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Er räumte bei Günther Jauch eine Million Euro ab und ist Dr. der Psychologie: Der 29-jährige Leon Windscheid referierte nun vor Schülern der Hüberts’schen Schule über Angst - und wie man diese am besten in den Griff bekommt.

 
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Nicht nur die Inhalte, auch die Person Leon Windscheid beeindruckte die Schüler. Da war einer, der ihr Lebensgefühl kennt, sich duzen lässt und gleichzeitig zum Vorbild taugt.
 

Eloquent, kompetent und unterhaltsam präsentierte Dr. Leon Windscheid am Donnerstag in der Hüberts’schen Schule in Hopsten seine Tipps und Thesen zum Umgang mit Angst im Besonderen und zum Erkenntnis-Wert der Psychologie im Allgemeinen. Und selbst der promovierte Psychologe, der bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“ eine Million Euro abräumte, erinnert sich, dass ihn zu Schulzeiten einmal ein Angstgefühl aus dem Takt brachte. Damals sollte er im Französisch-Leistungskurs ein Referat halten.

„Angst ist eine Action-Emotion“, erläutert er. Das Herz fängt an zu schlagen, der Organismus läuft warm, bis schließlich der Körper einen in die Verfassung gebracht hat, dass man nur noch stottern möchte, einen hochroten Kopf hat und „zwei Schweißpfannkuchen“ unter den Achseln. Und dann ist man so damit beschäftigt, was der Körper da mit einem macht, dass man für Hirnleistungen total blockiert ist.

Frage: Warum bereitet unser Körper uns so schlecht auf die anstehende Aufgabe vor. Schuld daran ist nach den Ausführungen Windscheids unser „Ötzi-Hirn“. Ötzi musste jederzeit bereit und in der Lage sein, wegzulaufen, um sich zum Beispiel vor einem Bären zu retten. Denn der stellte für ihn eine echte Gefahr dar. Bären begegnen uns aber in unserem heutigen Alltag eher selten. Die Umweltbedingungen sind andere geworden und verändern sich in Höchstgeschwindigkeit weiter. Aber Evolution spiele seit der Entwicklung vom Urmenschen zum Homo sapiens keine Rolle mehr. „Evolution braucht Zeit und die geben wir ihr nicht mehr.“ Somit seien wir „mit einem Hirn unterwegs, das 300 000 Jahre alt ist“, so Windscheid. Die Welt entwickelt sich immer schneller. „Und wir laufen weiter mit einem Ötzi-Hirn herum.“

Was diese Erkenntnis nutzt, auch das vermittelte Windscheid den rund 500 Schülern der Hüberts’schen, die seinen Vortrag „Bye bye Psychoangst“ hörten. Er riet, zwischen guter und schlechter Angst zu unterscheiden. Gute Angst sei die, die vor realen Gefahren warnt und damit schützt. Der schlechten Angst dagegen liege gar keine reale Gefahr mehr zugrunde. Und man könne sein Hirn so trainieren, dass man ihm bestimmte schlechte Ängste abtrainiert. Zum Beispiel indem man sich dem Angstobjekt in kleinen Dosen nähert. Damit vor der nächsten Herausforderung der Angstschweiß ausbleibt.

Den praktischen Nutzwert des Werkzeugkastens der Psychologie brachte Windscheid den Schülern eindrucksvoll nahe und ermunterte generell zur Auseinandersetzung mit dem weiten Feld der Psychologie. Was die Psychologie für Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen, Essstörungen, Angststörungen etc. bereithält, könne jedem helfen, auch wenn man nicht von einer solchen Störung betroffen ist. „Die Grundlagen kann man nutzen, wenn man verstanden hat, was da passiert.“

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Erfrischend amüsant brachte Leon Windscheid den Schülern die Wissenschaft der Psychologie und deren praktischen Nutzen nahe.

 

Während körperliche Störungen aller Art öffentlich thematisiert werden („Da machen pupsende Muttis auf RTL Werbung für Joghurt gegen Verstopfung“), seien psychische Störungen noch immer tabuisiert, dabei seien jährlich 33 Prozent der Bevölkerung von einer oder mehreren psychischen Störungen betroffen. Hier müsse es ebenso selbstverständlich sein, sich Hilfe zu holen, wie mit einem gebrochenen Arm.

„Wir haben viele Schüler, die bald die Schule beenden und eine Ausbildung beginnen, oder die noch nicht wissen, was sie danach machen wollen“, sagt Lehrerin Annette Emons. Für sie könne es hilfreich sein, „einmal zu sehen, was könnten Werte in meinem Leben sein, was will ich eigentlich, wie gehe ich mit meinen Zielen um, wie schaffe ich es überhaupt, durch die Prüfungen zu kommen.“ Rüst- und Handwerkszeug für diese Weichenstellungen zu bekommen und sich auch selbst zu beobachten, wie funktioniert das bei mir, wovor habe ich Bammel und warum, das sei aus schulischer Sicht eine wesentliche Motivation gewesen, Dr. Leon Windscheid einzuladen, so Emons.

Bei den Schülern kam der 29-jährige Dr. der Psychologie gut an, das zeigten auch die vielen Fragen, die er im Anschluss an seinen Vortrag noch beantwortete.

 

Quelle: IVZ online, Cornelia Ruholl, vom 16.02.2018 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/191491/Leon-Windscheid-Angst-ist-eine-Action-Emotion)

 

 

In der vergangenen Woche fand an der Hüberts’schen Schule erstmalig ein plattdeutscher Vorlesewettbewerb statt. Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Hüberts’schen Schule aus den Jahrgangsstufen fünf bis dreizehn lasen der Jury verschiedene Geschichten auf Plattdeutsch vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich witzige und interessante Texte selber ausgesucht und fleißig geübt. Das Vorlesen ist gar nicht so einfach, müssen die Teilnehmer nicht nur fließend vorlesen, sondern auch auf die korrekte plattdeutsche Aussprache sowie eine gute Betonung achten. Das alles in einer ihnen eigentlich fremden Sprache.

Ziel dieses Wettbewerbes ist es, die plattdeutsche Sprache zu fördern. Leider wird in der heutigen Zeit in vielen Familien kein Plattdeutsch mehr gesprochen und diese Mundart scheint, gerade bei den jüngeren Menschen, immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Nicht so bei dem Lesewettbewerb, bei dem alle Vorleser für ihre tolle Leistung mit großem Applaus belohnt wurden.

Nach ausgiebigen Beratungen der Jurymitglieder Sarah Evers, Ralf Menke und Alfons Ahlers sind sie zu einer einstimmigen Entscheidung gekommen: Gewinner des diesjährigen plattdeutschen Lesewettbewerbes der Hüberts’schen Schule sind in der Sekundarstufe I: Rieka Esch-Osterfinke; Maria Konermann, Felix Schröer, sowie in der Sekundarstufe II: Hannes Muntel, Celina Willming Vera Ricker.

Rieka Esch-Osterfinke und Hannes Muntel werden als Sieger der jeweiligen Altersstufen die Schule beim Kreisentscheid in Steinfurt am 2. März 2018 vertreten.

Alle Teilnehmer wurden mit Urkunden ausgezeichnet und erhielten zusätzlich Präsente.

Da nun der plattdeutsche Lesewettbewerb erst einmal Fuß gefasst hat, werden beim nächsten Mal hoffentlich noch mehr Schülerinnen und Schüler teilnehmen, so hofft die Jury.

 

2018 Vorlesewettbewerb Plattdeutsch

Vordere Reihe: Maria Konermann, Felix Schröer, Rieka Esch-Osterfinke
Hintere Reihe: Hannes Muntel, Vera Ricker, Celina Willming, Lehrer Ralf Menke

 

 

Der Jahrgang 8 der Hüberts’schen Realschule erkundete in Eigenverantwortung das Museum am Schölerberg

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Am Donnerstag, den 01.02.18, machten sich 42 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 der Hüberts’schen Realschule auf den Weg zum Planetarium Osnabrück. Zusammen mit ihrem Physiklehrer Herrn Feldmann sowie Frau Schwarz-Bronswick erkundeten die Mädchen und Jungen am Morgen zunächst das Museum am Schölerberg.

TERRA.vision – die Geschichte der Erde in den letzten 300 Millionen Jahren – oder unter.Welten – das Universum unter unseren Füßen – sind nur zwei der verschiedenen Ausstellungen, die die beiden Realschulklassen in Eigenverantwortung entdecken konnten. Es wurden also auch fleißig Nachforschungen über das Fachgebiet der Physik hinaus angestellt.

Am Vormittag stand dann im Rahmen der Unterrichtsreihe „Astronomie – Wir blicken in den Kosmos“ eine Schulvorführung im Planetarium auf der Exkursionsagenda. Ein Experte des Planetariums Osnabrück brachte den Schülerinnen und Schüler den Kosmos, insbesondere die Planeten unserer Galaxie und weitere Besonderheiten der „Milchstraße“ näher. Auch der zu dem Zeitpunkt auftretende „Blutmond“ und seine Entstehung standen im Fokus des Interesses und wurden näher erläutert.

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Viele der Kinder erwiesen sich zudem als angehende Astronomen, verfügten sie doch bereits über ein durch verschiedenste Unterrichtspräsentationen angeeignetes Wissen über unseren Kosmos, und stellten fleißig Fragen an den Experten.
Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur den Sternenhimmel, das Sonnensystem oder das Reich der Galaxien erkunden – die aufwändige Technik machte die Schau unter dem funkelenden Firmament der acht Meter großen Kuppel zu einem echten multimedialen Erlebnis.

 

 

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