger von Haupt- und Realschulen entweder die gymnasiale Oberstufe mit Schwerpunkt Betriebswirtschaft oder aber den Zweig der Höheren Handelsschule besuchen. In Zukunft möchte die Schule auch das Sport-Abitur anbieten. Diese Möglichkeit besteht nur an wenigen Schulen.

Ob der derzeitige Mieter Christoph Stegemann, der Indoor-Cycling-Kurse anbietet, bleibt und wenn ja, in welcher Form, müsse noch geklärt werden: „Es ist durchaus denkbar, dass wir einen Pächter suchen und dann bestimmte Zeiten für die Schule bei ihm mieten.“

Nachteil dieser Lösung: Die Investition wäre nicht refinanzierbar. Das wäre sie prinzipiell aber, da die Schule nicht über eine eigene Sporthalle verfüge, die ihr aber zustehe, wie Ahlers erklärt.

 

Das Gebäude und seine Geschichte
Im Jahr 2000 wurde am Börnkamp eine krankengymnastische Praxis gebaut, kurz danach erfolgte der zweistöckige Anbau eines großen Wellness- und Fitnessbereichs. Es entstand der „Vital Park im Börnkamp“. Auf den rund 950 Quadratmetern befanden sich unter anderem Saunen, ein Bewegungsbad, Solarien, Massageräume und ein Fitness-Studio. Einige Einrichtungsgegenstände und auch das Bewegungsbad sind nach wie vor im Gebäude. 2004 gab es einen Besitzerwechsel. 2007 bezog die Tanzschule „Art of dance“ Teile des damals leer stehenden Hauses. Nach dem Auszug der Tanzschule zum 1. März 2010 war Christoph Stegemann Hauptmieter einiger Räume, in denen unter anderem Indoor-Cycling-Kurse angeboten wurden. Zudem hatten zuletzt die Judo Giants aus Ibbenbüren Judo-Training dort angeboten, ebenso gab es Pilates-Kurse und die Tanzschule Reinebold aus Ibbenbüren war seit Mitte Mai mit einigen Tanz-Angeboten vor Ort vertreten.

 

Update:

Die Hüberts'sche Schule hat den ehemaligen Vital-Park am Börnkamp ersteigert. Unter anderem auch, um künftig in der Oberstufe das Sportabitur als dritten Bildungszweig anbieten zu können. Eine Möglichkeit, die es in der Region nur sehr selten gibt. So ist die Investition ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft. Denn schon jetzt zeichnet sich in Gemeinden dieser Größenordnung ab, dass es einen Kampf um die Schüler und den Erhalt des Schulstandortes geben wird. Bei diesem Ringen kann Hopsten mit der Hüberts'schen Schule ein ordentliches Pfund in die Waagschale werfen. Und davon werden am Ende nicht nur die Schüler profitieren. (Kommentar von Antje Raecke, IVZ 10.07.2010)Wichtiger Schritt

Die Hüberts'sche Schule hat den ehemaligen Vital-Park am Börnkamp ersteigert. Unter anderem auch, um künftig in der Oberstufe das Sportabitur als dritten Bildungszweig anbieten zu können. Eine Möglichkeit, die es in der Region nur sehr selten gibt. So ist die Investition ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft. Denn schon jetzt zeichnet sich in Gemeinden dieser Größenordnung ab, dass es einen Kampf um die Schüler und den Erhalt des Schulstandortes geben wird. Bei diesem Ringen kann Hopsten mit der Hüberts'schen Schule ein ordentliches Pfund in die Waagschale werfen. Und davon werden am Ende nicht nur die Schüler profitieren. (Kommentar von Antje Raecke, IVZ 10.07.2010)

Auf der Website www.ballfotografie.de können nun die Bilder nachbestellt werden, die der Fotograf beim Abiball 2010 gemacht hat.

Das Lingener Theater auf der Wilhelmshöhe bot den würdigen Rahmen, als am Samstagnachmittag 134 Abiturienten der Hüberts'schen Schule ihre Reifezeugnisse aus den Händen ihrer Klassenlehrer überreicht bekamen. Anwesend waren zahlreiche Ehrengäste und die gesamte Elternschaft. Es war der größte Abiturjahrgang, den die Hüberts'sche bislang in ihrer Geschichte hatte. „Es ist mir keine Schule in dieser Variante der gymnasialen Oberstufe in NRW bekannt, die eine höhere Abiturientenzahl hat“, sagte Schulleiter Alfons Ahlers. Er zeigte sich erfreut, dass dabei Quantität nicht zulasten der Qualität gehe, wie die Ergebnisse des Zentralabiturs zeigten. „Die Abiturienten der Hüberts'schen Schule waren stets besser als der Landesdurchschnitt“, sagte Ahlers. Wenn auch die Ergebnisse von 2010 noch nicht vorliegen, weise doch die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern, die in diesem Jahr eine Eins vor dem Komma haben, darauf hin, erläuterte Ahlers. Von den Hopstener Schülern erreichte Felix Schallenberg aus Halverde einen Notendurchschnitt von 1.9. Christin Wübbel aus Hopsten 1,7 und Fleur Pasche 1,8. Als Schulbeste konnten Hanna Niehoff aus Wietmarschen mit Note 1,2 und Maik Merscher aus Lengerich mit 1,5 vom Schulleiter mit einem Präsent geehrt werden.

Doch nicht nur der Notendurchschnitt zähle, sondern auch Eigenschaften wie soziales Engagement, Solidarität oder Offenheit gegenüber Neuem sei wichtig - „und hierfür würde ich allen Absolventen eine 1,0 bescheinigen“, lobte Ahlers stolz seine Schüler. Pädagogen von anderen Schulen äußerten verschiedentlich: „Ihr lebt an eurer Schule im Schlaraffenland“, kommentierte er schmunzelnd angesichts des guten „Schulklimas“. Über jede Schulabschlussfeier schwebe aber auch die Ahnung, dass nun der „Ernst des Lebens“ beginnen könnte. Der Übergang von Schule oder Uni in den Beruf markiere die Grenze zwischen Jugendlichsein und Erwachsenensein: Eine neue Qualität der Verantwortung für sich und den anderen komme auf jeden zu, der diesen Übergang zu meistern habe, so Ahlers. Der Schulleiter riet den Schulabsolventen, Verantwortung für ihr Lebensglück wie für die Qualität ihres Lebensumfeldes zu übernehmen, in dem sie zu „Lebensunternehmern“ werden.

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Anhand eines Beispiels aus dem Profi-Fußball machte er deutlich, dass es dem Fußballer nicht darum gehe, innerhalb der Hierarchieebene des Vereins Karriere zu machen, um irgendwann Chef des Vereins zu werden. Es gehe dem Fußballer vielmehr darum, sich dort entfalten zu können und sich dafür noch möglichst teuer zu verkaufen. Der Fußballer ist für seine Zukunft selbst verantwortlich und macht, was er am liebsten tut und was er am besten kann. Umfragen führender europäischer Universitäten bestätigten den Trend: Bevorzugte Arbeitgeber für den kommenden Berufseinstieg seien Unternehmen gewesen, in denen es nicht so sehr auf die stetige Karriere innerhalb eines Unternehmens ankomme, sondern auf ständig neue, wechselnde Herausforderungen mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung.„Ich bin der Meinung, dass wir auf eine Welt zusteuern, in der wir viel selbstständiger und selbstbestimmter sein werden. Dadurch wird unser materieller und immaterieller Wohlstand deutlich zunehmen“, zeigte Ahlers optimistisch in die Zukunft. Abschließend dankte er den Abiturienten, Eltern und seinen Lehrern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Schülersprecher Christian Wirtz erinnerte an eine schöne Schulzeit. „Wir haben alle zusammen in der einen Hüberts'schen Schule im Team zusammengearbeitet und werden uns später immer positiv daran erinnern, wie schön die drei Jahre waren“, sagte der stellvertretende Stufensprecher. Nicht nur die Arbeit zwischen den Schülern sei angenehm: „Auch die Lehrer haben uns so unterstützt, dass wir alle es bis hierher geschafft haben. Und dafür bin ich dankbar“, so Wirtz. Ob die Zukunft für alle positiv verlaufen und Träume verwirklicht werden könnten, die Antwort darauf werde die Zukunft bringen. „Der Weg ist das Ziel“, griff der Schülersprecher das Motto des gemeinsamen Gottesdienstes vor der Abiturfeier in der Maria-Königin-Kirche in Lingen auf. Auch Schülersprecher Flamur Ramaj fand herzliche Dankesworte für die Eltern, Lehrer und Mitschüler. „Wir haben viel erlebt, interessante Erfahrungen gemacht und neue Freundschaften geschlossen“, sagte er. Als Sprecher der Elternvertretung gratulierte Hermann Thurau aus Gersten den Abiturienten: „Ihre Leistung verdient hohe Anerkennung. Bewahren Sie sich auch mit zunehmendem Alter Leichtigkeit und Charme, Humor und Lebensfreude“.

Ludger Kleine-Harmeyer überbrachte die Glückwünsche zum bestandenen Abitur im Namen des Rates und der Gemeinde für den verhinderten Bürgermeister. „Wenn Sie heute einen weiteren Schritt in ihrem Leben machen, so geschieht das im Vertrauen darauf, dass Ihnen Eltern und die Lehrer der Hüberts'schen Schule eine gute Basis geschaffen haben und Sie selbst daran in fast 5000 Tagen Leistung das heutige Ergebnis möglich machten. Diese lange Zeit der Schule manchmal qualvoll, auch spannend und kurzweilig mit dem Abitur zu beenden, das ist schon ein großes Lob wert“. sagte Kleine-Harmeyer aus. Bei allen Veränderungen, die in der Schullandschaft noch zu erwarten sind, erhoffe er, dass die Mixtur aus öffentlichen und privaten Schulen weiterhin gefördert und gelebt werde. Die Hüberts'sche Schule habe ständig steigende Schülerzahlen und einen exzellenten Ruf, so Kleine-Harmeyer. Sie repräsentiere ein starkes Stück Hopsten und darüber sei die Gemeinde sehr froh. Es sei das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit.

Hüberts’sche Schule hat eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Wirtschaftsethik etabliert

 

Martina Feierling-Rombach aus Freiburg ist die Erste, die jetzt den Ehrenpreis „Ehrbarer Kaufmann" vom Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) erhalten hat. Es ist eine kleine Meldung, von der die meisten Menschen kaum Notiz genommen haben werden. Aber ein paar Schüler der Hüberts'schen Schule werden das Ereignis aufmerksam gelesen und sich gefreut haben: Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsethik. Denn sie haben sich in der Oberstufe intensiv mit dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns auseinandergesetzt (s. Zum Thema).

Am kommenden Samstag werden Sarah Bentrup (19), Kathrin Robbert (19), Tatjana Gossen (19), Manuel Schnittker, Linus Geers (19) (v. l.) mit ihren Mitschülern das Abitur feiern. Auf ihren Zeugnissen wird dann die Teilnahme an der AG vermerkt sein. „Das ist etwas Besonderes und wirkt auch bei Unternehmen. Schließlich kennen wir beide Seiten der Betriebswirtschaft", sagt Sarah Bentrup.

AG Wirtschaftsethik

Die Arbeitsgemeinschaft gibt es seit 2009. Das Bild des ehrbaren Kaufmanns aber prägt die Schule seit ihrer Gründung im Jahr 1847. Und gerade jetzt, mit Wirtschafts- und Finanzkrise, der Pleite Griechenlands erhält der Leitsatz, der einen optimal und nachhaltig Wirtschaftenden beschreibt, neue Aktualität.

Diesen Themen haben sich die Schüler durch die verschiedenen Medien genähert. „Wir haben geschaut, ob das Handeln der Akteure den Standards der sozialen Ethik entspricht", erklärt Linus Geers. Zudem sei natürlich diskutiert worden, ob die Werte des ehrbaren Kaufmanns überhaupt noch vertretbar und aktuell sind. Das Ergebnis: „Ehre ist niemals veraltet. Sie wird nur immerneu interpretiert."

Zudem sei aufgefallen, dass das Ideal wieder mehr gefordert werde, gerade für die bekannten Führungskräfte großer Unternehmen.

In der Wirtschaft gehe es nicht nur um die „kalte" Seite, um Gewinne und Bilanzen. Durch die AG haben die Schüler nach eigenen Angaben auch die andere, die„menschliche" Seite kennengelernt, sich mit Begriffen wie Moralbewusstsein, Entwicklung von Moral, dem sich wandelnden Begriff der Ehre und natürlich den verschiedenen Ansätzen der Wirtschaftsethik auseinandergesetzt. „Für eine Schule wie unsere, deren Wurzeln im Handwerk liegen, ist es wichtig, dass beide Seiten beleuchtet werden und wir junge Menschen nicht nur in eine Richtung schauen lassen", betont Lehrer und AG-Leiter Dirk Köster.

Außerdem bereite die Arbeitsgemeinschaft auf Beruf und Studium vor. „Früher war Ethik eher eine Randerscheinung. Heute steht es immer mehr im Fokus. Das ist auch notwendig", ergänzt Anja Arens-Fischer, zuständig für die Schulkommunikation.

Und der ehrbare Kaufmann lässt sich nicht nur auf die große Weltwirtschaft anwenden, auch im eigenen Denken hat er bei den Schülern etwas bewegt. „Eigentlich lassen sich die Grundsätze auf sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen übertragen", sagt Kathrin Robbert. Etwa beim Einkaufen überlege sie schon, was sie kaufe, wem sie etwas verspreche und ob sie dieses Versprechen auch halten könne.

 

 

 

Zum Thema: Das Ideal des ehrbaren Kaufmanns

Das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns gibt es seit dem Mittelalter. Damals war Ehrbarkeit damit verknüpft, den wirtschaftlichen Erfolg mit der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Seit 1517 gibt es die sogenannte „hanseatische Variante", die folgende Dinge beinhaltet: Wort und Handschlag gelten, der Kunde steht im Mittelpunkt, die Kalkulationen sind nüchtern, die Verhandlungen hart. Dafür ist der Kaufmann ein fairer Arbeitgeber, ein verlässlicher Partner, der nachhaltig handelt, sich für das Gemeinwesen engagiert und dem die Firma im Zweifel wichtiger ist als die eigene Person.
Wer damals gegen diese Grundsätze verstieß und sein Wort brach, verlor bei Geschäftspartnern und in der Gesellschaft sämtliches Ansehen. Betrüger wurden an den Pranger gestellt und aus der Stadt gejagt.
Heute verfügt der moderne Staat als Rechtsstaat über einige Kontrollmechanismen. Bei exzessiver Unehrbarkeit versagen diese Mechanismen jedoch, sagen Experten. Wie etwa beim Kreditschwindel in den USA oder der Pleite von Griechenland.
Derzeit wird an Hochschulen immer mehr Wert auf die Ausbildung von verantwortungsbewussten Managern gelegt. Wie etwa an der Hamburg School of Business Administration, wo es seit Kurzem den Studiengang „Master of Honourable Leadership", also einen Abschluss in ehrenhafter Geschäfts- und Unternehmensführung, gibt.
Mehr unter http://www.der-ehrbare-kaufmann.de/

 

 

Kleiner Ball macht ganz groß Schule

Durch das Projekt „Abschlag Schule“ entdecken immer mehr Kinder und Jugendliche den Golfsport für sich und bleiben langfristig am Ball.

Wiesbaden, Februar 2010.

Golf ist „in“ und zieht auch Kinder und Jugendliche mehr und mehr in seinen Bann. Das 1999 von der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) gegründete Projekt „Abschlag Schule“, das sich zum Ziel gesetzt hat, Golf in Ergänzung zu den klassischen Sportdisziplinen in Schulen zu etablieren, hat sich als ein erfolgreiches Instrument sowohl für die Gewinnung und Bindung von Nachwuchs-Golfern als auch für die Erhöhung der öffentlichen Akzeptanz des Golfsports erwiesen. „Abschlag Schule“, heute Jugendinitiative des Deutschen Golf Verbandes und mit jährlich rund einer Million Euro von der VcG finanziert, führt interessierte Schüler schrittweise an den Sport heran – vom ersten Hineinschnuppern in den Golfsport bis zur Teilnahme am Jugendtraining eines Clubs. Die VcG finanziert sowohl den Transport zwischen Schule und Golfplatz sowie den Golfunterricht als auch Unterrichtsmaterialien und Leihschläger. Entscheidet sich eine Schule zur Teilnahme an dem Projekt, erhalten maximal 20 Schüler im Rahmen des Sportunterrichts oder einer Golf-AG auf einer Golfanlage im Umkreis der Schule Golfunterricht bei einem Pro. Der Lehrer ist dabei als Aufsichtsperson vor Ort. Kinder und Jugendliche, die am Ball bleiben möchten und Engagement zeigen, können in den Golfclub aufgenommen werden. Stetig wachsende Nachfrage Zunächst wurde „Abschlag Schule“ ins Leben gerufen, um die Jugendarbeit in den noch jungen Golfanlagen der neuen Bundesländer – speziell in Sachsen – zu fördern. Schon im ersten Jahr nahmen rund 1.000 Schüler zwischen acht und 14 Jahren und 49 Schulen an der Jugendinitiative teil. Auf Grund der großen Resonanz wurde das Projekt 2001 auf alle Bundesländer ausgeweitet. Von jeder Gruppe bleibt durchschnittlich etwa ein Viertel der Schüler langfristig am Ball und kann in die Jugendarbeit der Golfanlagen integriert werden. Tendenz steigend! Die Gründe für den Zuspruch sind nicht allein im allgemein gestiegenen Interesse für den Golfsport zu suchen. Egal ob sportlich ambitioniert oder nicht – Golf spricht alle Schüler an und wird als Schulsport von Mädchen und Jungen gleichermaßen begeistert ausgeübt. Durch sehr schnelle Erfolgserlebnisse sind die Kinder beim Golfen hoch motiviert. Neben der sportlichen Aktivität schätzen sie den Spaß in der Gruppe und die verschiedenen Wettkampfformen, die Golf bietet. Darüber hinaus fördert der Golfsport auch die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit und fördert Disziplin, Fairplay, Höflichkeit und Rücksichtnahme – Erfahrungen, die den Youngsters im Schulalltag zugute kommen.

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